Zu allen Studien
Menü

Brustkrebs-Studien in Deutschland

Aktuell rekrutierende Brustkrebs-Studien in Deutschland, mit Studienzentren und Registerquellen.

StudienzentrenDeutschlandweit
Datenstand24. Juli 2026
Quellen & Methodik3 Quellen

Welche Brustkrebs-Studien gibt es aktuell in Deutschland?

Aktuell rekrutierende Brustkrebs-Studien in Deutschland, mit Studienzentren und Registerquellen.

Aktuell145

Brustkrebs-Studien mit mindestens einem Studienzentrum in Deutschland

Stand: 24. Juli 2026

Ob eine Studie infrage kommt, hängt von den jeweiligen Ein- und Ausschlusskriterien und der individuellen Situation ab. Reesi ordnet öffentlich registrierte Studien; die Eignung prüft das jeweilige Studienzentrum.

Verlässliche Daten
Aus öffentlichen Registern und der Reesi-Datenbank
Studienzentren geprüft
Die Eignung bestätigen die Studienzentren
Regelmäßig aktualisiert
Rekrutierungsstatus und Standorte ändern sich

Hinweis: Studien können sich kurzfristig ändern. Für eine individuelle Einschätzung nutzen Sie unsere persönliche Eignungsprüfung.

Alle Studien ansehen

Aktuelle Studien

Studie zum Patritumab-Deruxtecan bei Brustkrebs (MK-1022-016)

In dieser Studie wird untersucht, wie sich Patritumab-Deruxtecan (auch bekannt als HER3-DXd und MK-1022) auf den Krankheitsverlauf auswirkt. Die Studie richtet sich an Menschen mit Brustkrebs, der hormonrezeptorpositiv (HR+) und HER2-negativ (HER2-) ist. Außerdem handelt es sich entweder um lokal fortgeschrittenen Brustkrebs, der nicht vollständig operativ entfernt werden kann (unresectable), oder um Brustkrebs mit Metastasen (metastatic). HR+ bedeutet, dass die Krebszellen Eiweiße haben, die sich an Östrogen oder Progesteron (Hormone) binden und so das Wachstum und die Ausbreitung unterstützen können. HER2- bedeutet, dass die Krebszellen nur wenig von einem Eiweiß namens HER2 haben. Unresectable heißt, dass der Tumor nicht komplett durch eine Operation entfernt werden kann und in nahegelegenes Gewebe oder Muskeln eingewachsen ist. Metastatic bedeutet, dass sich der Krebs auf andere Bereiche des Körpers ausgebreitet hat. Die Behandlung dieser Krebsart umfasst üblicherweise eine Hormontherapie (endokrine Therapie, ET) und manchmal eine weitere Behandlung. Ziel der Studie ist zu prüfen, ob Personen, die Patritumab-Deruxtecan erhalten, insgesamt länger leben (overall) oder ob die Erkrankung länger nicht wächst oder sich ausbreitet, verglichen mit Personen, die eine Chemotherapie oder ein anderes Medikament namens Trastuzumab-Deruxtecan erhalten.

Klinische Studie mit Sacituzumab Tirumotecan bei Personen mit Brustkrebs (MK-2870-032)

In dieser klinischen Studie wird der Einsatz des Prüfmedikaments Sacituzumab Tirumotecan (auch bekannt als Sac-TMT oder MK-2870) bei bestimmten Arten von Brustkrebs untersucht. Die Studie richtet sich an Personen mit Brustkrebs im Frühstadium (der Krebs befindet sich in der Brust oder den umliegenden Lymphknoten), der gleichzeitig ein hohes Risiko aufweist. Ein hohes Risiko bedeutet, dass die Wahrscheinlichkeit höher ist, dass die Erkrankung fortschreitet oder nach einer Behandlung zurückkehrt. Untersucht werden zwei spezielle Arten von Brustkrebs: der dreifach negative Brustkrebs (TNBC) und der Hormonrezeptor-niedrig positive/HER2-negative Brustkrebs. Bei diesen Krebsarten ist das Eiweiß HER2 sowie andere Eiweiße, die an die Hormone Östrogen oder Progesteron binden, gar nicht oder nur in geringer Menge vorhanden. Das Prüfmedikament Sacituzumab Tirumotecan ist eine zielgerichtete Therapie. Diese Art der Behandlung zielt darauf ab, das Wachstum und die Ausbreitung bestimmter Krebszellen zu kontrollieren. Ziel der Studie ist es zu untersuchen, ob und wie die Kombination aus dem Prüfmedikament, Pembrolizumab und einer Chemotherapie auf den Krankheitsverlauf wirkt. Es wird geprüft, ob bei Personen, die diese Kombination erhalten, bei einer späteren Operation weniger Krebszellen im Tumor und in den Lymphknoten gefunden werden als bei Personen, die nur Pembrolizumab und eine Chemotherapie erhalten. Zudem wird beobachtet, ob die Teilnehmenden mit der neuen Kombination länger leben, ohne dass der Krebs wächst, sich ausbreitet oder zurückkehrt.

Untersuchung der Sicherheit, der Wirkung und des Einflusses auf die Lebensqualität von Capivasertib in Kombination mit einer hormonellen Standardbehandlung bei fortgeschrittenem Brustkrebs (HR+/HER2-), der trotz vorheriger Hormontherapie weiter fortgeschritten ist (CAPIcorn)

Bei dieser Untersuchung handelt es sich um eine offene klinische Studie der Phase III. Ziel der Studie ist es, die Sicherheit, die Auswirkungen auf den Krankheitsverlauf und den Einfluss auf die Lebensqualität des Medikaments Capivasertib zu untersuchen. Capivasertib wird dabei zusammen mit einer hormonellen Standardbehandlung verabreicht. Die Studie richtet sich an erwachsene Personen mit fortgeschrittenem Brustkrebs mit den Merkmalen HR-positiv und HER2-negativ. Eine Teilnahme ist möglich, wenn die Erkrankung trotz einer vorherigen hormonellen Behandlung weiter fortgeschritten ist. In der Studie wird beobachtet, wie der Körper auf die Kombination der Medikamente reagiert und wie sich dies auf das tägliche Leben auswirkt. Da es sich um eine offene Studie handelt, wissen sowohl die ärztliche Betreuung als auch die teilnehmenden Personen, welche Medikamente verabreicht werden.

Untersuchung der Sicherheit, Verträglichkeit und Verteilung von [177Lu]Lu-ABY-271 im Körper bei Patientinnen mit HER2-positivem Brustkrebs im fortgeschrittenen Stadium

Diese klinische Studie der Phase 1 (erste Anwendung am Menschen) untersucht das neue Prüfmedikament [177Lu]Lu-ABY-271. Ziel der Studie ist es, die Sicherheit und Verträglichkeit dieses Wirkstoffs zu prüfen. Zudem wird beobachtet, wie sich das Prüfmedikament in den Tumoren und in wichtigen Organen im Körper verteilt. Die Studie richtet sich an Patientinnen mit HER2-positivem Brustkrebs, der bereits Absiedelungen (Metastasen) gebildet hat oder örtlich so weit fortgeschritten ist, dass er nicht operiert werden kann. Die Untersuchung ist in zwei Teile (Teil A und Teil B) unterteilt, für die jeweils leicht unterschiedliche Voraussetzungen gelten. Es wird genau dokumentiert, wie der Körper auf das Prüfmedikament reagiert. Die Teilnahme dient ausschließlich der Forschung. Ein persönlicher Nutzen ist nicht sicher zu erwarten.

Untersuchung des Prüfmedikaments MEN2312 bei Erwachsenen mit fortgeschrittenem Brustkrebs

In dieser Studie wird das Prüfmedikament MEN2312 zum ersten Mal am Menschen untersucht (Phase-1-Studie). Die Studie richtet sich an Erwachsene mit fortgeschrittenem Brustkrebs. MEN2312 ist ein sogenannter KAT6-Hemmer. Das bedeutet, es blockiert ein bestimmtes Eiweiß, das beim Krebswachstum eine Rolle spielt. Ziel der Studie ist es, die Sicherheit und Verträglichkeit dieses neuen Wirkstoffs zu prüfen und zu beobachten, wie der Körper das Medikament aufnimmt. Die Teilnahme dient ausschließlich der Forschung. Ein persönlicher Nutzen ist nicht sicher zu erwarten.

