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Darmkrebs-Studien in Deutschland

Aktuell rekrutierende Darmkrebs-Studien in Deutschland, mit Studienzentren und Registerquellen.

StudienzentrenDeutschlandweit
Datenstand9. September 2026
Quellen & Methodik3 Quellen

Welche Darmkrebs-Studien gibt es aktuell in Deutschland?

Aktuell rekrutierende Darmkrebs-Studien in Deutschland, mit Studienzentren und Registerquellen.

Aktuell59

Darmkrebs-Studien mit mindestens einem Studienzentrum in Deutschland

Stand: 9. September 2026

Zum Datenstand 9. September 2026 führt Reesi 59 rekrutierende Darmkrebs-Studien mit mindestens einem Studienzentrum in Deutschland auf. Grundlage sind öffentliche Studienregister und die Reesi-Datenbank.

Ob eine Darmkrebs-Studie infrage kommt, hängt von den Ein- und Ausschlusskriterien und der individuellen Situation ab. Die endgültige Eignungsprüfung übernimmt das jeweilige Studienzentrum.

Verlässliche Daten
Aus öffentlichen Registern und der Reesi-Datenbank
Studienzentren geprüft
Die Eignung bestätigen die Studienzentren
Regelmäßig aktualisiert
Rekrutierungsstatus und Standorte ändern sich

Hinweis: Studien können sich kurzfristig ändern. Für eine individuelle Einschätzung nutzen Sie unsere persönliche Eignungsprüfung.

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Filter und Aufschlüsselung

So wurde gefiltert

Die Übersicht berücksichtigt Studien für Darmkrebs, mit dem Status rekrutierend.

Datenbank-Indikation
darmkrebs-kolorektal
Rekrutierungsstatus
rekrutierend
Geografie
mindestens ein Studienzentrum in Deutschland
Aufschlüsselung nach Phase und Studientyp

Nach Studienphase

Nicht anwendbar
26
Phase III
13
Phase II
9
Phase I/II
7
Phase II/III
2
Phase I
1
Phase IV
1

Nach Studientyp

Interventionelle Studie
42
Beobachtungsstudie
17

Die Zahlen beschreiben die aufgeführten Studien. Studienphase und Studientyp sagen nicht aus, ob eine Studie für eine bestimmte Person infrage kommt.

Aktuelle Studien

IKF/AIO-QUINTIS: Untersuchung von Fruquintinib in Kombination mit Tislelizumab bei metastasiertem Kolorektalkrebs ohne aktive Lebermetastasen (MSS/pMMR)

Es handelt sich um eine prospektive, randomisierte, offene multizentrische Phase-2-Studie. Untersucht wird die Behandlung mit Fruquintinib in Kombination mit Tislelizumab bei Patientinnen und Patienten mit metastasiertem Kolorektalkrebs, bei dem MSS/pMMR vorliegt. Vorausgesetzt wird, dass keine aktiven Lebermetastasen vorhanden sind. Die Studie richtet sich an erwachsene Personen (ab 18 Jahren), bei denen ein histologisch oder zytologisch gesichertes Adenokarzinom des Dickdarms oder des Enddarms vorliegt. Die Erkrankung soll nicht durch eine potenziell heilende (kurativ mögliche) Operation vollständig entfernt werden können. Außerdem wird ein ECOG-Leistungsstatus von ≤ 1 vorausgesetzt. Die Teilnahme umfasst eine Vorbehandlung sowie die Festlegung, ob bereits bestimmte vorherige Therapien erhalten wurden. Danach erfolgt die Behandlung innerhalb des Studienplans mit geplanten Terminen und Untersuchungen.

Klinische Studie zu Arfolitixorin bei Patienten mit metastasiertem kolorektalem Krebs (mCRC)

Diese klinische Forschun gs studie findet in Deutschland statt. Teilnehmen können Personen mit kolorektalem Krebs in einem Krankheitsstadium, in dem Metastasen auftreten. Insgesamt werden bis zu 60 Personen in die Studie aufgenommen. Es gibt bereits eine Standardbehandlung für kolorektalen Krebs. Diese besteht aus einer Kombination der Medikamente Leucovorin, Fluorouracil, Oxaliplatin und Bevacizumab. In dieser Studie wird anstelle von Leucovorin eine neue Substanz namens Arfolitixorin eingesetzt. Dabei erhalten verschiedene Teilnehmende unterschiedliche Dosierungen (Stärken) von Arfolitixorin. Fluorouracil, Oxaliplatin und Bevacizumab werden ebenfalls gegeben. Ziel der Studie ist es zu untersuchen, ob Arfolitixorin im Vergleich zur Standardbehandlung mit Leucovorin einen Vorteil im Krankheitsverlauf haben kann. Außerdem soll ermittelt werden, welche Dosierung von Arfolitixorin für weitere Teilnehmende am besten geeignet ist. Zusätzlich wird untersucht, ob Arfolitixorin sicher vertragen wird. Die getestete Substanz Arfolitixorin gehört wie Leucovorin zu den sogenannten Folsäuren (Folate). Folsäuren sind natürliche Formen eines B-Vitamins. Sie werden zusammen mit einem oder mehreren Mitteln gegen Krebs gegeben, um ihre Wirkung auf Krebszellen zu unterstützen. Nach Angaben im Studienprotokoll ist der wichtigste Wirkmechanismus von Arfolitixorin derselbe wie bei Leucovorin in Kombination mit Fluorouracil. Leucovorin muss erst im Körper in die aktive Form umgewandelt werden. Arfolitixorin liegt dagegen bereits in der aktiven Form vor. Da Leucovorin nicht bei allen Personen gleich gut wirkt, wird angenommen, dass Arfolitixorin bei mehr Teilnehmenden wirkt und zusammen mit Fluorouracil eine stärkere und länger anhaltende Wirkung im Rahmen der Krebstherapie haben könnte. Die Studie besteht aus zwei Teilen. Im ersten Teil werden bis zu fünf unterschiedliche Dosierungen von Arfolitixorin untersucht. Dabei soll die „optimale“ Dosis gefunden werden. Dazu gehört auch die Frage, welche Dosis am höchsten ist und dabei gut vertragen wird. Außerdem wird die passende Dauer der Gabe geprüft. Der zweite Teil basiert auf den Ergebnissen aus Teil 1. Es werden dann zwei Dosierungen von Arfolitixorin geprüft. Diese sollen im Hinblick auf Sicherheit, Verträglichkeit und eine Wirkung auf den Tumor untersucht werden. Die Teilnehmenden werden zufällig (randomisiert) per Computerprogramm einer der beiden Dosierungsgruppen zugeteilt. Die Behandlung für alle Teilnehmenden umfasst Arfolitixorin zusammen mit Fluorouracil, Oxaliplatin und Bevacizumab alle 2 Wochen. Die Gabe erfolgt als Infusion in eine Vene. Wie viele Behandlungen insgesamt erfolgen, ist nicht vorher festgelegt. Es hängt vom Verlauf der Erkrankung ab. Die Behandlung wird alle 2 Wochen fortgesetzt, solange ein Nutzen besteht. Während der Studiendauer werden der Krankheitsverlauf und eine mögliche Reaktion auf die Therapie überwacht. Dafür werden bildgebende Untersuchungen wie Computertomografie (CT) oder Magnetresonanztomografie (MRT) eingesetzt. Zusätzlich erfolgen körperliche Untersuchungen, Laboruntersuchungen an Blut und Urin sowie die Beurteilung möglicher Nebenwirkungen.

Untersuchung von Calderasib (MK-1084) in Kombination mit zielgerichteter Therapie und Chemotherapie bei Personen mit Darmkrebs (MK-1084-012/KANDLELIT-012)

In dieser klinischen Studie wird nach neuen Wegen gesucht, um lokal fortgeschrittenen oder metastasierten Darmkrebs zu behandeln. Die Studie richtet sich an Personen, deren Tumor nicht operativ entfernt werden kann und eine bestimmte genetische Veränderung (KRAS G12C-Mutation) aufweist. Die Standardbehandlung für diese Art von Darmkrebs umfasst oft eine Chemotherapie (mFOLFOX6), manchmal in Kombination mit dem Medikament Bevacizumab. In dieser Studie wird untersucht, ob die Zugabe des Prüfmedikaments Calderasib und des Medikaments Cetuximab zur Standard-Chemotherapie Auswirkungen auf den Krankheitsverlauf hat. Calderasib und Cetuximab sind sogenannte zielgerichtete Therapien, die gezielt an Krebszellen angreifen sollen. Ziel der Studie ist es, mehr über die Sicherheit der Kombination aus Calderasib, Cetuximab und mFOLFOX6 zu erfahren und zu prüfen, wie gut diese Behandlung vertragen wird. Zudem wird beobachtet, ob Personen, die diese Kombination erhalten, länger leben, ohne dass der Darmkrebs wächst oder sich ausbreitet, verglichen mit Personen, die die Standardbehandlung erhalten.

Studie zur Untersuchung eines Prüfmedikaments (BNT314) in Kombination mit BNT327 und Chemotherapie bei fortgeschrittenem Darmkrebs (NCT07079631)

Bei der Studie handelt es sich um eine randomisierte, multizentrische Studie mit drei Teilen. Untersucht wird ein Prüfmedikament namens BNT314. Ziel ist die Untersuchung, ob die Kombination mit einem weiteren Prüfmedikament (BNT327, ein Immun-Checkpoint-Hemmer) und Chemotherapie bei Teilnehmenden mit metastasiertem Dickdarm- oder Mastdarmkrebs Auswirkungen auf den Krankheitsverlauf hat und ob die Behandlung verträglich ist. Eingeschlossen werden Teilnehmende mit metastasiertem kolorektalem Krebs, bei denen der Tumor stabil für Mikrosatelliten ist (MSS) und der Reparaturmechanismus für Fehlpaarungen funktionsfähig ist (pMMR). Außerdem gilt: Die erste Behandlung mit Chemotherapie hat nicht gut angeschlagen. In einem Teil der Studie (Teil B) werden dafür Teilnehmende aufgenommen, die vor ihrer Krebserkrankung bisher keine systemische Therapie erhalten haben. Hinweis: Die Studie berücksichtigt, ob geeignete Tumorproben vorliegen und ob bestimmte Voraussetzungen zu Allgemeinzustand und Organfunktionen erfüllt sind.