Modulare Studie zur personalisierten Medizin bei Krebspatienten (Basket of Baskets)

Bei dieser Untersuchung handelt es sich um eine klinische Studie. Ziel der Studie ist es, die Wirkung verschiedener zielgerichteter Therapien bei Krebserkrankungen zu untersuchen. Dabei werden die Behandlungen speziell auf die genetischen Eigenschaften des jeweiligen Tumors abgestimmt. Die Studie richtet sich an Patientinnen und Patienten mit fortgeschrittenen Krebserkrankungen, für die es keine Standardbehandlung mehr gibt. Die Studie ist in verschiedene Bereiche (Module) unterteilt. In Modul 1 wird das Prüfmedikament Atezolizumab untersucht. Es wird alle drei Wochen als Infusion in eine Vene verabreicht. Nach 12 Wochen wird geprüft, wie der Tumor auf die Behandlung reagiert hat. In Modul 2 wird das Prüfmedikament Futibatinib untersucht, welches täglich als Tablette eingenommen wird. Hier wird die Reaktion des Tumors nach 16 Wochen beurteilt. In Modul 3 wird das Prüfmedikament Amivantamab untersucht. Die Dosis richtet sich nach dem Körpergewicht (unter oder über 80 Kilogramm). Es wird als Infusion in eine Vene gegeben, zunächst wöchentlich und später alle zwei Wochen. Auch hier wird nach 12 Wochen untersucht, welche Auswirkungen die Behandlung auf den Krankheitsverlauf hat.

Untersuchung der Anwendung von Ribociclib in Kombination mit einem Aromatasehemmer zur unterstützenden Behandlung bei Patientinnen mit hormonabhängigem, HER2-negativem frühen Brustkrebs und hohem Rückfallrisiko

Dies ist eine Studie zur Beobachtung und Dokumentation des Einsatzes von Medikamenten im Behandlungsalltag. Untersucht wird die Anwendung von Ribociclib in Kombination mit einem Aromatasehemmer (ein Medikament, das die Hormonbildung hemmt). Diese Behandlung erfolgt unterstützend (adjuvant) bei Patientinnen mit frühem Brustkrebs, der hormonabhängig (HR-positiv) und HER2-negativ ist und bei denen ein hohes Rückfallrisiko besteht. Ziel der Studie ist es, Daten aus der wirklichen Versorgungspraxis zu sammeln. Die Forschenden dokumentieren die Wirkung der Behandlung auf den Krankheitsverlauf sowie die Verträglichkeit (Sicherheitsprofil). Außerdem wird untersucht, wie genau die Einnahme durch die Patientinnen erfolgt (Therapietreue) und wie sich die Therapie auf die Lebensqualität auswirkt. Da es sich um eine reine Beobachtung handelt, trifft Ihr Arzt die Entscheidung zur Behandlung unabhängig von dieser Studie.

Studie zur Untersuchung von Zanidatamab in Kombination mit einer Chemotherapie bei HER2-positivem Brustkrebs

In dieser Phase-2-Studie wird der Einsatz des Prüfmedikaments Zanidatamab in Kombination mit einer Chemotherapie vor einer Operation (neoadjuvant) untersucht. Ziel der Studie ist es herauszufinden, wie sicher das Prüfmedikament ist und welche Auswirkungen es auf den Krankheitsverlauf hat. Die Studie richtet sich an Personen mit Brustkrebs im Frühstadium, der sogenannte HER2-positive Eigenschaften aufweist. HER2 steht für den humanen epidermalen Wachstumsfaktor-Rezeptor 2, ein Eiweiß, das das Wachstum von Krebszellen fördern kann.

Studie zur Untersuchung der Wirkung und Sicherheit von Inavolisib in Kombination mit Ribociclib und Fulvestrant im Vergleich zu einem Scheinmedikament (Placebo) mit Ribociclib und Fulvestrant bei fortgeschrittenem Brustkrebs

In dieser Phase-II-Studie wird die Wirkung und Sicherheit einer Dreifachkombination aus dem Prüfmedikament Inavolisib sowie den Medikamenten Ribociclib und Fulvestrant untersucht. Diese Kombination wird mit einem Scheinmedikament (Placebo) in Verbindung mit Ribociclib und Fulvestrant verglichen. Es wird beobachtet, wie sich die Behandlung auf den Krankheitsverlauf auswirkt und wie gut sie vertragen wird. Die Studie richtet sich an Personen mit fortgeschrittenem Brustkrebs, der positiv für Hormonrezeptoren (HR-positiv) und negativ für den Wachstumsfaktor-Rezeptor 2 (HER2-negativ) ist. Zudem muss der Tumor unempfindlich (resistent) gegen eine vorherige Hormontherapie sein. Eine weitere Voraussetzung ist, dass der Tumor bestimmte genetische Eigenschaften aufweist: Es muss ein Verlust am sogenannten Chromosom 8p vorliegen und es darf keine bestimmte genetische Veränderung (PIK3CA-Mutation) vorhanden sein.

Studie der Phase III: Dato-DXd mit oder ohne Durvalumab im Vergleich zur vom Prüfarzt gewählten Chemotherapie zusammen mit Pembrolizumab bei PD-L1-positivem lokal rezidivierendem, inoperablem oder metastasiertem triple-negativem Brustkrebs

Diese Phase-III-Studie ist eine randomisierte, offene, multizentrische internationale Studie mit drei Gruppen. Untersucht wird die Wirkung und Sicherheit von Dato-DXd mit oder ohne Durvalumab im Vergleich zu einer vom Prüfarzt festgelegten Chemotherapie in Kombination mit Pembrolizumab. Die Teilnehmenden haben einen PD-L1-positiven triple-negativen Brustkrebs (TNBC), der lokal wieder aufgetreten ist und nicht operiert werden kann (inoperabel) oder metastasiert ist. Die Zuordnung zu den Gruppen erfolgt zufällig. Die Behandlung erfolgt in Kombinationen, die sich je nach Gruppe unterscheiden. Bewertet werden unter anderem die Verträglichkeit und die Auswirkungen auf den Krankheitsverlauf. Die Studie richtet sich an erwachsene Patientinnen und Patienten mit PD-L1-positivem TNBC ohne vorherige systemische Krebstherapie gegen metastasierenden oder lokal inoperablen Brustkrebs. Zusätzlich müssen bestimmte Werte zu Leistungsstatus (ECOG PS) sowie Blut- und Organfunktionen erfüllt sein.

Untersuchung der Medikamente Camizestrant und Ribociclib bei fortgeschrittenem Brustkrebs (ER-positiv, HER2-negativ)

Diese klinische Studie der Phase IIIb untersucht die Wirkung, Sicherheit und Verträglichkeit des Prüfmedikaments Camizestrant in Kombination mit dem Medikament Ribociclib. Die Studie richtet sich an Patientinnen und Patienten mit fortgeschrittenem Brustkrebs, der bestimmte Gewebemerkmale aufweist (ER-positiv und HER2-negativ). Eine weitere Voraussetzung ist, dass für die fortgeschrittene Erkrankung bisher noch keine andere medikamentöse Behandlung stattgefunden hat. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden im Rahmen der Studie so lange behandelt, bis die Studienbehandlung aus einem beliebigen Grund beendet wird.

Untersuchung von Trastuzumab-Deruxtecan im Vergleich zur Standardbehandlung bei Patientinnen mit Brustkrebs im Frühstadium und molekularem Rückfall

Dies ist eine Studie zur Beobachtung und Dokumentation des Einsatzes von Trastuzumab-Deruxtecan im Vergleich zur Standardbehandlung. Sie richtet sich an Patientinnen und Patienten mit HER2-positivem oder HER2-low Brustkrebs im Frühstadium, bei denen ein mittleres bis hohes Rückfallrisiko besteht. Voraussetzung ist die Teilnahme an der sogenannten SURVIVE-Studie. In diese neue Studie werden Personen aufgenommen, bei denen ein „molekularer Rückfall“ festgestellt wurde. Das bedeutet, dass im Blut Spuren von Tumor-Erbgut (positive ctDNA) gefunden wurden, obwohl in der Bildgebung noch keine Metastasen (Absiedelungen) sichtbar sind. Ziel der Studie ist es, die Auswirkungen auf den Krankheitsverlauf zu vergleichen. Die Teilnehmenden werden zufällig im Verhältnis 2:1 einer von zwei Gruppen zugeteilt. Gruppe A erhält das Medikament Trastuzumab-Deruxtecan als Infusion (alle 3 Wochen) und bei Bedarf zusätzlich eine Antihormontherapie. Gruppe B erhält eine durchgehende Behandlung nach Wahl des Arztes, die verschiedene zugelassene Standardmedikamente umfassen kann (zum Beispiel Antihormontherapie, CDK4/6-Hemmer oder Chemotherapie).