Studie zur Machbarkeit (Feasibility) der Verabreichung einer TIL-basierten Immuntherapie bei metastasiertem Darm- und Prostatakrebs (CC-38, TIL ATIMP)

Bei dieser Studie handelt es sich um eine Phase-1/Phase-2a-Erst-an-Menschen-Untersuchung. Untersucht wird ein neues Verfahren zur Herstellung und Gabe eines Prüfmedikaments namens ATIMP (CC-38). Das Prüfmedikament besteht aus körpereigenen TILs (tumor-infiltrierenden Lymphozyten, also Immunzellen aus dem Tumor), die nach einer besonderen „Erweiterungs“-Prozedur im Labor weiter vermehrt werden. Die Teilnahme richtet sich an erwachsene Personen mit metastasiertem kolorektalem Krebs (Stadium IV) oder mit lokal fortgeschrittenem bzw. metastasiertem Prostatakrebs. Es wird vorausgesetzt, dass zuvor alle Standard-Behandlungsoptionen (je nach Situation) genutzt wurden und die Erkrankung danach durch bildgebende Verfahren fortgeschritten ist. Vor der Herstellung muss außerdem ausreichend Tumorgewebe entnommen werden und die TILs müssen im Labor erfolgreich vermehrt werden, sodass am Ende das CC-38-Präparat hergestellt werden kann. Ziel der Studie ist es, die Durchführbarkeit dieses neuen TIL-basierten Herstellungs- und Verabreichungsverfahrens zu untersuchen. Die Teilnahme dient ausschließlich der Forschung. Ein persönlicher Nutzen ist nicht sicher zu erwarten.

Untersuchung der Sicherheit und Verträglichkeit von PD L 506 und der Porphyrin-Werte im Urin bei erstmaligem Darmkrebs und bei gesunden Personen

In dieser Pilotstudie wird die Sicherheit und Verträglichkeit des Prüfmedikaments PD L 506 untersucht. Das Mittel wird über den Mund (oral) eingenommen. Zudem wird geprüft, welchen diagnostischen Wert die Messung bestimmter Stoffe (Porphyrine) im Urin nach der Einnahme hat. Die Studie richtet sich an erwachsene Personen, die zum ersten Mal an Darmkrebs erkrankt sind, sowie an gesunde Personen. Die Teilnehmer erhalten das Prüfmedikament und geben anschließend Urinproben ab, um die Konzentration der Porphyrine zu bestimmen. Die Teilnahme dient ausschließlich der Forschung. Ein persönlicher Nutzen ist nicht sicher zu erwarten.

Studie zur Untersuchung der Sicherheit und der Auswirkungen gezielter Therapien bei bestimmten Patientengruppen mit metastasiertem Darmkrebs (INTRINSIC)

Diese offene, explorative Studie untersucht die Sicherheit und die Auswirkungen von zielgerichteten Therapien oder einer Immuntherapie. Die Behandlung kann als Einzeltherapie oder in Kombinationen erfolgen. Teilnehmende mit metastasiertem kolorektalem Krebs (mCRC) werden nur in Behandlungsteile aufgenommen, in denen Tumore „biomarkerpositiv“ sind. Welche Biomarker dazu gehören, ist je Behandlungsteil unterschiedlich festgelegt. Geeignete Teilnehmende mit mCRC werden anhand der Ergebnisse ihres Biomarker-Tests den passenden Behandlungsteilen zugeteilt. Vor Beginn der Studienbehandlung werden außerdem Tumorgewebeproben für eine weiterführende Biomarker-Forschung gesammelt. Die Teilnahme dient ausschließlich der Forschung. Ein persönlicher Nutzen ist nicht sicher zu erwarten.

Untersuchung von Amivantamab und FOLFIRI im Vergleich zu Cetuximab oder Bevacizumab und FOLFIRI bei Patienten mit vorbehandeltem Darmkrebs

In dieser Studie wird untersucht, welche Auswirkungen das Prüfmedikament Amivantamab in Kombination mit einer Chemotherapie (FOLFIRI) im Vergleich zu einer Standardbehandlung hat. Die Standardbehandlung besteht entweder aus Cetuximab oder Bevacizumab zusammen mit FOLFIRI. FOLFIRI ist eine Kombination aus verschiedenen Medikamenten (5-Fluorouracil, Folinsäure und Irinotecan), die häufig zur Behandlung eingesetzt werden. Die Studie richtet sich an Patienten mit Dickdarm- oder Enddarmkrebs, der zurückgekehrt ist, nicht operiert werden kann oder bereits gestreut hat (metastasiert ist). Eine Voraussetzung für die Teilnahme ist, dass der Tumor bestimmte genetische Merkmale nicht aufweist (sogenannter KRAS-, NRAS- und BRAF-Wildtyp) und die Patienten bereits zuvor eine Chemotherapie erhalten haben. Das Ziel ist es, zu vergleichen, wie lange die Teilnehmer leben, ohne dass die Erkrankung fortschreitet, und wie sich die Behandlung auf die gesamte Überlebensdauer auswirkt.

Studie zum Vergleich von Amivantamab plus mFOLFOX6 oder FOLFIRI mit Cetuximab plus mFOLFOX6 oder FOLFIRI als Erstbehandlung bei KRAS/NRAS- und BRAF-Wildtyp beim linksseitigen, nicht operierbaren oder metastasierten Darmkrebs

In dieser Studie wird untersucht, wie lange Teilnehmende ohne Fortschreiten der Erkrankung bleiben (progressionsfreies Überleben), wenn als Erstbehandlung Amivantamab in Kombination mit Chemotherapie mit 5-Fluorouracil, Calciumfolinat (folinsäurehaltige Wirkstoffe) oder Levoleucovorin, Oxaliplatin (mFOLFOX6) bzw. 5-Fluorouracil, Calciumfolinat (folinsäurehaltige Wirkstoffe) oder Levoleucovorin und zusätzlich Irinotecan-Hydrochlorid (FOLFIRI) eingesetzt wird. Die Ergebnisse werden verglichen mit einer Behandlung mit Cetuximab plus mFOLFOX6 oder FOLFIRI. Die Studie richtet sich an erwachsene Teilnehmende mit linksseitigem, nicht operierbarem oder metastasiertem Darmkrebs, dessen Tumor KRAS/NRAS und BRAF als Wildtyp (WT) trägt. Die Einteilung erfolgt basierend auf den genannten Tumoreigenschaften, die durch lokale und/oder zentrale Tests (falls verfügbar) festgestellt werden. Die Teilnahme umfasst die vorgeschriebene Behandlung und das anschließende Beobachten der Erkrankung über die Studiendauer, um zu prüfen, wie lange sie ohne Fortschreiten bleibt.

Studie zur Untersuchung von Amivantamab allein oder in Kombination mit einer Standard-Chemotherapie bei fortgeschrittenem oder metastasiertem Darmkrebs (NCT05379595)

Ziel der Studie ist, die Auswirkungen von Amivantamab auf den Tumor zu untersuchen. Amivantamab wird dabei einmal als alleinige Behandlung getestet (Kohorten A, B und C). Außerdem wird geprüft, welche empfohlene Kombinationsdosis für Phase 2 (RP2CD) gilt, wenn Amivantamab zusätzlich zur Standardtherapie (SoC) als Chemotherapie gegeben wird (Phase-1b-Kohorten). Zusätzlich wird die Sicherheit von Amivantamab untersucht, wenn es gemeinsam mit der Standard-Chemotherapie bei Menschen mit metastasiertem Darmkrebs eingesetzt wird (Phase-2-Kohorten). Die Studie richtet sich an Teilnehmende mit fortgeschrittenem oder metastasiertem kolorektalem Adenokarzinom (Darmkrebs) des Dick- oder Enddarms. Je nach Kohorte gelten unterschiedliche Voraussetzungen, zum Beispiel zur bisherigen Anzahl der Therapielinien und dazu, ob der Tumor bestimmte Eigenschaften hat. Die Teilnehmenden erhalten je nach Zuordnung Amivantamab als Monotherapie oder in Kombination mit einer Standard-Chemotherapie, zum Beispiel mFOLFOX6 oder FOLFIRI. Für bestimmte Gruppen sind Biopsien (Gewebeproben) vor Beginn der Behandlung erforderlich. In den Phasen 1b-Dosisbestätigungs-Kohorten muss außerdem eine auswertbare Erkrankung vorliegen. In den Phase-2-Kohorten muss eine messbare Erkrankung nach RECIST Version 1.1 vorhanden sein. Für Teilnehmende im gebärfähigen Alter sind Schwangerschaftstests vorgeschrieben.

Untersuchung neuer Behandlungsformen und Kombinationen bei Teilnehmern mit Darmkrebs

In dieser Studie wird untersucht, wie sicher neue Prüfmedikamente und deren Kombinationen sind. Zudem wird beobachtet, welche Wirkung diese Behandlungen auf den Krankheitsverlauf haben. Die Studie richtet sich an Patienten mit Darmkrebs (kolorektales Karzinom). Es werden Daten zur Verträglichkeit der eingesetzten Mittel gesammelt. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Dokumentation möglicher Nebenwirkungen und der Reaktion des Tumors auf die Behandlung.

Studie zur Untersuchung von Tucatinib in Kombination mit Trastuzumab und mFOLFOX6 im Vergleich zur Standardbehandlung bei HER2-positivem metastasiertem oder nicht operierbarem kolorektalem Krebs (NCT05253651)

In dieser Studie wird untersucht, ob Tucatinib zusammen mit anderen Krebsmedikamenten im Vergleich zur Standardbehandlung bessere Auswirkungen auf den Krankheitsverlauf hat. Gleichzeitig wird erfasst, welche Nebenwirkungen auftreten, wenn diese Kombination gegeben wird. Nebenwirkungen sind alle unerwünschten Wirkungen eines Medikaments auf den Körper, die nicht direkt die Behandlung der Erkrankung sind. Teilnehmende haben HER2-positiven kolorektalen Krebs, der sich im Körper ausgebreitet hat (metastasiert) und/oder nicht durch eine Operation entfernt werden kann (nicht operierbar). Die Teilnehmenden werden zufällig einer Gruppe zugeteilt. Eine Gruppe erhält Tucatinib, Trastuzumab und mFOLFOX6. Die Standardbehandlung kann je nach Zuteilung entweder mFOLFOX6 allein sein, mFOLFOX6 mit Bevacizumab oder mFOLFOX6 mit Cetuximab. mFOLFOX6 ist eine Kombination aus mehreren Medikamenten. Die Studie richtet sich an erwachsene Teilnehmende mit den genannten Krankheitsmerkmalen.

Studie zur Prüfung der Wirksamkeit und Sicherheit von Standard-Chemotherapie und Bevacizumab mit oder ohne INCA33890 in der Erstlinientherapie des metastasierten, mikrosatellitenstabilen kolorektalen Karzinoms (MSS)

Die Studie prüft, ob Standard-Chemotherapie und Bevacizumab mit oder ohne INCA33890 in der Erstlinientherapie des metastasierten, mikrosatellitenstabilen kolorektalen Karzinoms wirksam und sicher sind.

Untersuchung von Pumitamig in Kombination mit Chemotherapie im Vergleich zu Bevacizumab bei nicht operierbarem oder metastasiertem Darmkrebs

In dieser Studie untersuchen Ärzte das Prüfmedikament Pumitamig. Es wird zusammen mit einer Chemotherapie angewendet. Die Forscher vergleichen diese Behandlung mit einer Kombination aus dem Medikament Bevacizumab und einer Chemotherapie. Die Studie richtet sich an Patienten mit Darmkrebs (kolorektales Karzinom). Sie können teilnehmen, wenn Ihr Krebs bereits gestreut hat (metastasiert ist) oder durch eine Operation nicht vollständig entfernt werden kann. Zudem dürfen Sie für diese fortgeschrittene Erkrankung noch keine vorherige Behandlung erhalten haben. Das Ziel der Studie ist es, die Sicherheit der Behandlung mit Pumitamig zu prüfen. Außerdem möchten die Forscher herausfinden, welche Auswirkungen die Kombination auf den Krankheitsverlauf hat und wie sie im Vergleich zur Standardbehandlung mit Bevacizumab wirkt.

Untersuchung der Sicherheit und Wirkung von GSK5764227, allein oder in Kombination mit anderen Behandlungen, bei fortgeschrittenen Krebserkrankungen des Magen-Darm-Trakts, die nicht operiert werden können

In dieser klinischen Studie wird untersucht, wie sicher das neue Prüfmedikament GSK5764227 ist, wie der Körper es verarbeitet und welche Auswirkungen es auf den Krankheitsverlauf hat. Die Studie richtet sich an Personen mit fortgeschrittenem Krebs des Magen-Darm-Trakts, der nicht operiert werden kann oder bereits Metastasen (Tochtergeschwülste) gebildet hat. Voraussetzung für eine Teilnahme ist, dass bereits zuvor eine Behandlung gegen die Krebserkrankung stattgefunden hat.

Kombinierte Behandlung mit einem elektromagnetischen Hochfrequenzfeld (modulierte Radiofrequenz) plus TAS-102 (Lonsurf) und Bevacizumab bei vorbehandeltem, fortgeschrittenem Dickdarmkrebs mit Metastasen

Untersucht wird die Kombination aus Chemotherapie und einer Behandlung mit einem elektromagnetischen Hochfrequenzfeld bei Patientinnen und Patienten mit vorbehandeltem, fortgeschrittenem Dickdarmkrebs mit Metastasen, wenn die Leber besonders stark betroffen ist. Die Behandlung richtet sich an Menschen, bei denen der Krebs auf die bisherigen Standardtherapien nicht mehr ausreichend anspricht oder diese Therapien nicht vertragen werden bzw. nicht möglich sind. Geplant ist eine Studienteilnahme bei Erwachsenen ab 18 Jahren. Teilnahme ist nur möglich, wenn bereits mindestens zwei frühere Behandlungsserien mit Standard-Chemotherapien erfolgt sind und danach eine Resistenz (Krankheit spricht nicht ausreichend an) oder ein Versagen der Therapie vorliegt oder eine Behandlung damit nicht geeignet ist. Zusätzlich wird untersucht, wie die Therapie mit TAS-102 (Lonsurf) und Bevacizumab gemeinsam mit der elektromagnetischen Hochfrequenzfeld-Behandlung im Studiensetting durchgeführt werden kann. Voraussetzung sind u. a. ausreichende Werte für Blut, Leber und Nieren sowie bestimmte Bedingungen zur Sicherheit.

Untersuchung verschiedener Operationsmethoden bei Lebermetastasen durch Darmkrebs mit einer bestimmten genetischen Veränderung (ARMANI)

In dieser klinischen Studie werden zwei verschiedene Operationsmethoden an der Leber verglichen. Die Studie richtet sich an Personen, die an Darmkrebs mit einer bestimmten genetischen Veränderung (einer sogenannten RAS-Mutation) erkrankt sind und bei denen sich Tochtergeschwülste (Metastasen) in der Leber gebildet haben. Es wird untersucht, wie sich eine sogenannte anatomische chirurgische Entfernung im Vergleich zu einer nicht-anatomischen Entfernung auf den langfristigen Krankheitsverlauf auswirkt. Ziel der Studie ist es, mehr über die Auswirkungen der beiden chirurgischen Verfahren bei der Entfernung von Lebermetastasen zu erfahren.

Untersuchung des Prüfmedikaments BOLD-100 in Kombination mit FOLFOX bei fortgeschrittenen festen Tumoren

In dieser klinischen Studie wird das Prüfmedikament BOLD-100 untersucht. Es wird als Infusion in eine Vene verabreicht. BOLD-100 enthält einen speziellen Wirkstoff, der gezielt bestimmte Eiweiße in Tumorzellen verringern soll, während gesunde Zellen geschont werden. Die Studie richtet sich an Personen mit fortgeschrittenen festen Tumoren. In der Studie wird das Prüfmedikament BOLD-100 mit einer Standard-Chemotherapie (FOLFOX) kombiniert. Zunächst wird die Dosis schrittweise erhöht, um die Verträglichkeit und Sicherheit der Behandlung zu überprüfen. Danach wird die Studie auf eine größere Gruppe von Teilnehmenden ausgeweitet.

Untersuchung der Behandlung mit Encorafenib und Cetuximab bei Patienten mit metastasiertem Darmkrebs im Versorgungsalltag (BERING CRC)

Dies ist eine sogenannte nicht-interventionelle Studie zur Beobachtung des Einsatzes von Encorafenib und Cetuximab. Sie richtet sich an Patienten mit metastasiertem Darmkrebs (Krebs, der in andere Körperregionen gestreut hat), bei denen eine bestimmte genetische Veränderung vorliegt (BRAFV600E-Mutation). Diese Veränderung kann dazu führen, dass die Erkrankung ungünstiger verläuft als bei Patienten ohne diese Mutation. In dieser Studie werden Daten aus dem normalen Behandlungsalltag in Deutschland, Österreich und der Schweiz gesammelt. Das Ziel ist es, die Anwendung der Medikamente Encorafenib und Cetuximab in der Routineversorgung besser zu verstehen. Die Ärzte dokumentieren dabei, wie sich die Behandlung auf Ihren Krankheitsverlauf auswirkt. Zudem wird beobachtet, wie gut die Medikamente vertragen werden und wie sich Ihre Lebensqualität während der Therapie entwickelt. Da die Entscheidung für diese Behandlung bereits unabhängig von der Studie gefallen ist, erhalten Sie keine experimentellen Medikamente, sondern die vom Arzt verordnete Therapie.

Untersuchung bei Patienten mit Darmkrebs (ColoCare)

Bei diesem Projekt handelt es sich um eine internationale Beobachtungsstudie, eine sogenannte Kohortenstudie. Das Ziel ist die Begleitung und Datenerfassung von Patienten, die an Dickdarmkrebs oder Enddarmkrebs erkrankt sind. Die Studie richtet sich an Patienten mit einer Erkrankung in den Stadien I bis IV (verschiedene Schweregrade der Krebserkrankung). Auch die medizinischen Klassifikationen ICD-10 C18 bis C20 werden hierbei berücksichtigt.

Register zur Erfassung von Berichten und Videos bei Magen-Darm-Spiegelungen (ColoReg)

In dieser Registerstudie werden Berichte und Videos von Magen-Darm-Spiegelungen gesammelt. Ziel ist es, Behandlungsdaten aus dem echten Klinikalltag zu dokumentieren. Dabei wird beobachtet, welche Methoden bei der Vorbeugung und Behandlung von Darmkrebs angewendet werden und welche Ergebnisse diese erzielen. Es soll geprüft werden, ob die Ergebnisse aus kontrollierten wissenschaftlichen Studien mit der tatsächlichen Versorgung übereinstimmen. Die gesammelten Daten dienen zudem der Ausbildung von Ärztinnen und Ärzten. Aktuelle und realistische Videos sind wichtig, um Krankheitsbilder im Körperinneren besser erkennen zu können. Darüber hinaus werden die anonymisierten Daten der Forschung zur Verfügung gestellt. Dies ermöglicht den Vergleich von Studien und das Testen neuer Technologien, wie zum Beispiel Bildanalyse-Software, auf einer einheitlichen Basis. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Bewertung der Sicherheit und des Erfolgs verschiedener Techniken zur Gewebeentfernung. Untersucht wird unter anderem, ob Gewebeveränderungen vollständig entfernt werden (in mehr als 90 Prozent der Fälle) und wie selten Komplikationen wie Blutungen auftreten (in weniger als 3 Prozent der Fälle). Zusätzlich wird eine Software entwickelt, die automatisch persönliche Daten in den Videos und Berichten unkenntlich macht, um den Datenschutz zu gewährleisten.

Vergleich der Messung körperlicher Aktivität bei Krebspatienten durch Fragebögen und Bewegungsmesser

Körperliche Aktivität ist ein wichtiger Teil der Krebsbehandlung. Die genaue Messung dieser Aktivität ist jedoch oft schwierig. In dieser Studie wird die körperliche Aktivität von Patienten während ihrer Krebsbehandlung beobachtet und dokumentiert. Dafür werden Fragebögen und Bewegungsmesser (Motion Tracker) verwendet. Die Ergebnisse beider Methoden werden anschließend verglichen. So soll festgestellt werden, ob es Unterschiede zwischen den beiden Messarten gibt. Die Erkenntnisse aus dieser Studie sollen dazu beitragen, die Erfassung der körperlichen Aktivität bei Krebspatienten in Zukunft genauer zu gestalten.