Studie zum Vergleich von Zanidatamab und Trastuzumab bei metastasiertem HER2-positivem Brustkrebs in Kombination mit einer vom Arzt gewählten Chemotherapie

In dieser Studie wird die Untersuchung der Auswirkungen auf den Krankheitsverlauf und die Verträglichkeit von Zanidatamab geprüft. Zanidatamab wird dabei mit einer vom Arzt gewählten Chemotherapie gegeben und mit Trastuzumab verglichen. Auch Trastuzumab wird in Kombination mit einer vom Arzt gewählten Chemotherapie untersucht. Die Studienteilnahme richtet sich an Teilnehmende mit metastasiertem HER2-positivem Brustkrebs, bei denen die vorherige Behandlung mit T-DXd entweder nicht mehr gewirkt hat oder nicht vertragen wurde. Die Teilnehmenden erhalten eine der angegebenen Chemotherapie-Optionen, je nach ärztlicher Auswahl und nach Vorgaben vor Ort. Voraussetzung ist außerdem, dass bereits mindestens zwei Therapielinien mit HER2-Bezug im metastasierten Stadium erfolgt sind. Zudem gibt es klare Anforderungen an Laborwerte, die Leistungsfähigkeit im Alltag und die Herzfunktion. Teilnehmende können auch Teilnehmende mit behandelter oder klinisch inaktiver Metastasierung im Gehirn (CNS) sein, sofern dies im Protokoll so vorgesehen ist. Die Studie schließt jedoch bestimmte Erkrankungen und Risiken aus, zum Beispiel bestimmte Infektionen, eine nicht kontrollierte Herz-Kreislauf-Erkrankung oder schwere Überempfindlichkeitsreaktionen.

Untersuchung von Inavolisib in Kombination mit einem CDK4/6-Hemmer und Letrozol bei fortgeschrittenem Brustkrebs mit PIK3CA-Mutation

In dieser klinischen Studie wird untersucht, ob und wie das Prüfmedikament Inavolisib wirkt, wenn es zusammen mit einem sogenannten CDK4/6-Hemmer und Letrozol verabreicht wird. Zudem wird die Sicherheit dieser Kombination geprüft. Die Behandlung wird mit einer Kontrollgruppe verglichen, die ein Scheinmedikament (Placebo) zusammen mit dem CDK4/6-Hemmer und Letrozol erhält. Die Studie richtet sich an Patientinnen und Patienten mit fortgeschrittenem Brustkrebs. Eine Teilnahme ist möglich, wenn der Tumor auf Hormone reagiert (hormonrezeptor-positiv), das Protein HER2 nicht im Übermaß bildet (HER2-negativ) und eine bestimmte genetische Veränderung (PIK3CA-Mutation) aufweist. Die Medikamente werden als erste Behandlung (Erstlinientherapie) für das fortgeschrittene Stadium der Erkrankung eingesetzt.

Studie zur Untersuchung der Wirkung und Sicherheit verschiedener Behandlungskombinationen bei Patienten mit metastasiertem oder lokal fortgeschrittenem Brustkrebs

In dieser Studie wird untersucht, wie sicher verschiedene Kombinationen von Medikamenten sind und welche Auswirkungen sie auf den Krankheitsverlauf haben. Es handelt sich um eine sogenannte Umbrella-Studie, bei der mehrere Behandlungen parallel geprüft werden. Sie richtet sich an Patienten mit Brustkrebs, der bereits im Körper gestreut hat (metastasiert) oder der lokal so weit fortgeschritten ist, dass er nicht operiert werden kann. Die Studie ist in zwei Phasen (Stufen) unterteilt. In der ersten Phase werden die Teilnehmer je nach den Eigenschaften ihres Tumors (z. B. bestimmte Marker oder genetische Veränderungen) und ihrer bisherigen Behandlung in verschiedene Gruppen eingeteilt. Sie erhalten dann eine der vorgesehenen Behandlungskombinationen. Sollte die Erkrankung bei Patienten einer bestimmten Gruppe in der ersten Phase fortschreiten oder die Behandlung nicht gut vertragen werden, besteht in der zweiten Phase unter bestimmten Voraussetzungen die Möglichkeit, zu einer anderen Behandlungskombination zu wechseln.

Studie zur Untersuchung von BMS-986340 allein und in Kombination mit Nivolumab oder Docetaxel bei Patienten mit fortgeschrittenen soliden Tumoren

In dieser Studie wird das Prüfmedikament BMS-986340 untersucht. Es wird entweder als alleinige Behandlung oder zusammen mit den Medikamenten Nivolumab oder Docetaxel verabreicht. Das Ziel ist es, die Sicherheit und Verträglichkeit zu prüfen. Außerdem wollen die Forscher die passende Dosis für die Behandlung ermitteln. Es handelt sich hierbei um eine sogenannte „First-in-Human“-Studie. Das bedeutet, dass das Prüfmedikament BMS-986340 in dieser Studie zum ersten Mal am Menschen angewendet wird. Die Studie richtet sich an Patienten mit fortgeschrittenen soliden Tumoren (feste Gewebewucherungen). Teilnehmen können Patienten, deren Erkrankung trotz früherer Behandlungen vorangeschritten ist oder für die es keine anderen passenden Behandlungsmöglichkeiten gibt. Die Teilnahme dient ausschließlich der Forschung. Ein persönlicher Nutzen ist nicht sicher zu erwarten.

Studie zu Camizestrant bei ER+/HER2- frühem Brustkrebs nach mindestens 2 Jahren Standard-Adjuvanter Hormontherapie

Bei dieser Studie handelt es sich um eine Phase-III-Studie mit offener Planung. Untersucht wird, ob Camizestrant im Vergleich zur Standard-Hormontherapie (endokrine Therapie, ET) bessere Ergebnisse auf den Krankheitsverlauf hat. Eingeschlossen werden Patientinnen und Patienten mit ER+/HER2- frühem Brustkrebs und einem mittleren oder hohen Risiko, dass die Erkrankung wiederkommt. Teilnahmevoraussetzung ist, dass die endgültige lokale Behandlung abgeschlossen ist (mit oder ohne Chemotherapie) und anschließend mindestens 2 Jahre bis maximal 5 Jahre (+3 Monate) eine adjuvante ET erhalten wurde. Die geplante Behandlungsdauer beträgt in beiden Studienarmen 60 Monate. Zielgruppe sind Frauen und Männer ab 18 Jahren. Die Teilnehmenden werden nach festgelegten Kriterien ausgewählt, damit andere schwerwiegende Erkrankungen oder bestimmte Vorbehandlungen die Aussagekraft der Studie nicht beeinflussen.

Studie mit Disitamab Vedotin bei erwachsenem Brustkrebs mit HER2 in fortgeschrittenem Stadium

Ziel dieser Studie ist es, die Sicherheit und die Auswirkungen des Prüfmedikaments (disitamab vedotin) zu untersuchen. Es geht um eine mögliche Behandlung von Personen mit Brustkrebs, der schwer zu behandeln ist und sich im Körper ausgebreitet hat (fortgeschrittener Krebs). In die Studie können Teilnehmende aufgenommen werden, wenn sie: * Brustkrebs im fortgeschrittenen Stadium haben, der schwer zu behandeln ist und sich im Körper ausgebreitet hat * Tumoren haben, auf denen HER2 nachweisbar ist * bereits eine vorherige Behandlung für den fortgeschrittenen Brustkrebs erhalten haben Alle Teilnehmenden erhalten disitamab vedotin in der Studienklinik. Die Gabe erfolgt alle 2 Wochen als Infusion in eine Vene (intravenös, i.v.). Die Teilnahme dauert, bis die Teilnehmenden oder die behandelnde Ärztin/der behandelnde Arzt entscheiden, die Behandlung zu beenden. Gründe können sein, dass der Krebs schlimmer wird, das Prüfmedikament nicht mehr ausreichend wirkt, starke Nebenwirkungen auftreten oder die Behandlung beendet werden soll. Während dieser Zeit finden Studienbesuche alle 2 Wochen statt. Nach Abbruch der Behandlung erfolgen Kontrollbesuche etwa alle 6 Wochen, außer der Krebs verschlechtert sich. Danach gibt es ungefähr alle 12 Wochen telefonische Nachfragen. Die Studienleitung wertet die Erfahrungen der Teilnehmenden mit dem Prüfmedikament aus. Ziel ist es zu bewerten, ob das Prüfmedikament sicher ist und welche Auswirkungen es auf den Krankheitsverlauf hat.