Vergleich von zwei Operationsmethoden bei einem linksseitigen Darmverschluss durch Darmkrebs (COMPASS)

In dieser randomisierten Studie werden zwei verschiedene Operationsmethoden bei einem linksseitigen Darmverschluss durch Darmkrebs untersucht. Darmkrebs ist eine häufige Erkrankung. Bei etwa 20 Prozent der Betroffenen kommt es zu Beginn zu einem akuten Darmverschluss. Dies stellt einen häufigen chirurgischen Notfall dar. Aktuell gibt es zwei übliche Vorgehensweisen. Die erste Möglichkeit ist eine sofortige Notfalloperation, bei der der Tumor entfernt wird. Dabei wird manchmal ein künstlicher Darmausgang (Stoma) angelegt. Die zweite Möglichkeit erfolgt in zwei Schritten: Zuerst wird ein entlastender künstlicher Darmausgang angelegt. Nach einer Erholungsphase von etwa 20 bis 30 Tagen erfolgt dann die geplante Operation zur Entfernung des Tumors. Beide Verfahren haben Vor- und Nachteile. Bisherige Daten weisen darauf hin, dass das zweistufige Verfahren die Sterblichkeit in den ersten 90 Tagen nach dem Eingriff senken und die Zahl der dauerhaften künstlichen Darmausgänge verringern könnte. Ziel der Studie ist es, die Auswirkungen beider Operationsmethoden auf den Krankheitsverlauf, die Erholung nach der Operation und die Lebensqualität genau zu vergleichen.

Studie zur Untersuchung der Sicherheit und Wirkung des medizinischen Geräts CG-100

In dieser randomisierten Studie (Zuteilung der Teilnehmer zu verschiedenen Gruppen per Zufall) wird die Sicherheit und Wirkung des medizinischen Geräts CG-100 untersucht. Ziel der Studie ist es zu prüfen, ob durch den Einsatz dieses Geräts seltener ein künstlicher Darmausgang (Stoma) angelegt werden muss. Die Studie richtet sich an Personen, bei denen eine operative Entfernung von Teilen des Enddarms (mesorektale Exzision) geplant ist.

Untersuchung von Sicherheit und Wirksamkeit einer lebergerichteten hochdosierten Melphalan-Therapie gefolgt von zugelassener Krebstherapie versus zugelassener Krebstherapie allein bei Patient:innen mit metastasiertem kolorektalem Krebs und Leberdominanz

Ziel dieser Studie ist zu prüfen, ob eine lebergerichtete Therapie mit hochdosierter Chemotherapie, gefolgt von einer zugelassenen Krebstherapie, sicher und verträglich ist bei Patient:innen mit Darmkrebs, der in die Leber gestreut hat. Zudem wird untersucht, ob die lebergerichtete Therapie die Erkrankung in der Leber beeinflusst. Es wird verglichen, ob die Kombination (lebergerichtete Therapie plus zugelassene Therapie) sich unterscheidet von der zugelassenen Therapie allein. Teilnehmende werden: - Bis zu zwei Verfahren mit lebergerichteter hochdosierter Chemotherapie erhalten, gefolgt von einer zugelassenen Krebstherapie, oder nur die zugelassene Krebstherapie erhalten. - Mindestens alle zwei Wochen zur Untersuchung und für Tests in die Klinik kommen. - Ungefähr alle zwei Monate bildgebende Untersuchungen (Scans) durchführen lassen.

Untersuchung von Risikofaktoren aus Umwelt und Körper für Darmkrebs in jungen Jahren

Es wird weltweit eine Zunahme von Darmkrebsfällen bei Personen unter 50 Jahren beobachtet. Diese Fall-Kontroll-Studie untersucht mögliche Ursachen für diese Entwicklung. Dabei wird analysiert, welche Rolle Ernährung, Lebensstil und genetische Faktoren spielen. Ziel ist es, das Risiko für eine Erkrankung in jungen Jahren besser abschätzen zu können. Teilnehmen können Patientinnen und Patienten, bei denen vor Kurzem Darmkrebs diagnostiziert wurde, sowie gesunde Personen als Vergleichsgruppe. Die Teilnehmenden füllen Fragebögen zu ihren Essgewohnheiten und ihrem Lebensstil aus. Bei den gesunden Teilnehmenden wird zusätzlich ein Test auf verborgenes Blut im Stuhl durchgeführt. Die Teilnahme dient ausschließlich der Forschung. Ein persönlicher Nutzen ist nicht sicher zu erwarten.

Fruquintinib bei Patientinnen und Patienten mit metastasiertem Kolorektalkrebs

FRUQUENT ist eine Studie zur Beobachtung / Dokumentation des Einsatzes in Deutschland. Ziel der Studie ist es zu untersuchen, wie sich Fruquintinib bei Patientinnen und Patienten mit metastasiertem Kolorektalkrebs (mCRC) auf den Krankheitsverlauf auswirkt, nachdem bereits verfügbare Standardtherapien eingesetzt wurden. Dazu wird in der täglichen Behandlung (klinische Routine) ausgewertet, wie gut die Patientinnen und Patienten auf die Therapie ansprechen. Weitere Schwerpunkte sind Überlebensdaten, Sicherheitsdaten, die Nutzung von medizinischen Behandlungsangeboten sowie die Lebensqualität der Patientinnen und Patienten, die Fruquintinib erhalten. Die Behandlung erfolgt so, wie es die behandelnde Ärztin oder der behandelnde Arzt entscheidet und wie es in der Routine üblich ist. Zusätzlich wird ein Projekt der translationalen Forschung durchgeführt. Dabei werden reale Behandlungsdaten mit Grundlagenforschung kombiniert, um Patientengruppen hinsichtlich des therapeutischen Nutzens von Fruquintinib besser einzuordnen.

Futibatinib in Kombination mit (Chemo-)Immuntherapie bei Darmkrebs und anderen soliden Tumoren

Bei der FUTURE-Studie handelt es sich um eine prospektive, multizentrische, explorative Plattformstudie der Phase II mit offenem Studiendesign. Ziel ist es, die Auswirkungen auf den Krankheitsverlauf (Wirksamkeit im Sinne von Wirkkriterien), die Durchführbarkeit (Feasibility) und die Sicherheit zu untersuchen, wenn Futibatinib zusammen mit immuntherapeutischen, zielgerichteten oder chemotherapeutischen Wirkstoffen eingesetzt wird. Außerdem sollen Biomarker (biologische Merkmale) gefunden werden, die mit dem klinischen Ergebnis zusammenhängen. Die Studie richtet sich an Erwachsene ab 18 Jahren mit histologisch gesichertem, fortgeschrittenem (nicht operierbarem und/oder metastasiertem) Darmkrebs. Je nach Behandlungsarm können auch andere soliden Tumorarten eingeschlossen werden. Die Studie umfasst eine zusätzliche Einbindung in ein begleitendes Programm für translationalen (auf die Untersuchung am Patienten und im Labor bezogenen) Forschungsansatz. Die Teilnahme erfolgt in festgelegten Behandlungskohorten und wird anhand der angegebenen Ein- und Ausschlusskriterien geprüft.

Überprüfung von Bluttests zur Erkennung von Tumor-DNA bei Darmkrebs (GUIDE.MRD-01-CRC)

In dieser Studie zur Bewertung von Diagnoseverfahren wird untersucht, wie gut sich verschiedene Bluttests für Patienten mit Darmkrebs eignen. Um Krebsbehandlungen genau auf den Einzelnen abzustimmen, sind präzise Diagnosemethoden nötig. Bei Darmkrebs sind die derzeitigen Verfahren oft nicht genau genug, um zu entscheiden, wer nach einer Operation weitere Behandlungen benötigt. Dadurch erhalten manche Patienten mehr Therapie als nötig, während andere zu wenig bekommen. Es gibt ein neues Verfahren, mit dem geprüft werden kann, ob noch Reste der Erkrankung im Körper vorhanden sind. Dabei sucht man im Blut nach sogenannter zirkulierender Tumor-DNA (ctDNA). Das sind winzige Spuren des Erbmaterials vom Tumor. Diese Tests können helfen zu entscheiden, ob nach einer Operation weitere Maßnahmen sinnvoll sind. Da es mittlerweile viele solcher Tests gibt, soll in dieser Studie herausgefunden werden, welcher Test zu welchem Zeitpunkt die verlässlichsten Ergebnisse liefert. Ein Experten-Netzwerk (das GUIDE.MRD-Konsortium) führt diese Untersuchung durch. Ziel ist es, einheitliche Standards für diese Tests festzulegen und Daten zu sammeln, um zukünftig die passende Behandlungsstrategie für jeden Patienten besser auswählen zu können.

Hyperthermie zusammen mit Radiochemotherapie bei lokal fortgeschrittenem Rektumkrebs

Ziel dieser klinischen Studie ist es, die Auswirkungen einer tiefen regionalen Hyperthermie (gezielte Erwärmung von Tumorgewebe) in Kombination mit Radiochemotherapie und anschließend einer Konsolidierungschemotherapie bei lokal fortgeschrittenem Rektumkrebs zu untersuchen. Untersucht wird unter anderem, ob eine Operation vermieden werden kann, wenn der Tumor vollständig zurückgeht. Außerdem wird die Häufigkeit des erneuten lokalen Tumorwachstums (Local re-growth rate) erfasst. Weitere Fragen sind, ob die Behandlung sicher ist, wie sich die Therapie auf die Lebensqualität auswirkt und wie häufig eine Operation möglich ist, bei der der Schließmuskel (bei Bedarf) erhalten werden kann (sphincter-sparing surgery). Zudem werden die pathologischen Befunde und die Tumor-„Herabstufung“ (tumor downstaging) nach der Behandlung ausgewertet. Während der Therapie wird außerdem beurteilt, wie es um die Kontinenz (Stuhlkontrolle) steht. Teilnehmende erhalten eine Radiochemotherapie mit oder ohne Zusatz von Hyperthermie. Die Zuordnung erfolgt im Verhältnis 50:50 (Zufallszuteilung). Danach folgt eine Standard-Konsolidierungschemotherapie. Nach der Beurteilung der Behandlungsergebnisse wird entweder eine Operation durchgeführt oder eine nicht-operative Behandlung fortgesetzt.