Studie zum Vergleich von Elacestrant mit der Standard-Endokrintherapie bei Frauen und Männern mit ER+, HER2-, frühem Brustkrebs und hohem Wiederauftretensrisiko (NCT06492616)

In dieser Studie wird die Auswirkung von Elacestrant im Vergleich zur Standard-Endokrintherapie untersucht. Die Teilnehmenden sind Frauen und Männer mit frühem Brustkrebs, der östrogenrezeptorpositiv (ER+) und HER2-negativ (HER2-) ist. Das Wiederauftretensrisiko soll dabei als hoch eingestuft sein. Die Studie richtet sich an Personen, bei denen der Brustkrebs bereits operativ entfernt wurde und es zum Zeitpunkt der Einschreibung keine Hinweise auf ein Wiederauftreten oder auf Fernmetastasen gibt. Untersucht wird außerdem, welche Rolle bereits erhaltene endokrine Therapien sowie mögliche frühere CDK4/6-Inhibitoren oder PARP-Inhibitoren (falls vorhanden) für die Teilnahme spielen. Ziel der Studie ist die Bewertung der Auswirkungen von Elacestrant gegenüber der Standard-Endokrintherapie bei Teilnehmenden mit hohem Risiko für ein Wiederauftreten. Die Zuordnung der Teilnehmenden erfolgt durch die Randomisierung.

Studie zu HER3-DXd bei Teilnehmern mit lokal fortgeschrittenen oder metastasierten soliden Tumoren

In dieser Studie wird der Einsatz des Prüfmedikaments HER3-DXd als Einzelbehandlung untersucht. Es handelt sich um eine sogenannte Proof-of-Concept-Studie (Studie zur Überprüfung des Therapiekonzepts) für Patienten mit soliden Tumoren, die lokal fortgeschritten sind und nicht operiert werden können oder die bereits Metastasen (Absiedlungen) gebildet haben. Die Studie richtet sich an Teilnehmer mit verschiedenen Krebsarten. Dazu gehören unter anderem Hautkrebs (Melanom), Kopf-Hals-Tumoren, Magenkrebs, Eierstockkrebs, Gebärmutterhalskrebs, Gebärmutterkörperkrebs, Blasenkrebs, Speiseröhrenkrebs, Bauchspeicheldrüsenkrebs, Prostatakrebs, Lungenkrebs und Brustkrebs. Ziel ist es, zu beobachten, wie das Prüfmedikament bei diesen Erkrankungen wirkt und vertragen wird.

Untersuchung des Prüfmedikaments Imlunestrant bei Frauen vor den Wechseljahren mit frühem Brustkrebs (ER-positiv, HER2-negativ)

In dieser klinischen Studie wird die Wirkung des Prüfmedikaments Imlunestrant (LY3484356) bei einer bestimmten Art von Brustkrebs untersucht. Die Studie richtet sich an Frauen vor den Wechseljahren, die an frühem Brustkrebs erkrankt sind, der hormonempfindlich (Östrogenrezeptor-positiv) und HER2-negativ ist. Die Teilnehmerinnen werden in zwei Gruppen aufgeteilt. In der ersten Gruppe wird untersucht, wie sich Imlunestrant auf die Brustkrebszellen auswirkt. Einige Patientinnen erhalten Imlunestrant zusammen mit einer Behandlung, die die Funktion der Eierstöcke unterdrückt. Andere erhalten es ohne diese Unterdrückung. Die Auswirkungen werden mit denen eines Standardmedikaments namens Tamoxifen verglichen. Die Behandlung in dieser ersten Gruppe dauert bis zu 29 Tage. In der zweiten Gruppe wird untersucht, wie sich Imlunestrant auf die Eierstöcke auswirkt, wenn es ohne eine Unterdrückung der Eierstockfunktion eingenommen wird. Auch hier werden die Auswirkungen mit dem Medikament Tamoxifen verglichen. Diese Gruppe umfasst ebenfalls Frauen vor den Wechseljahren mit derselben Art von Brustkrebs. Die Behandlung in dieser zweiten Gruppe dauert bis zu 6 Monate.

Studie zum Vergleich von Izalontamab Brengitecan mit Chemotherapie bei zuvor nicht behandeltem lokal fortgeschrittenem, rezidivierendem, inoperablem oder metastasiertem triple-negativem Brustkrebs, der nicht für Anti-PD(L)1-Medikamente geeignet ist (IZABRIGHT-Breast01)

Ziel der Studie ist die Untersuchung der Auswirkungen auf den Krankheitsverlauf und der Sicherheit von iza-bren. Dabei handelt es sich um ein bi-spezifisches Antikörper-Wirkstoff-Konjugat (gezielte Arznei) gegen EGFR und HER3. Es wird mit einem Wirkstoff aus der Gruppe der Topoisomerase-Hemmer eingesetzt. Vergleichend erfolgt die Behandlung mit einer Chemotherapie nach Entscheidung der behandelnden Ärztin oder des behandelnden Arztes (TPC). Die TPC-Optionen sind Paclitaxel, nab-Paclitaxel, Carboplatin plus Gemcitabine oder Capecitabin. Die Studie richtet sich an Teilnehmende mit erstlinientem metastasiertem triple-negativem Brustkrebs (TNBC) oder an Patientinnen und Patienten mit ER-low, HER2-negativem Brustkrebs, die nicht Kandidatinnen oder Kandidaten für Anti-PD(L)1-Therapie sind und für eine endokrine (hormonabhängige) Therapie ebenfalls nicht geeignet sind. Der Vergleich erfolgt bis zur jeweiligen Studienvorgabe im Rahmen der ersten Behandlungslinie. Die Studie untersucht die Auswirkungen auf den Krankheitsverlauf und die Sicherheit. Dabei gelten die medizinischen Anforderungen aus den Ein- und Ausschlusskriterien.

Untersuchung des Prüfmedikaments LOXO-783 bei Brustkrebs und anderen soliden Tumoren

Ziel dieser Phase-1-Studie ist es, mehr über die Sicherheit, die Nebenwirkungen und die Wirkung des Prüfmedikaments LOXO-783 zu erfahren. Das Prüfmedikament wird bei Brustkrebs und anderen soliden Tumoren (festen Gewebewucherungen) untersucht, die eine bestimmte genetische Veränderung aufweisen (das sogenannte PIK3CA-Gen). Die Teilnahme an der Studie kann bis zu 36 Monate (3 Jahre) dauern. Wenn sich die Erkrankung nicht verschlechtert, ist auch eine längere Teilnahme möglich. Die Teilnahme dient ausschließlich der Forschung. Ein persönlicher Nutzen ist nicht sicher zu erwarten.

Studie mit LY4257496 bei Teilnehmenden mit Krebs (OMNIRAY)

Ziel dieser Studie ist es, die Sicherheit, Verträglichkeit und Auswirkungen auf den Krankheitsverlauf von LY4257496 alleine sowie in Kombination mit einer passenden Standardbehandlung (SOC) bei Teilnehmenden mit fortgeschrittenem, GRPR-positivem Brust-, Darm-, Prostata- oder Gebärmutterkrebs zu untersuchen. Außerdem wird die Sicherheit, Verträglichkeit und Wirkung von LY4257529 geprüft, um Krebs zu finden, bei dem eine bestimmte Eiweißstruktur namens GRPR in hohen Mengen vorkommt. Es handelt sich um eine Studie mit 2 Teilen. Die Teilnahme kann bis zu 36 Wochen dauern oder beendet werden, wenn der Tumor fortschreitet.

Eine Studie mit LY4337713 bei Teilnehmenden mit FAP-positiven soliden Tumoren

Bei dieser Studie wird LY4337713 bei Teilnehmenden mit bestimmten fortgeschrittenen oder bereits gestreuten Krebserkrankungen untersucht. Voraussetzung ist, dass der Tumor hohe Mengen eines Eiweißes trägt, das „Fibroblast Activation Protein“ (FAP) genannt wird. Untersucht werden die Sicherheit und mögliche Nebenwirkungen von LY4337713. Außerdem wird untersucht, welche Auswirkungen LY4337713 auf den Krankheitsverlauf hat. Zusätzlich wird geprüft, wie viel LY4337713 im Blut ankommt, wie der Körper das Prüfmedikament abbaut und wie lange es dauert, bis es wieder aus dem Körper entfernt wird. Die Studiendauer liegt für jede teilnehmende Person bei etwa 5 Jahren.

Studie zum Prüfmedikament PF-08046054/SGN-PDL1V bei fortgeschrittenen soliden Tumoren (NCT05208762)

In dieser Studie wird die Sicherheit von PF-08046054/SGN-PDL1V untersucht. PF-08046054/SGN-PDL1V wird dabei allein und auch in Kombination mit Pembrolizumab gegeben. Zusätzlich werden mögliche Nebenwirkungen von PF-08046054/SGN-PDL1V erfasst. Teilnehmende haben eine Krebserkrankung mit einem soliden Tumor, der sich bereits im Körper ausgebreitet hat (metastasiert) oder der nicht durch eine Operation entfernt werden kann (nicht resezierbar). Die Studie besteht aus fünf Teilen. In den Teilen A und B wird untersucht, wie viel PF-08046054/SGN-PDL1V gegeben werden soll. Teil C nutzt die Dosis aus den Teilen A und B, um die Sicherheit von PF-08046054/SGN-PDL1V zu prüfen und um zu beobachten, ob es Auswirkungen auf den Krankheitsverlauf bei soliden Tumoren hat. In den Teilen D und E erhalten Teilnehmende PF-08046054/SGN-PDL1V zusammen mit Pembrolizumab, um die Sicherheit der Kombination zu prüfen und um zu beobachten, ob es Auswirkungen auf den Krankheitsverlauf bei soliden Tumoren hat. Nebenwirkungen sind alle Wirkungen eines Medikaments auf den Körper, die nicht das Behandeln der Erkrankung betreffen.

Untersuchung von Sacituzumab Tirumotecan allein und in Kombination mit Pembrolizumab im Vergleich zur Standardbehandlung bei bestimmtem fortgeschrittenem oder metastasiertem Brustkrebs (MK-2870-010)

In dieser Studie wird der Einsatz des Prüfmedikaments Sacituzumab Tirumotecan beobachtet. Es wird entweder als einzelnes Medikament oder zusammen mit Pembrolizumab verabreicht. Diese Behandlung wird mit einer Standardbehandlung verglichen, die Ihr Arzt für Sie auswählt. Die Studie richtet sich an Patienten mit einem bestimmten Brustkrebs (Hormonrezeptor-positiv und HER2-negativ). Voraussetzung ist, dass der Krebs lokal fortgeschritten ist und nicht operiert werden kann oder bereits Metastasen (Tochtergeschwülste) gebildet hat. Das Ziel ist es herauszufinden, welche Auswirkung Sacituzumab Tirumotecan (allein oder in Kombination) auf den Krankheitsverlauf hat. Dabei wird geprüft, ob die Zeitspanne, in der der Krebs nicht weiter wächst, im Vergleich zur Standardbehandlung verlängert werden kann.

Untersuchung von Sacituzumab Tirumotecan als Einzeltherapie und in Kombination mit Pembrolizumab bei Patientinnen und Patienten mit dreifach negativem Brustkrebs (MK-2870-011/TroFuse-011)

In dieser klinischen Studie wird untersucht, ob das Prüfmedikament Sacituzumab Tirumotecan allein oder zusammen mit dem Wirkstoff Pembrolizumab bei der Behandlung von dreifach negativem Brustkrebs eingesetzt werden kann. Diese Form des Brustkrebses gilt als aggressiv. Das Hauptziel der Studie ist es, herauszufinden, wie sich diese Behandlungen auf die Lebensdauer der Teilnehmenden auswirken. Außerdem wird beobachtet, ob das Wachstum oder die Ausbreitung des Krebses verzögert werden kann. Die Ergebnisse werden mit denen von Personen verglichen, die eine übliche Chemotherapie erhalten.

Studie zur Untersuchung von Tersolisib (LY4064809/STX-478) in Kombination mit anderen Krebstherapien bei fortgeschrittenem Brustkrebs mit PIK3CA-Veränderung

Ziel dieser Studie ist die Untersuchung der Wirkung und der Sicherheit von Tersolisib (LY4064809/STX-478), wenn es als Erstbehandlung zusätzlich zu anderen Medikamenten gegen Krebs gegeben wird. Die Studie richtet sich an Teilnehmende mit fortgeschrittenem Brustkrebs, der Hormonrezeptor-positiv (HR+)/HER2-negativ ist, und mit einer genetischen Veränderung (PIK3CA). Tersolisib wird zusammen mit anderen Krebstherapien eingesetzt. Die Teilnehmenden können an der Studie teilnehmen, solange das Medikament den Krebs nach Einschätzung der Studie beeinflusst und keine unzumutbaren Nebenwirkungen auftreten.

Untersuchung von Giredestrant im Vergleich zu Fulvestrant (jeweils kombiniert mit einem CDK4/6-Hemmer) bei fortgeschrittenem ER-positivem, HER2-negativem Brustkrebs (pionERA Breast Cancer)

In dieser Phase-III-Studie wird das Prüfmedikament Giredestrant untersucht und mit dem Standardmedikament Fulvestrant verglichen. Beide Medikamente werden jeweils zusammen mit einem weiteren Wirkstoff, einem sogenannten CDK4/6-Hemmer (Palbociclib, Ribociclib oder Abemaciclib), verabreicht. Ziel ist es, die Auswirkungen auf den Krankheitsverlauf sowie die Sicherheit und Verträglichkeit der Behandlung zu beobachten. Die Studie richtet sich an Patienten mit fortgeschrittenem Brustkrebs. Eine Voraussetzung ist, dass der Tumor auf das Hormon Östrogen reagiert (ER-positiv), aber keine großen Mengen eines bestimmten Wachstumsfaktors bildet (HER2-negativ). Zudem muss der Krebs trotz einer vorangegangenen unterstützenden antihormonellen Behandlung zurückgekehrt sein (Resistenz).

Studie zur Untersuchung der Wirkung von GDC-4198 allein und in Kombination mit Giredestrant im Vergleich zu Abemaciclib und Giredestrant bei lokal fortgeschrittenem oder metastasiertem Brustkrebs (NCT07100106)

Ziel dieser Studie ist die Untersuchung der Sicherheit von GDC-4198 allein sowie in Kombination mit Giredestrant. Zusätzlich wird untersucht, ob GDC-4198 in Kombination mit Giredestrant im Vergleich zu Abemaciclib plus Giredestrant Auswirkungen auf den Krankheitsverlauf und die Sicherheit hat. Die Teilnahme richtet sich an Personen mit lokal fortgeschrittenem oder metastasiertem Brustkrebs, der estrogenrezeptorpositiv (ER+), jedoch humaner epidermaler Wachstumsfaktorrezeptor 2 negativ (HER2-) ist. Die Studie besteht aus 2 Teilen: Phase Ib und Phase II. In Phase Ib werden die Sicherheit und die Pharmakokinetik (PK, also der Verlauf im Körper) von GDC-4198 allein und in Kombination mit Giredestrant untersucht. In Phase II wird dann die Aktivität und Sicherheit von GDC-4198 plus Giredestrant mit der von Abemaciclib plus Giredestrant verglichen.

Untersuchung von Inavolisib zusammen mit Phesgo im Vergleich zu einem Scheinmedikament bei fortgeschrittenem, HER2-positivem Brustkrebs mit PIK3CA-Mutation

In dieser klinischen Studie untersuchen Forschende das Prüfmedikament Inavolisib in Kombination mit dem Medikament Phesgo. Es wird verglichen, wie sich diese Kombination im Vergleich zu einem Scheinmedikament (Placebo) zusammen mit Phesgo auf den Krankheitsverlauf auswirkt. Zudem wird die Verträglichkeit der Behandlung beobachtet. Die Studie richtet sich an Patientinnen und Patienten mit HER2-positivem Brustkrebs, der bereits fortgeschritten ist oder Metastasen (Tochtergeschwulste) gebildet hat. Eine Teilnahme ist möglich, wenn Sie zuvor noch keine Behandlung für das fortgeschrittene Stadium erhalten haben, abgesehen von einer ersten Einleitungsphase (Induktionstherapie). Die Behandlung in der Studie erfolgt als sogenannte Erhaltungstherapie, also um den Zustand nach der Einleitungsphase zu stabilisieren.

Untersuchung der Gründe für eine Unempfindlichkeit gegenüber Brustkrebs-Behandlungen

In dieser Studie wird untersucht, warum manche Therapien gegen Brustkrebs ihre Wirkung verlieren. Fachleute nennen dies Resistenzmechanismen. Dazu werden Tumorproben und Blutproben analysiert. Die Studie richtet sich an Patientinnen und Patienten mit HER2-positivem, Hormonrezeptor-positivem (HR) oder dreifach negativem Brustkrebs.