Untersuchung der Anwendung von Vaginaldehnern während der Bestrahlung bei Patientinnen mit Analkrebs (DILANA)

In dieser Studie untersuchen Forschende, wie sich der Einsatz von Vaginaldehnern (Dilatoren) während einer Bestrahlung auf die Vagina (Scheide) auswirkt. Das Ziel ist es, mögliche Verengungen der Scheide zu erfassen und zu verringern. Fachleute nennen eine solche Verengung "Vaginalstenose". Als Messinstrument dient ein Set aus handelsüblichen Vaginaldehnern. Die Forschenden messen, ob und wie stark sich der Durchmesser der Vagina im Vergleich zum Beginn der Behandlung verkleinert. Eine Verkleinerung des Durchmessers um weniger als 20 % wird als Grad 1 eingestuft. Bei einer stärkeren Verkleinerung erfolgt die Einteilung in höhere Grade (Grad 2 bis 4). Grad 4 bedeutet beispielsweise eine Verkleinerung um 50 % oder mehr. Es wird geprüft, ob eine erweiterte Nutzung der Vaginaldehner während der Bestrahlung dazu führt, dass 12 Monate später weniger Verengungen auftreten. Die Forschenden möchten herausfinden, ob die Rate an Verengungen durch diese Methode im Vergleich zu früheren Beobachtungen gesenkt werden kann.

Untersuchung zur Vorhersage von Operationsrisiken bei Darmkrebs mithilfe von Künstlicher Intelligenz (KIA-Korekt)

Komplikationen während oder nach einer Operation bei Darmkrebs sind eine häufige Ursache für gesundheitliche Probleme. Bisherige Methoden zur Risikoeinschätzung sind oft nicht genau genug, um die individuellen Besonderheiten der Erkrankung zu erfassen. In dieser Beobachtungsstudie wird untersucht, ob sich mögliche Komplikationen durch die Analyse von medizinischen Bildern mithilfe von Künstlicher Intelligenz (KI) besser vorhersagen lassen. Dafür werden verschiedene Bilddaten kombiniert. Dazu gehören digitale Gewebeuntersuchungen (feingewebliche Bilder), Aufnahmen aus der Computertomografie (CT) und Magnetresonanztomografie (MRT) sowie spezielle Gewebeanalysen. Die Daten werden einzeln und in Kombination von Computerprogrammen ausgewertet. Ziel ist es, Risiken wie undichte Nähte am Darm, Wundinfektionen, Blutvergiftungen (Sepsis), die Notwendigkeit einer Intensivbehandlung oder das Versterben innerhalb von 30 Tagen nach der Operation frühzeitig zu erkennen. Die Untersuchung umfasst Daten von etwa 750 Personen, die zwischen 2011 und 2021 behandelt wurden (rückblickende Auswertung). Zusätzlich werden von 2026 bis 2028 etwa 210 neue Patientinnen und Patienten in die Studie aufgenommen. Die Durchführung erfolgt am Universitätsklinikum Brandenburg an der Medizinischen Hochschule Brandenburg Theodor Fontane in Zusammenarbeit mit der Technischen Universität Dresden.

Untersuchung der Dichtigkeit der Nahtverbindung zwischen Dünn- und Dickdarm nach einer Teilentfernung des rechten Dickdarms

In dieser klinischen Studie wird der Einsatz des Nahtmaterials MonoPlus® beobachtet. Es geht um Operationen, bei denen der rechte Teil des Dickdarms entfernt wird (Rechtsseitige Hemikolektomie). Nach der Entfernung werden der Dünndarm und der verbliebene Dickdarm wieder miteinander verbunden. Diese neue Verbindung nennt man Anastomose. Das Ziel der Untersuchung ist es, festzustellen, wie oft es in den ersten 30 Tagen nach der Operation zu Undichtigkeiten an dieser Nahtstelle kommt. Die Ergebnisse werden mit bekannten Werten aus der Fachliteratur verglichen. Dabei wird geprüft, ob das verwendete Nahtmaterial vergleichbare Ergebnisse liefert wie andere Methoden, bei denen die Verbindung komplett von Hand oder mit Klammernahtgeräten genäht wurde.

Studie zur Leberlebendspende mit zweistufiger Leberentfernung bei Patienten mit nicht operablen Lebermetastasen durch Darmkrebs

Etwa ein Drittel der Patienten mit Darmkrebs entwickelt Absiedelungen in der Leber (Lebermetastasen). Eine vollständige operative Entfernung des Tumors ist oft entscheidend für den langfristigen Verlauf der Erkrankung. Allerdings können bei vielen Patienten die Metastasen nicht auf herkömmliche Weise operiert werden. In dieser Studie wird untersucht, ob eine Lebertransplantation bei sorgfältig ausgewählten Patienten eine mögliche Behandlungsoption darstellt. Es wird ein Verfahren angewendet, das eine zweistufige Leberentfernung (Hepatektomie) mit einer Leberlebendspende kombiniert. Dabei spendet eine gesunde Person den linken Leberlappen. Zunächst wird die linke Leberhälfte des Patienten entfernt und durch das Spenderstück ersetzt. Die Blutversorgung der verbliebenen rechten Leberhälfte des Patienten wird so verändert, dass das transplantierte Stück schnell wachsen kann. Der zweite Schritt der Operation erfolgt nach einer Wachstumsphase des transplantierten Leberstücks. Dabei wird die verbliebene rechte Leberhälfte des Patienten entfernt. Ziel ist es, dass der Patient zu diesem Zeitpunkt tumorfrei ist.

Untersuchung zur Sichtbarmachung von Lymphknoten mit einem Leuchtfarbstoff bei Dickdarmkrebs

In dieser Studie wird untersucht, wo genau die Lymphknoten liegen, die Gewebewasser aus dem Bereich des Tumors ableiten. Das Ziel ist festzustellen, ob sich diese Lymphknoten nur innerhalb der Grenzen der üblichen Operation befinden oder ob sie teilweise auch außerhalb dieses Bereichs liegen. Um die Lymphknoten sichtbar zu machen, wird ein spezieller Farbstoff namens Indocyaningrün verwendet. Dieser bringt die entsprechenden Knoten zum Leuchten (Fluoreszenz). Es wird dokumentiert, wo die leuchtenden Knoten liegen, ob sie auf den Farbstoff reagieren und ob sie von Krebszellen betroffen sind.

Multizentrische Datenerhebung zur Entwicklung und Bewertung neuartiger Methoden für Darmkrebs-Screening und Diagnostik

In dieser Studie zur Datenerhebung, Entwicklung und Bewertung werden neuartige Screening- und Diagnostikmethoden für Darmkrebs (CRC) untersucht. Ziel ist es, einfach zugängliche Diagnose-Tools für Personen mit hohem Risiko in verschiedenen europäischen Bevölkerungsgruppen zu entwickeln. Die Screening-Technologien sollen geringe Kosten verursachen und eine hohe Trefferquote bei der Unterscheidung zwischen Erkrankung und Nicht-Erkrankung haben. Die Studie richtet sich an Erwachsene. Es gibt verschiedene Gruppen: eine CRC-Gruppe mit einem positiven Ergebnis nach der Darmspiegelung, Kontrollgruppen mit erhöhtem Risiko und entweder mit oder ohne Polypen sowie eine Kontrollgruppe ohne bekannte Risikofaktoren. Alle Teilnehmenden erhalten je nach Gruppe bestimmte Untersuchungen, unter anderem einen Test auf Blut im Stuhl (FOBT), eine Darmspiegelung (Koloskopie) und bei Bedarf eine Gewebeprobe (Gewebe-Biopsie). Vorgesehen ist die Teilnahme nur dann, wenn vorab die Einwilligung unterschrieben wird und alle Studienabläufe eingehalten werden können. Die Einordnung in die Gruppen erfolgt anhand der Ergebnisse der Darmspiegelung und der vorhandenen Risikofaktoren.

Untersuchung zum Organerhalt bei Enddarmkrebs mittels MRT-gesteuerter Strahlentherapie mit erhöhter Dosis

In dieser klinischen Studie wird untersucht, ob eine spezielle Form der Bestrahlung bei Enddarmkrebs im unteren Bereich dazu beitragen kann, den Enddarm zu erhalten. Dabei kommt ein sogenannter MR-Linac zum Einsatz. Dies ist ein Bestrahlungsgerät, das während der Behandlung durch Magnetresonanztomographie (MRT-Bildgebung) gesteuert wird. Ziel ist es festzustellen, ob diese Methode in Kombination mit einer erhöhten Strahlendosis einen operativen Eingriff zur Entfernung des Darms vermeiden kann. Die teilnehmenden Patientinnen und Patienten erhalten die Strahlentherapie zusammen mit einer üblichen Chemotherapie. Es wird beobachtet, wie gut diese Kombination vertragen wird und welche Auswirkungen sie auf den Tumor hat.

Untersuchung der Leistung von SGM-101 zur Abgrenzung von Tumoren und Metastasen bei Operationen wegen Darmkrebs

Untersucht wird die Leistung von SGM-101, einem bildgebenden Mittel, das während der Operation eingesetzt wird. Die Darstellung von SGM-101 wird mit der normalen Darstellung mit „weißem Licht“ während der operativen Entfernung von Darmkrebs verglichen. Die Studie richtet sich an Personen, die sich einer geplanten Operation wegen kolorektalem (Darm-)Krebs unterziehen. Dabei soll untersucht werden, wie gut sich Tumorbereiche und Metastasen sichtbar abgrenzen lassen, sowohl bei neuem Tumor (primär) als auch bei Rückfall (rezidivierend) sowie bei Befall im Bauchfell (peritoneal).