Studie zur Untersuchung des Prüfmedikaments PF-07248144 in Kombination mit Fulvestrant bei fortgeschrittenem oder metastasiertem HR-positivem, HER2-negativem Brustkrebs (NCT07062965)

Ziel dieser Studie ist es, die Sicherheit und die Auswirkungen des Prüfmedikaments PF-07248144 zu untersuchen, wenn es zusammen mit Fulvestrant gegeben wird. Die Studie richtet sich an Menschen mit HR-positivem, HER2-negativem fortgeschrittenem oder metastasiertem Brustkrebs, bei denen es nach einer vorherigen Behandlung zu einem Fortschreiten gekommen ist. Bei HR-positivem Brustkrebs sind auf der Zelloberfläche Rezeptoren (Andockstellen), die an Hormone wie Östrogen und Progesteron (weibliche Geschlechtshormone) binden. Diese Hormone können das Wachstum von Krebszellen fördern. „HER2-negativ“ bedeutet, dass es auf der Zelloberfläche wenig oder kein HER2 gibt. HER2 ist in normalen Zellen an der Kontrolle des Zellwachstums beteiligt. Krebszellen ohne viel HER2 können langsamer wachsen und sind möglicherweise weniger häufig wieder auffindbar (Rückkehr) oder breiten sich weniger in andere Körperbereiche aus als Krebszellen mit viel HER2. In dieser Studie werden 50 % der Teilnehmenden die übliche Studienbehandlung erhalten: Everolimus zusammen mit einer Hormontherapie (entweder Exemestan oder Fulvestrant) bei HR-positivem/HER2-negativem fortgeschrittenem oder metastasiertem Brustkrebs. Welche Hormontherapie richtig ist, wird vor Beginn der Behandlung durch die Studienärztin oder den Studienarzt besprochen. Das Prüfmedikament PF-07248144 wird als Tablette täglich zu Hause in einem 28-Tage-Zyklus eingenommen. Fulvestrant wird in der Studienklinik in Form von zwei Injektionen gegeben (eine Injektion im Gesäß). Everolimus und Exemestan werden ebenfalls als Tabletten täglich zu Hause in 28-Tage-Zyklen eingenommen. Die Studie vergleicht die Erfahrungen von Teilnehmenden, die PF-07248144 zusätzlich zu Fulvestrant erhalten, mit Teilnehmenden, die diese Kombination nicht erhalten. Damit soll untersucht werden, ob PF-07248144 zusammen mit Fulvestrant sicher ist und welche Auswirkungen es auf den Krankheitsverlauf hat.

Untersuchung von Inavolisib-Behandlungen bei Teilnehmenden mit Brustkrebs im Frühstadium und PIK3CA-Mutation

In dieser Studie werden die Sicherheit und die Wirkung von Inavolisib in Kombination mit weiteren Therapien untersucht. Die Teilnahme ist für Personen vorgesehen, die an unbehandeltem Brustkrebs im Stadium II oder III leiden. Der Krebs muss bestimmte Eigenschaften haben: Er reagiert auf Hormone (ER-positiv), besitzt keine großen Mengen eines bestimmten Wachstumsfaktors (HER2-negativ) und weist eine bestimmte genetische Veränderung auf (PIK3CA-Mutation).

Untersuchung von Elacestrant und Ribociclib vor einer Operation bei frühem Brustkrebs (ABCSG 63 / ERIKA)

In dieser klinischen Studie der Phase II wird die Wirkung einer Behandlung vor einer geplanten Operation (neoadjuvante Therapie) bei frühem Brustkrebs untersucht. Ziel der Studie ist es, die Auswirkungen der Kombination aus dem Prüfmedikament Elacestrant und dem Medikament Ribociclib auf den Krankheitsverlauf zu beobachten. Diese Kombination wird mit einer Standardbehandlung (einem sogenannten Aromatasehemmer plus Ribociclib) verglichen. Die Studie richtet sich an Patientinnen mit einem bestimmten Typ von Brustkrebs, der auf Hormone reagiert (hormonrezeptor-positiv) und einen bestimmten Wachstumsfaktor nicht aufweist (HER2-negativ). Die Zuteilung zu einer der beiden Behandlungsgruppen erfolgt nach dem Zufallsprinzip (randomisiert). Beide Gruppen erhalten die Medikamente offen. Das bedeutet, dass sowohl die behandelnden Ärzte als auch die Teilnehmerinnen wissen, welches Medikament verabreicht wird.

Untersuchung von IMA203 und IMA203CD8 allein oder in Kombination mit Nivolumab bei wiederkehrenden oder schwer behandelbaren soliden Tumoren (ACTengine)

In dieser klinischen Studie wird die Sicherheit und Verträglichkeit der Prüfmedikamente IMA203 und IMA203CD8 untersucht. Diese werden entweder allein oder in Kombination mit dem Medikament Nivolumab verabreicht. Die Studie richtet sich an Patientinnen und Patienten mit soliden Tumoren (festen Gewebewucherungen), die ein bestimmtes Merkmal namens PRAME aufweisen.

Untersuchung der KI-gestützten Beurteilung des Tumor-Rückgangs bei HER2-positivem Brustkrebs mittels PET/MRT

In dieser Studie zur Beobachtung wird der Einsatz einer speziellen Bildgebung (PET/MRT) untersucht. Das Ziel ist es, bei Patientinnen mit HER2-positivem Brustkrebs festzustellen, ob der Tumor nach einer medikamentösen Vorbehandlung (neoadjuvante Therapie) vollständig zurückgegangen ist. Dabei wird die Auswertung der Bilder durch Künstliche Intelligenz unterstützt. Anstatt der üblichen Computertomographie (CT) erhalten Sie im Rahmen der Studie eine Ganzkörper-PET/MRT-Untersuchung. Die Ergebnisse der Bilder werden später mit der Gewebeuntersuchung verglichen, die nach Ihrer Operation stattfindet. So soll geprüft werden, wie genau diese Methode den Behandlungserfolg vorhersagen kann. Der Ablauf umfasst drei Untersuchungen: Eine Aufnahme vor Beginn der Behandlung, eine weitere nach den ersten zwei Behandlungszyklen und eine letzte Aufnahme nach Abschluss der medikamentösen Therapie, kurz vor der geplanten Operation.

Untersuchung von Camizestrant als unterstützende Hormonbehandlung bei frühem Brustkrebs (ER-positiv, HER2-negativ) (CAMBRIA-2)

In dieser offenen Phase-3-Studie wird untersucht, welche Auswirkungen das Prüfmedikament Camizestrant auf den Krankheitsverlauf hat. Die Ergebnisse werden mit der üblichen unterstützenden (adjuvanten) Hormonbehandlung verglichen. Die Studie richtet sich an Patientinnen und Patienten mit Brustkrebs im Frühstadium. Eine Teilnahme ist möglich, wenn Ihr Krebs bestimmte Eigenschaften aufweist: Er muss auf Hormone reagieren (ER-positiv) und darf nicht auf den Wachstumsfaktor HER2 reagieren (HER2-negativ). Zudem muss ein mittleres bis hohes Risiko bestehen, dass die Erkrankung zurückkehrt. Sie haben Ihre eigentliche Behandlung (Operation, gegebenenfalls mit Bestrahlung oder Chemotherapie) bereits abgeschlossen. Die geplante Behandlungsdauer in der Studie beträgt 7 Jahre.

Studie mit dem Prüfmedikament M7437 bei fortgeschrittenen Krebserkrankungen (soliden Tumoren)

Diese erste Studie am Menschen (Phase-1-Studie) untersucht das neue Prüfmedikament M7437. Ziel der Studie ist es, die Sicherheit und Verträglichkeit zu prüfen. Zudem wird untersucht, wie der Körper das Medikament aufnimmt und abbaut (Pharmakokinetik) und welche ersten Auswirkungen es auf den Krankheitsverlauf hat. Die Studie richtet sich an Personen mit fortgeschrittenen oder metastasierten soliden Tumoren, die ein bestimmtes Merkmal (Ly6E) aufweisen. Dazu gehören nicht-kleinzelliger Lungenkrebs, dreifach negativer Brustkrebs, Eierstockkrebs, Plattenepithelkarzinome im Kopf-Hals-Bereich, Bauchspeicheldrüsenkrebs und Magenkrebs. Die Teilnahme dient ausschließlich der Forschung. Ein persönlicher Nutzen ist nicht sicher zu erwarten.

Untersuchung zum Einfluss der unterstützenden Strahlentherapie auf das Immunsystem und Tumorzellen im Blut bei Brustkrebs in Abhängigkeit vom Alter

In dieser vorausschauenden (prospektiven) Beobachtungsstudie wird der Einfluss einer unterstützenden Strahlentherapie bei Brustkrebs ohne Absiedlungen (Metastasen) untersucht. Ziel der Studie ist es zu beobachten, wie sich die Bestrahlung auf bestimmte Tumorzellen im Blut und auf das Immunsystem auswirkt. Dabei wird besonders darauf geachtet, ob das Alter der Patientinnen eine Rolle bei diesen Vorgängen spielt. Für die Untersuchung werden den Patientinnen zu verschiedenen Zeitpunkten nach der Operation des Tumors und während der Strahlentherapie Blutproben entnommen. Aus diesem Blut werden die im Blut kreisenden Tumorzellen isoliert und genetisch genau untersucht. Zusätzlich werden bestimmte Merkmale des Immunsystems bestimmt. Auch Gewebeproben des ursprünglichen Tumors werden analysiert, um Abwehrzellen des Körpers darin zu untersuchen. Die gesammelten Ergebnisse werden anschließend ausgewertet und mit dem Alter der Patientinnen in Verbindung gebracht. Da bisher nur wenige Daten darüber vorliegen, wie sich die Strahlentherapie bei Brustkrebs in Abhängigkeit vom Alter auf das Immunsystem auswirkt, sollen diese biologischen Vorgänge besser verstanden werden. Dies dient dazu, mögliche biologische Marker für den Krankheitsverlauf zu erkennen.