Untersuchung der Medikamente Ivonescimab oder Bevacizumab in Kombination mit FOLFOX bei metastasiertem Darmkrebs (HARMONi-GI3)

Diese klinische Studie der Phase 3 untersucht den Einsatz verschiedener Medikamente bei metastasiertem Darmkrebs (kolorektales Karzinom). Die Studie richtet sich an Patientinnen und Patienten, die bisher noch keine medikamentöse Behandlung für ihre fortgeschrittene Erkrankung erhalten haben (Erstlinienbehandlung). Es wird untersucht, wie sich das Prüfmedikament Ivonescimab im Vergleich zum bereits zugelassenen Medikament Bevacizumab auf den Krankheitsverlauf auswirkt. Beide Medikamente werden jeweils mit einer Standard-Chemotherapie namens FOLFOX (bestehend aus Oxaliplatin, Folinsäure und 5-Fluorouracil) kombiniert. Die Zuteilung zu einer der beiden Behandlungsgruppen erfolgt zufällig (randomisiert). Weder die behandelnden Ärztinnen und Ärzte noch die Teilnehmenden wissen, welches der beiden Medikamente (Ivonescimab oder Bevacizumab) verabreicht wird (doppelblind). Dies dient dazu, die Ergebnisse möglichst objektiv zu erfassen.

Chemotherapie nach Resektion oder Ablation bei metastasiertem Dickdarm- oder Enddarmkrebs (FIRE-9 – PORT / AIO-KRK-0418)

Bei dieser Studie handelt es sich um eine offene, randomisierte, kontrollierte, multizentrische Phase-III-Studie mit zwei Gruppen, die parallel nebeneinander laufen. Ziel ist es, nach einer endgültigen operativen Behandlung aller nachgewiesenen Tumorherde (Resektion/Ablation) zu untersuchen, ob eine zusätzliche Behandlung mit mFOLFOXIRI/mFOLFOX-6 (Arm A) im Vergleich zu einer aktiven Nachbeobachtung ohne diese zusätzliche Chemotherapie (Arm B) Auswirkungen auf den Krankheitsverlauf hat. Außerdem wird die Lebensqualität aus Sicht der Patientinnen und Patienten sowie die Sicherheit der Behandlung betrachtet. Die Teilnehmenden mit metastasiertem Dickdarm- oder Enddarmkrebs werden im Verhältnis 2:1 (zugunsten der aktiven Behandlung) zugeteilt. Arm A erhält als additive Therapie mFOLFOXIRI/mFOLFOX-6. Arm B erhält eine aktive Verlaufskontrolle (Follow-up/Surveillance). Hinweis: Diese Studie ist offen, d. h. Behandelnde und Teilnehmende wissen, welche Behandlung zugeteilt wurde.

Untersuchung verschiedener Nachsorgeprogramme für Patienten mit Darmbeschwerden nach einer Operation bei Enddarmkrebs (LARS)

Nach einer Operation bei Enddarmkrebs (Rektumkarzinom) können verschiedene Beschwerden bei der Verdauung auftreten. Dazu gehören veränderter Stuhlgang, ungewollter Stuhlverlust (Inkontinenz) oder plötzlicher Stuhldrang. Diese Beschwerden werden als tiefes anteriores Resektionssyndrom (LARS) bezeichnet und können die Lebensqualität stark einschränken. Bei dieser Untersuchung handelt es sich um eine vergleichende Studie, bei der zwei verschiedene Arten der Nachsorge beobachtet werden. Ziel der Studie ist es zu untersuchen, wie sich eine intensivere Betreuung über ein Jahr nach der Rückverlegung eines künstlichen Darmausgangs (Stoma) auf die Lebensqualität auswirkt. Die Teilnehmenden werden zufällig in zwei Gruppen eingeteilt. In der ersten Gruppe erfolgt die übliche Standardnachsorge. Dabei werden die Patienten über mögliche Beschwerden aufgeklärt, nach vier Wochen einmalig angerufen und können sich bei Problemen selbstständig im Behandlungszentrum melden. In der zweiten Gruppe werden die Patienten im ersten Jahr alle drei Monate aktiv vom Behandlungszentrum kontaktiert. Dabei wird nach den Beschwerden gefragt, um bei Bedarf passende Behandlungsmaßnahmen einzuleiten. Nach einem Jahr wird in beiden Gruppen erfasst, wie sich die Lebensqualität, die Stärke der Beschwerden und die seelische Gesundheit entwickelt haben. Zudem wird dokumentiert, wie gut die empfohlenen Behandlungen umgesetzt wurden.

Vorbeugung von Darmkrebs bei jungen Erwachsenen

Diese Studie zur Beobachtung untersucht das Auftreten von Darmkrebs bei jungen Erwachsenen. Ziel ist es, mehr über die Vorbeugung dieser Erkrankung herauszufinden. An der Untersuchung nehmen insgesamt 1.600 Personen im Alter von 18 bis 49 Jahren aus ganz Deutschland teil. Davon sind 800 Personen an Darmkrebs erkrankt. Die anderen 800 Personen sind nicht an Darmkrebs erkrankt und dienen als Vergleichsgruppe. Die Teilnahme dient ausschließlich der Forschung. Ein persönlicher Nutzen ist nicht sicher zu erwarten.

Präoperative FOLFOX versus postoperative, risikoangepasste Chemotherapie bei lokal fortgeschrittenem Rektumkrebs

Bei dieser Studie zur Beobachtung / Dokumentation des Einsatzes handelt es sich um eine multizentrische, prospektive, randomisierte, geschichtete kontrollierte Studie mit offener Durchführung. Verglichen wird eine präoperative Chemotherapie mit FOLFOX gegenüber einer postoperativen, risikoangepassten Chemotherapie. Ziel ist die Untersuchung von Patientinnen und Patienten mit lokal fortgeschrittenem Rektumkrebs, die ein niedriges Risiko für ein lokales Wiederauftreten haben. Die Einteilung in die passende Behandlungsgruppe erfolgt nach einer Stratifizierung. Für die Teilnahme wird vor allem eine genaue Tumor-Einordnung mithilfe von Untersuchungen wie MRT des Beckens sowie weiteren bildgebenden Verfahren benötigt. Danach wird die jeweilige Chemotherapie vor bzw. nach der Operation nach festgelegtem Plan durchgeführt. Die Studie richtet sich an Erwachsene ab 18 Jahren mit histologisch gesichertem Rektumadenokarzinom in einem bestimmten Bereich innerhalb des Enddarms und mit passenden Kriterien aus der Bildgebung. Für die Aufnahme sind außerdem Blutwerte, Organfunktionen und ein ausreichender Allgemeinzustand erforderlich.

Untersuchung der Lebensqualität nach einer kombinierten Strahlen- und Chemotherapie bei Analkrebs (LANACARE)

In dieser Beobachtungsstudie werden Daten zur Lebensqualität bei Patienten mit Analkrebs gesammelt. Die Teilnehmer erhalten eine sogenannte definitive Chemostrahlentherapie. Das ist eine Kombination aus Bestrahlung und Medikamenten (Chemotherapie), die als Hauptbehandlung eingesetzt wird. Es wird untersucht, wie sich die Lebensqualität und der Krankheitsverlauf über die Zeit entwickeln. Auch die körperlichen Funktionen und mögliche Nebenwirkungen der Behandlung werden dokumentiert. Dafür füllen die Teilnehmer regelmäßig standardisierte Fragebögen (EORTC) aus.

Untersuchung der Lebensqualität nach einer Bestrahlung oder Strahlenchemotherapie vor der Operation bei Enddarmkrebs

In dieser Studie beobachten und dokumentieren Ärzte den Verlauf Ihrer Behandlung. Sie richtet sich an Patienten, die vor einer Operation eine kurzzeitige Bestrahlung oder eine länger andauernde Kombination aus Bestrahlung und Chemotherapie (Strahlenchemotherapie) erhalten. Das Ziel ist es, Ihre Lebensqualität über einen längeren Zeitraum zu erfassen. Hierfür füllen Sie spezielle Fragebögen aus (EORTC-Fragebögen). Außerdem untersuchen die Ärzte, wie gut Ihre körperlichen Funktionen erhalten bleiben, wie sich die Krebserkrankung entwickelt und ob Nebenwirkungen auftreten.

Untersuchung zur Vorhersage der Reaktion auf eine erwärmte Chemotherapie im Bauchraum bei Magen- und Darmkrebs

In dieser Studie wird Gewebe untersucht, das bei Patienten mit Magen- oder Darmkrebs entnommen wird, wenn sich der Krebs bereits in das Bauchfell ausgebreitet hat (Peritonealkarzinose). Wenn Sie an der Studie teilnehmen, wird Ihnen während Ihrer geplanten Operation eine Gewebeprobe (Biopsie) des Tumors entnommen. Die Operation selbst folgt dem normalen medizinischen Standard: Der Haupttumor und eventuelle Tochtergeschwülste werden entfernt. Anschließend erfolgt eine Spülung des Bauchraums mit erwärmter Chemotherapie (HIPEC), wie es im Krankenhaus üblich ist. Im Forschungslabor werden aus Ihrer Gewebeprobe winzige Tumorkulturen (sogenannte Organoide) gezüchtet. An diesen Kulturen testen die Forscher verschiedene Krebsmedikamente. Zudem wird das Erbgut der Tumorzellen genau untersucht. Das Ziel ist es, Veränderungen zu finden, die in Zukunft möglicherweise gezielt mit Medikamenten behandelt werden können.

Untersuchung der Bedeutung bestimmter Gewebemerkmale für den Krankheitsverlauf bei Darmkrebs im Stadium I, II und III (Colopredict Plus 2.0)

Diese Studie zur Beobachtung und Dokumentation (Registerstudie) richtet sich an Patientinnen und Patienten mit Darmkrebs (Kolonkarzinom) in den Stadien I, II und III. Ziel der Studie ist es, den Krankheitsverlauf und die medizinische Versorgung über einen Zeitraum von 5 Jahren zu dokumentieren und auszuwerten. Dabei werden sowohl neue Patientinnen und Patienten aufgenommen als auch Daten aus der Vergangenheit berücksichtigt. Besonders untersucht wird die Bedeutung bestimmter genetischer Merkmale im Tumorgewebe. Dabei handelt es sich um die sogenannte Mikrosatelliteninstabilität (MSI) und eine Veränderung im RAS-Gen. Es wird geprüft, wie sich diese Merkmale auf den weiteren Krankheitsverlauf bei Darmkrebs im Stadium II ohne weitere Risikofaktoren auswirken. Dafür werden Gewebeproben des Tumors auf diese Merkmale hin untersucht. Gleichzeitig werden medizinische Daten zum Krankheitsverlauf und zu den Gewebeeigenschaften gesammelt. Das Hauptziel ist es zu beobachten, wie viele Patientinnen und Patienten nach 5 Jahren ohne Rückfall der Erkrankung leben.