Untersuchung der molekularen Veränderungen bei metastasiertem Brustkrebs (AURORA)

In diesem Programm wird der Krankheitsverlauf bei etwa 1.300 Patienten mit Brustkrebs in Europa beobachtet und dokumentiert. Die Studie richtet sich an erwachsene Männer und Frauen, bei denen der Brustkrebs fortgeschritten ist oder Metastasen (Tochtergeschwulste) gebildet hat. Teilnehmen können Sie, wenn Sie für die metastasierte Erkrankung bisher höchstens eine medikamentöse Behandlung erhalten haben. Ziel ist es, die genetischen Veränderungen des Tumors besser zu verstehen. Dafür sammeln die Forscher Gewebeproben von Ihrem ursprünglichen Tumor und den Metastasen sowie Blutproben. Diese Proben werden untersucht, um herauszufinden, warum manche Tumore auf Behandlungen ansprechen und andere nicht. So hoffen die Forscher, in Zukunft passendere Behandlungsstrategien für Patienten zu finden. Zusätzlich wird geprüft, ob Ihre genetischen Merkmale zu neuen Medikamenten passen, die derzeit in anderen Studien untersucht werden. Falls eine passende klinische Studie verfügbar ist, können Sie möglicherweise daran teilnehmen.

Vergleich von Bestrahlung der Achselhöhle gegenüber einer Lymphknotenentfernung bei Brustkrebs mit Lymphknotenbefall

In dieser klinischen Studie wird untersucht, welche Auswirkungen zwei verschiedene Behandlungen der Achselhöhle bei Patientinnen und Patienten mit Brustkrebs haben. Die Ärzte vergleichen dabei eine gezielte Operation mit anschließender Bestrahlung der Achselhöhle (TAS und ART) mit der klassischen vollständigen Entfernung der Achsellymphknoten (ALND). Das Ziel ist es herauszufinden, wie sich die unterschiedlichen Verfahren auf die Lebensqualität auswirken. Besonders wird darauf geachtet, ob Probleme am Arm auftreten oder sich ein sogenanntes Lymphödem (eine Flüssigkeitsansammlung im Gewebe) entwickelt. Diese Beobachtung erfolgt über einen Zeitraum von zwei Jahren nach der Zuteilung zur Behandlungsgruppe.

Studie zur Operation der Lymphknoten in der Achselhöhle nach einer medikamentösen Vorbehandlung bei Brustkrebs (AXSANA)

In dieser prospektiven Kohortenstudie (einer Beobachtungsstudie) werden verschiedene Operationsmethoden an der Achselhöhle untersucht. Die Studie richtet sich an Patientinnen und Patienten mit Brustkrebs, bei denen ursprünglich Lymphknoten befallen waren, die aber nach einer medikamentösen Vorbehandlung (neoadjuvante Therapie) klinisch wieder unauffällig erscheinen. Es ist derzeit noch nicht abschließend geklärt, welches chirurgische Vorgehen in dieser Situation am besten geeignet ist. Es werden Daten zu verschiedenen Operationstechniken gesammelt, die aktuell in verschiedenen Ländern angewendet werden. Dazu gehören die umfassende Entfernung der Achsellymphknoten oder die gezielte Entnahme einzelner Wächter-Lymphknoten. Ziel ist es, die Durchführbarkeit, die Sicherheit und den operativen Aufwand dieser Methoden zu vergleichen. Zudem wird dokumentiert, welche körperlichen Auswirkungen die jeweiligen Eingriffe haben.

Beamion BCGC-1: Ermittlung einer geeigneten Dosis von Zongertinib als Monotherapie und in Kombination mit weiteren Behandlungen bei verschiedenen HER2-positiven, metastasierten Krebsarten (NCT06324357)

Diese Studie zur Beobachtung / Dokumentation des Einsatzes ist für Erwachsene ab 18 Jahren mit verschiedenen HER2-positiven (HER2+) Krebserkrankungen zugelassen, wenn der Krebs bereits gestreut hat und nicht mehr durch eine Operation entfernt werden kann. Voraussetzung ist, dass die Tumoren HER2-Veränderungen (HER2-Aberrationen) zeigen und eine vorherige Behandlung nicht erfolgreich war. Ziel der Studie ist es, eine passende Dosis für Zongertinib zu finden. Diese Dosis soll so bestimmt werden, dass Personen mit unterschiedlichen HER2+ Krebsarten, die gestreut haben, Zongertinib am besten vertragen, wenn es zusammen gegeben wird mit Trastuzumab-Deruxtecan (T-DXd), mit Trastuzumab-Emtansin (T-DM1), mit Trastuzumab und Capecitabin, mit Zanidatamab oder mit mFOLFOX6 (mit oder ohne Trastuzumab). Zusätzlich wird untersucht, ob Zongertinib allein und in Kombination mit den genannten Behandlungen dazu beitragen kann, dass Tumoren kleiner werden. Zongertinib hemmt HER2. HER2 trägt dazu bei, dass Krebszellen wachsen. Die Behandlung erfolgt in Zyklen. Es gibt 2 Teile der Studie. In Teil 1 erhalten Teilnehmende in verschiedenen Gruppen ansteigende Dosen von Zongertinib. In Teil 2 werden Teilnehmende zufällig (per Zuordnung) in unterschiedliche Gruppen eingeteilt. Jede Gruppe erhält eine andere Dosis. Jede teilnehmende Person hat die gleiche Chance, in eine der Gruppen zu kommen. Während der Studie finden regelmäßige Besuche statt. Ziel ist, die höchste Dosis von Zongertinib zu ermitteln, die zusammen mit den jeweiligen anderen Behandlungen vertragen wird. Dafür wird besonders auf bestimmte ernste gesundheitliche Probleme geachtet, die bei einigen Teilnehmenden auftreten. Die Tumorgröße wird regelmäßig mit bildgebenden Verfahren (CT/MRT) überprüft. Außerdem wird regelmäßig der Gesundheitszustand kontrolliert und es werden mögliche unerwünschte Wirkungen dokumentiert.

Netzwerk für Patientinnen mit Brustkrebs und Hirnmetastasen in Deutschland (BMBC)

Diese Registerstudie dient der Beobachtung und Dokumentation des Krankheitsverlaufs bei Patientinnen, die an Brustkrebs erkrankt sind und bei denen sich Absiedelungen im Gehirn (Hirnmetastasen) gebildet haben. Ziel ist es, medizinische Daten sowohl aus der Vergangenheit als auch fortlaufend in der Zukunft zu sammeln. Zusätzlich sind wissenschaftliche Projekte geplant. Diese sollen dazu beitragen, die Ursachen für die Entstehung von Hirnmetastasen bei Brustkrebs besser zu verstehen.

Registerplattform für Patientinnen und Patienten mit Brustkrebs

Bei diesem Projekt handelt es sich um eine Studie zur Beobachtung und Dokumentation des Krankheitsverlaufs bei Brustkrebs in Deutschland. Ziel der Studie ist der Aufbau einer deutschlandweiten Registerplattform. In diesem Register werden einheitliche Daten zu den Eigenschaften der Erkrankung, zu speziellen Laboruntersuchungen (molekulare Diagnostik), zur Behandlung und zum Krankheitsverlauf gesammelt. Zudem werden die persönlichen Erfahrungen und Einschätzungen der Teilnehmenden über Fragebögen erfasst. Außerdem wird eine dezentrale Biobank (eine Sammlung von Gewebe- oder Blutproben für die Forschung) für Patientinnen und Patienten mit Brustkrebs aufgebaut.

Studie zur Verwendung von Brustnetzen bei einer zweistufigen Brustrekonstruktion

In dieser randomisierten und kontrollierten Studie wird die Anwendung des TiLOOP® Bra Netzes untersucht. Es handelt sich um die erste Studie, die die Sicherheit und die Wirkung dieses Netzes bei Patientinnen prüft, deren Brust mit einem sogenannten Expander und einem Implantat wiederhergestellt wird (zweistufige Rekonstruktion). Die Forschenden möchten herausfinden, ob die Verwendung des Netzes zusammen mit dem Gewebe-Expander bestimmte Effekte hat. Dazu wird beobachtet, ob Kapselkontrakturen (Verhärtungen der Gewebehülle um das Implantat) seltener auftreten. Außerdem wird dokumentiert, wie gut die Dehnung des Gewebes verläuft und wie das ästhetische Ergebnis aussieht.