Sacituzumab-Govitecan bei metastasiertem Darmkrebs (UICC-Stadium IV)

Bei der Studie handelt es sich um eine Phase-II/III-Studie zur Beobachtung / Dokumentation des Einsatzes von Sacituzumab Govitecan (SG) bei Patientinnen und Patienten mit metastasiertem Darmkrebs. Die Studie ist offen (ohne Verblindung) und findet in mehreren Zentren statt. In Deutschland nehmen mindestens vier Zentren teil. Untersucht wird SG bei Erwachsenen (ab 18 Jahren), deren Darmkrebs UICC-Stadium IV hat und die für eine lokale Behandlung nicht geeignet sind. Voraussetzung ist, dass bereits mindestens zwei vorherige Behandlungsreihen der Standardchemotherapie nicht gewirkt haben oder nicht vertragen wurden. In den vorherigen Therapien müssen Fluoropyrimidin (5-Fluorouracil oder entsprechende Wirkstoffformen), Oxaliplatin und Irinotecan (oder eine Kombination daraus) enthalten gewesen sein. Eine obere Grenze für die Anzahl der bisherigen Therapie-Reihen gibt es nicht. Biologische Wirkstoffe, Antikörper oder kleine Moleküle (einschließlich anti-EGFR- und anti-VEGF-bezogener Therapien) dürfen vorher gegeben worden sein, müssen aber nicht. Trifluridin/Tipiracil (TAS102) oder Regorafenib dürfen als vorherige Therapien genutzt worden sein, sind jedoch nicht verpflichtend. Alle Teilnehmenden müssen außerdem eine Irinotecan-freie Zeit von mindestens 6 Monaten nachweisen. Die Studie hat zwei Teile. Teil I ist ein einzelner Behandlungsarm in einer „run-in“-Phase mit 20 Patientinnen und Patienten, die SG erhalten. Teil II ist eine randomisierte, offene Phase mit 1:1-Zuteilung. Dabei erhalten 30 Patientinnen und Patienten SG und 30 Patientinnen und Patienten eine Behandlung nach Wahl der behandelnden Ärztinnen und Ärzte (Physicians Choice, PhC). Ein Wechsel in den SG-Arm ist möglich, wenn unter der Standardbehandlung (PhC) ein Fortschreiten der Erkrankung auftritt. Teil II wird nur gestartet, wenn in Teil I eine ausreichende klinische Aktivität und Wirksamkeit beobachtet wird.

Untersuchung der Sicherheit von HRX215 bei Personen nach einer teilweisen Entfernung der Leber

In dieser klinischen Studie wird untersucht, ob das Prüfmedikament HRX215 sicher, gut verträglich und aktiv ist. Die Studie richtet sich an Erwachsene, bei denen aufgrund von Tochtergeschwülsten (Metastasen) eines Darmkrebses ein Teil der Leber operativ entfernt wurde. Ziel der Studie ist es, mehr über die Sicherheit und Verträglichkeit von HRX215 zu erfahren. Zudem wird beobachtet, wie der Körper das Prüfmedikament aufnimmt, verteilt und wieder ausscheidet. Ein weiteres Ziel ist die Untersuchung der klinischen Wirkung von HRX215. Dabei wird HRX215 mit einem Placebo (einem Scheinmedikament ohne Wirkstoff) verglichen, um die Sicherheit, Verträglichkeit und klinische Wirkung bei den Teilnehmenden zu untersuchen.

Untersuchung der stereotaktischen Bestrahlung bei seltenen Krebsarten mit wenigen Metastasen (OligoRARE)

In dieser klinischen Phase-III-Studie wird der Einsatz einer hochpräzisen Bestrahlung (stereotaktische Körperstrahlentherapie oder SBRT) zusätzlich zur üblichen Standardbehandlung untersucht. Die Studie richtet sich an Patienten mit seltenen Krebsarten, bei denen sich nur eine geringe Anzahl von Tochtergeschwülsten (Metastasen) gebildet hat. Die Teilnehmenden werden per Zufallsprinzip in zwei Gruppen eingeteilt. Eine Gruppe erhält die aktuelle Standardbehandlung für ihre Erkrankung. Die andere Gruppe erhält die Standardbehandlung und zusätzlich eine gezielte Bestrahlung aller bekannten Metastasen. Ziel ist es festzustellen, ob die zusätzliche Bestrahlung Auswirkungen auf die Überlebenszeit der Patienten hat, verglichen mit der alleinigen Standardbehandlung.

Untersuchung von Datopotamab-Deruxtecan (Dato-DXd) als Einzeltherapie und in Kombination mit Antikrebsmitteln bei fortgeschrittenen soliden Tumoren (TROPION-PanTumor03)

TROPION-PanTumor03 untersucht bei Patientinnen und Patienten mit fortgeschrittenen oder metastasierten soliden Tumoren die Sicherheit, Verträglichkeit und die Auswirkungen auf den Krankheitsverlauf durch Datopotamab Deruxtecan (Dato-DXd) als Einzeltherapie und in Kombination mit anderen Antikrebsmitteln. Die Studie richtet sich an Erwachsene ab 18 Jahren mit einer dokumentierten fortgeschrittenen oder metastasierten Krebserkrankung. Vor Beginn der Behandlung müssen geeignete Tumorproben für Untersuchungen bereitgestellt werden. Außerdem wird eine messbare Tumorstelle benötigt (mit einer Ausnahme in Substudie 3 bei Prostatakrebs). Weitere Inhalte der Studie umfassen eine Einteilung nach dem Allgemeinzustand. Dosisänderungen und Behandlung laufen entsprechend dem Studienprotokoll. Zusätzlich kann eine optionale genetische Forschung angeboten werden, die vor der Probenentnahme schriftlich bestätigt werden muss, wenn daran teilgenommen werden soll.

Untersuchung von Dostarlimab bei unbehandeltem, operierbarem Dickdarmkrebs mit bestimmten genetischen Merkmalen (dMMR/MSI-H)

In dieser klinischen Studie wird die Wirkung des Prüfmedikaments Dostarlimab im Vergleich zur Standardbehandlung untersucht. Dostarlimab wird dabei vor und nach einer Operation (perioperativ) verabreicht. Ziel ist es zu prüfen, wie sich das Medikament auf den Krankheitsverlauf auswirkt. Die Studie richtet sich an Personen mit unbehandeltem Dickdarmkrebs, der operativ entfernt werden kann (Stadium III oder T4N0). Eine weitere Voraussetzung ist, dass der Tumor bestimmte genetische Eigenschaften aufweist, die als dMMR oder MSI-H bezeichnet werden.

Untersuchung von Sotorasib, Panitumumab und FOLFIRI im Vergleich zur Standardbehandlung bei Patienten mit metastasiertem Darmkrebs und einer KRAS p.G12C-Mutation

In dieser Studie untersuchen Ärzte die Auswirkungen einer Kombination aus den Medikamenten Sotorasib, Panitumumab und einer Chemotherapie (genannt FOLFIRI). Diese Kombination wird mit einer Standardbehandlung (FOLFIRI, mit oder ohne das Medikament Bevacizumab) verglichen. Die Studie richtet sich an Patienten mit fortgeschrittenem Darmkrebs, deren Tumor eine bestimmte genetische Veränderung aufweist (KRAS p.G12C-Mutation) und die für diese fortgeschrittene Erkrankung bisher noch keine Behandlung erhalten haben. Das Ziel ist herauszufinden, wie sich die unterschiedlichen Behandlungen auf den Krankheitsverlauf auswirken. Insbesondere wird beobachtet, wie lange die Erkrankung stabil bleibt, ohne weiter fortzuschreiten (das sogenannte progressionsfreie Überleben).

Symbiotic-GI-03: Studie zum Prüfmedikament PF-08634404 in Kombination mit zugelassener Chemotherapie bei Erwachsenen mit metastasiertem kolorektalem Krebs

Ziel dieser Studie ist es, mehr über ein neues Prüfmedikament namens PF-08634404 zu lernen und zu untersuchen, welche Auswirkungen die Kombination mit einer zugelassenen Chemotherapie bei Erwachsenen mit metastasiertem kolorektalem Krebs hat. Es werden Auswirkungen auf den Krankheitsverlauf untersucht. An der Studie können Erwachsene teilnehmen, deren Krebs im Bereich des Dickdarms oder des Enddarms (CRC) sich ausgebreitet hat oder nach einer Behandlung wieder aufgetreten ist. Vor Studienbeginn muss die Eignung anhand von festgelegten Bedingungen geprüft werden. Die Teilnehmenden werden zufällig (wie beim Münzwurf) einer von zwei Behandlungsgruppen zugeteilt. In Gruppe A wird PF-08634404 zusammen mit einer für den kolorektalen Krebs zugelassenen Chemotherapie gegeben. In Gruppe B wird ein für den kolorektalen Krebs zugelassenes Medikament namens Bevacizumab zusammen mit einer zugelassenen Chemotherapie gegeben. Teilnehmende und behandelnde Ärztinnen oder Ärzte wissen nicht, welche Gruppe zugeteilt wurde. Die Medikamente werden über eine Infusion (intravenös, „IV“) gegeben. Die Behandlung erfolgt in Zyklen. Die Teilnahme kann fortgesetzt werden, wenn die Behandlung wirkt und keine schweren Nebenwirkungen auftreten. Die Prüfbehandlung findet an einer Studienstelle statt. Geschultes medizinisches Personal überprüft die Teilnehmenden während und nach jeder Behandlung. * Die Studiendauer wird pro Teilnehmenden voraussichtlich etwa 33 Monate betragen. * Es sind regelmäßige Besuche an der Studienstelle für Behandlung, Gesundheitschecks und Untersuchungen vorgesehen. * Nach dem Ende der Behandlung erfolgt ein abschließender Besuch etwa 30 bis 37 Tage später, um den Gesundheitszustand zu prüfen und Nebenwirkungen zu besprechen. * Danach gibt es eine Nachbeobachtung alle 12 Wochen, entweder telefonisch oder vor Ort, oder über die Einsicht in Gesundheitsunterlagen, um den Gesundheitszustand und neue Behandlungen zu erfassen.

Studie zur Untersuchung einer personalisierten Behandlung im Vergleich zur Standardtherapie bei Darmkrebs im Stadium II oder III (Sagittarius)

In dieser Studie wird untersucht, ob eine speziell angepasste Behandlung den Krankheitsverlauf bei Patienten mit Darmkrebs günstiger beeinflusst als die herkömmliche Standardbehandlung. Darmkrebs ist eine häufige Erkrankung. Bei einigen Patienten im Stadium II (mit hohem Risiko) und im Stadium III kehrt der Krebs trotz Operation zurück, da winzige Tumorreste im Körper verblieben sein können. Die Studie nutzt genetische Tests und eine spezielle Blutanalyse (Liquid Biopsy), um solche Rückstände aufzuspüren und die Therapie darauf abzustimmen. Sie können an dieser Studie teilnehmen, wenn Sie an Darmkrebs im entsprechenden Stadium erkrankt sind und operiert wurden. Die Teilnehmer werden per Zufall einer von zwei Gruppen zugeteilt. Je nach Gruppe und Ergebnis der Blutuntersuchung erhalten Sie entweder die bewährte Standard-Chemotherapie oder eine personalisierte Behandlung. Die personalisierte Behandlung kann ebenfalls aus Chemotherapie bestehen oder spezielle Medikamente (Immuntherapien oder zielgerichtete Therapien) beinhalten. Ziel ist es, herauszufinden, ob dieser angepasste Ansatz Auswirkungen auf das erneute Auftreten der Krankheit und die Lebensqualität hat.

Neoadjuvante Gesamtbehandlung bei lokal fortgeschrittenem Rektumkrebs mit oder ohne Tislelizumab

Untersucht wird eine prospektive, multizentrische, randomisierte kontrollierte Phase-II-Studie. Ziel ist die Frage, welche Auswirkungen es hat, zusätzlich zur derzeit am weitesten wirksamen Vorgehensweise bei LARC (lokal fortgeschrittener Rektumkrebs) eine Immuntherapie mit Tislelizumab einzusetzen. Im Mittelpunkt steht dabei die Kombination im Rahmen einer „Total Neoadjuvant“-Behandlung (TNT), also einer Behandlung vor der Operation. Die Studie nutzt mehrere Elemente, die jeweils zu guten Ergebnissen bei der lokalen Kontrolle beitragen können: eine nCRT statt einer SCRT (je nach Strahlentherapie-Standard), eine vollständige Konsolidierungs-Chemotherapie über 8 Zyklen mFOLFOX6 sowie eine CIMT nach nCRT. Die CIMT folgt auf die Strahlentherapie, weil dadurch eine Immunreaktion angeregt werden kann. Zusätzlich wird Tislelizumab gegeben. Es soll außerdem untersucht werden, ob sich durch den Einsatz von Tislelizumab Vorteile gegenüber anderen Checkpoint-Inhibitoren ergeben. Als neuer Hauptendpunkt gilt eine langfristige, ununterbrochene cCR (vollständige klinische Remission ohne weitere Tumor-Entnahme bzw. ohne weitere Therapie). Genauer bedeutet dies eine 3-Jahres-„TME-freie Überlebenszeit“, also das Überleben ohne totale mesorektale Exzision (TME).

Trifluridin/Tipiracil plus Panitumumab im Vergleich zu Trifluridin/Tipiracil plus Bevacizumab als Erstbehandlung beim metastasierten kolorektalen Krebs

FIRE-8 ist eine prospektive, randomisierte, offene Phase-II-Studie in mehreren Zentren. Ziel ist es, die Auswirkungen der Behandlung mit Trifluridin/Tipiracil und Panitumumab (Arm A) im Vergleich zu Trifluridin/Tipiracil und Bevacizumab (Arm B) zu untersuchen. Teilnehmende werden nach dem Zufallsprinzip entweder Arm A oder Arm B zugeteilt. Die Studie richtet sich an Personen mit metastasiertem kolorektalem Krebs. Die wichtigsten Ziele der Studie sind der Vergleich der Auswirkungen der Behandlung mit Trifluridin/Tipiracil plus Panitumumab gegenüber Trifluridin/Tipiracil plus Bevacizumab. Die Teilnahme dient ausschließlich der Forschung. Ein persönlicher Nutzen ist nicht sicher zu erwarten.

In dieser Studie wird Trastuzumab‑Deruxtecan zusammen mit Capecitabin und Bevacizumab als Erstbehandlung bei HER2‑positivem metastasiertem Darmkrebs geprüft.

Ziel der Studie ist zu prüfen, ob Trastuzumab‑Deruxtecan zusammen mit Capecitabin und Bevacizumab als Erstbehandlung wirkt. Gemessen wird die Gesamtansprechrate bei Patient:innen mit HER2‑positivem, metastasiertem oder lokal fortgeschrittenem, nicht resezierbarem kolorektalem Krebs. (HER2‑positiv: Tumortyp mit vermehrtem HER2‑Protein)

Studie zu Vorbeugungsmaßnahmen und Ernährungsanpassungen bei jungen Menschen mit Darmkrebs (OUTLIVE-CRC)

In dieser Studie zur Beobachtung und Dokumentation wird untersucht, wie ein Rückfall bei jüngeren Menschen mit Darmkrebs verhindert werden kann. Ziel ist es, neue Modelle und Ernährungsanpassungen zu entwickeln, um ein Wiederauftreten der Erkrankung frühzeitig zu erkennen. Dafür werden Blut-, Gewebe- und Stuhlproben von gesunden und erkrankten Personen gesammelt. Diese Proben werden auf verschiedene biologische Merkmale untersucht, wie zum Beispiel Erbanlagen, Eiweiße, Stoffwechselprodukte und Darmbakterien. Mit Hilfe von künstlicher Intelligenz sollen daraus biologische Erkennungszeichen (Biomarker) gefunden werden.

Studienzentren

  • AGAPLESION ELISABETHENSTIFT, Klinik für Allgemein- und ViszeralchirurgieDarmstadt
    1 Studierekrutiert
  • Agaplesion Frankfurter Diakonie Kliniken gGmbHFrankfurt Am Main
    1 Studierekrutiert
  • Alb-Fils-Klinikum Göppingen, Dept. General SurgeryGöppingen
    1 Studierekrutiert
  • Ambulantes Zentrum für Hämatologie & OnkologieCottbus
    1 Studierekrutiert
  • AsklepiosHamburg
    1 Studierekrutiert
  • Asklepios Klinik AltonaHamburg
    2 Studienrekrutiert
  • Asklepios Kliniken Hamburg GmbHHamburg
    9 Studienrekrutiert
  • Asklepios Tumorzentrum HamburgHamburg
    1 Studierekrutiert
  • BAG / Onkologische GemeinschaftspraxisDresden
    1 Studierekrutiert
  • BAG Onkologie am FilmparkPotsdam
    1 Studierekrutiert
  • Cancer Center, Helios Amper-Hospital DachauDachau
    1 Studierekrutiert
  • Center for Surgical Medicine - Clinic and Polyclinic for General, Visceral and Thoracic Surgery, University Hospital Hamburg-EppendorfHamburg
    1 Studierekrutiert
  • Charite - Universitaetsmedizin Berlin, Campus VirchowBerlin
    1 Studierekrutiert
  • Charité - Universitätsmedizin Berlin, Campus Virchow-KlinikumBerlin
    1 Studierekrutiert
  • Charite Research Organisation GmbHBerlin
    1 Studierekrutiert
  • Charite Universitaetsmedizin Berlin KöRBerlin
    15 Studienrekrutiert
  • Charité Universitätsmedizin BerlinBerlin
    4 Studienrekrutiert
  • ClinicPaderborn
    1 Studierekrutiert
  • ClinicEisenach
    1 Studierekrutiert
  • ClinicWeißenfels
    1 Studierekrutiert

Gezeigt werden 20 von 331 Zentren. Weitere Standorte stehen in den vollständigen Studieneinträgen.

Häufig gestellte Fragen

Wer entscheidet, ob ich an einer Darmkrebs-Studie teilnehmen kann?

Das jeweilige Studienzentrum entscheidet nach Prüfung der Ein- und Ausschlusskriterien und der individuellen Situation über die Eignung. Reesi stellt die Studieninformationen strukturiert bereit, trifft aber keine Teilnahmeentscheidung.

Sind nur aktuell rekrutierende Darmkrebs-Studien aufgeführt?

Ja. Diese Übersicht ist auf Studien mit dem Rekrutierungsstatus „recruiting“ und mindestens einem erfassten Studienzentrum in Deutschland begrenzt. Der Status kann sich nach dem Datenabruf ändern und sollte beim Studienzentrum bestätigt werden.

Welche Angaben können für die Studienauswahl wichtig sein?

Welche Angaben relevant sind, hängt von der einzelnen Studie ab. Das Studienzentrum kann unter anderem Befunde zum Tumorort, Stadium, zu Biomarkern und bisherigen Behandlungen prüfen.

Ist eine aufgeführte Darmkrebs-Studie automatisch für mich geeignet?

Nein. Ein Eintrag in der Übersicht bedeutet nicht, dass alle Teilnahmebedingungen erfüllt sind. Die verbindliche Eignungsprüfung übernimmt ausschließlich das jeweilige Studienzentrum.

Quellen und Methodik

Die Studieninformationen basieren auf öffentlichen Studienregistern (ClinicalTrials.gov, DRKS, EU CTR) und der Reesi-Datenbank. Rekrutierungsstatus und Standorte können sich kurzfristig ändern. Die endgültige Prüfung einer Studieneignung erfolgt durch das jeweilige Studienzentrum.

Redaktion: Reesi Redaktion · Inhalt geprüft:

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Unverbindlich und kostenfrei.Eine Teilnahme kann nur das Studienzentrum bestätigen.