Untersuchung von Capivasertib in Kombination mit CDK4/6-Inhibitoren und Fulvestrant bei fortgeschrittenem oder metastasiertem HR-positivem/HER2-negativem Brustkrebs (CAPItello-292)

In dieser Studie wird der Einsatz des Prüfmedikaments Capivasertib zusammen mit zwei anderen Medikamenten (einem sogenannten CDK4/6-Hemmer und Fulvestrant) beobachtet und dokumentiert. Diese Kombination wird mit einer Standardbehandlung verglichen, die nur aus einem CDK4/6-Hemmer und Fulvestrant besteht. Die Studie richtet sich an erwachsene Patientinnen und Patienten mit einem bestimmten Typ von Brustkrebs (Hormonrezeptor-positiv und HER2-negativ), der bereits fortgeschritten ist oder Absiedlungen (Metastasen) im Körper gebildet hat und nicht operiert werden kann. Es handelt sich um eine sogenannte offene Studie, was bedeutet, dass sowohl die Teilnehmenden als auch die Ärzte wissen, welche Behandlung verabreicht wird. Ziel ist es, die Sicherheit der Behandlung zu überprüfen und herauszufinden, welche Auswirkungen die zusätzliche Gabe von Capivasertib auf den Krankheitsverlauf hat.

Untersuchung zur Anwendung genetisch gesteuerter Präzisionsmedizin bei metastasiertem Brustkrebs (CATCH)

Diese Studie ist als diagnostische Plattform und Registerstudie angelegt. Es wird der Einsatz einer umfassenden genetischen Untersuchung bei metastasiertem Brustkrebs beobachtet und dokumentiert. Das Hauptziel ist es, bestimmte biologische Merkmale (Biomarker) und Angriffspunkte für Medikamente zu identifizieren. Dadurch sollen gezielte Behandlungen ermöglicht werden. An der Studie können alle Patienten mit metastasiertem Brustkrebs teilnehmen, unabhängig vom Geschlecht oder der genauen Unterart des Tumors. Wenn Fernmetastasen (Absiedlungen des Tumors) festgestellt werden oder die Krankheit fortschreitet, werden im Rahmen der üblichen ärztlichen Versorgung Gewebeproben aus einer Metastase entnommen. Zusätzlich werden Blutproben gesammelt. Parallel zu den Standarduntersuchungen werden die Erbanlagen des Tumors (Genom und Transkriptom) umfassend analysiert. Dies dient dazu, die biologischen Grundlagen der Erkrankung zu verstehen. Gleichzeitig wird ermittelt, ob Patienten für zukünftige klinische Studien mit passenden, biomarker-gesteuerten Behandlungen infrage kommen. Proben, die nicht für die unmittelbare medizinische Versorgung benötigt werden, werden systematisch in einer Biobank gesammelt. Diese dienen begleitenden wissenschaftlichen Programmen. Die wachsende Datenbank verknüpft klinische Berichte, Gewebeproben und genetische Daten. Ziel ist der Aufbau einer Plattform für Präzisionsonkologie, um passende Therapien zu finden und diese Daten mit weiteren klinischen Therapiestudien zu verbinden.

Untersuchung zum Verzicht auf eine Chemotherapie bei frühem Brustkrebs (HR-positiv, HER2-negativ) mit mittlerem Rückfallrisiko unter Behandlung mit Ribociclib (NoLEEta)

In dieser klinischen Studie wird untersucht, ob bei bestimmten Formen von frühem Brustkrebs auf eine Chemotherapie verzichtet werden kann. Die Studie richtet sich an Patientinnen mit Brustkrebs, dessen Zellen Hormonrezeptoren aufweisen (HR-positiv), aber das HER2-Protein nicht besitzen (HER2-negativ). Zudem liegt ein mittleres Risiko für einen Rückfall vor. Bisherige Untersuchungen haben gezeigt, dass der Wirkstoff Ribociclib (ein sogenannter CDK4/6-Hemmer, der das Zellwachstum bremst) in Kombination mit einer Antihormontherapie nach einer Operation Auswirkungen auf den Krankheitsverlauf haben kann. Normalerweise erhalten Patientinnen mit einem mittleren Rückfallrisiko vor der Antihormontherapie eine Chemotherapie. Es ist jedoch unklar, ob diese Chemotherapie zwingend notwendig ist. Ziel der Studie ist es zu prüfen, ob durch den Einsatz des Wirkstoffs Ribociclib auf die Chemotherapie verzichtet werden kann. Dadurch sollen die mit einer Chemotherapie verbundenen Nebenwirkungen vermieden werden, ohne dass sich dies negativ auf die Wirkung der Gesamtbehandlung auswirkt.

Prävention und Behandlung von Chemo-bedingter Nervenschädigung bei Krebspatienten mit Aconite-Schmerzöl

Es wird eine prospektive, multizentrische, verblindete, randomisierte und placebokontrollierte nationale Studie in Deutschland durchgeführt. Ziel ist die Untersuchung der vorbeugenden und der therapeutischen Wirkung von Aconite-Schmerzöl im Vergleich zu Placebo bei onkologischen Patientinnen und Patienten, die eine neurotoxische Chemotherapie mit Taxanen und/oder Platin-Derivaten erhalten. Die Studie richtet sich an Erwachsene ab 18 Jahren, die wegen eines soliden Tumors eine unmodifizierte Chemotherapie planen. Teilnehmende können das Prüfpräparat oder Placebo im Rahmen der Studie erhalten. Die Teilnahme umfasst auch das Ausfüllen von Fragebogen und ein Patiententagebuch. Hinweis: Ziel der Studie ist es, die Belastung durch Chemo-bedingte Nervenschädigung (CIPN) zu senken, insbesondere für den Bereich Grad II, und die Symptome sowie die Lebensqualität zu betrachten.

Untersuchung genetischer Merkmale bei frühem Brustkrebs mit hohem Risiko zur Planung der weiteren Behandlung (COGNITION)

In dieser Studie werden Gewebeproben und Krankheitsdaten erfasst und beobachtet. Es handelt sich um eine Diagnose-Plattform für Patienten mit frühem Brustkrebs, bei denen ein hohes Risiko für einen Rückfall besteht. Das Ziel ist es, die genetischen Eigenschaften von Tumoren genau zu untersuchen, insbesondere wenn diese auf eine Standard-Chemotherapie vor der Operation (neoadjuvante Therapie) nicht vollständig angesprochen haben. Durch die Untersuchung von Tumorproben und Blut soll ein genaues genetisches Profil der Erkrankung erstellt werden. Dies dient als Vorbereitung, um zu entscheiden, ob Sie für eine Teilnahme an der nachfolgenden Behandlungsstudie (COGNITION-GUIDE) infrage kommen. Dort wird geprüft, ob gezielte Behandlungen basierend auf Ihren genetischen Merkmalen möglich sind. Proben, die nicht für die unmittelbare Diagnose benötigt werden, werden in einer Biobank gesammelt. Zusammen mit Ihren medizinischen Daten dienen sie der Forschung, um Krebserkrankungen besser zu verstehen und zukünftige Behandlungsansätze zu entwickeln.

Untersuchung von kognitivem Training und Hirnstimulation bei Frauen mit kognitiven Beeinträchtigungen nach einer Chemotherapie

Ziel dieser Studie ist die Untersuchung, ob ein intensives Training des Arbeitsgedächtnisses in Kombination mit einer Hirnstimulation Auswirkungen auf die Gedächtnisleistung hat. Dabei kommt die sogenannte hochauflösende tDCS zum Einsatz (eine Methode zur Stimulation des Gehirns durch schwachen Strom). Die Studie richtet sich an Frauen, die nach einer Chemotherapie zur Behandlung von Brustkrebs unter kognitiven Beeinträchtigungen leiden. Es wird beobachtet, ob und wie sich die Kombination aus Training und Stimulation auf die geistige Leistungsfähigkeit auswirkt.

Einsatz von Abemaciclib und Antihormontherapie bei hormonempfindlichem, HER2-negativem Brustkrebs unter Nutzung einer digitalen Gesundheitsanwendung (MINERVA)

In dieser Studie wird die Anwendung des Medikaments Abemaciclib in Kombination mit einer Antihormontherapie (einem Aromatasehemmer oder Fulvestrant) untersucht. Die Studie richtet sich an Patientinnen vor und nach den Wechseljahren, die an einem fortgeschrittenen oder metastasierten (gestreuten) Brustkrebs leiden, der auf Hormone reagiert (HR-positiv) und keine übermäßige Bildung des HER2-Proteins aufweist (HER2-negativ). Es handelt sich um die erste Behandlungslinie für das fortgeschrittene Stadium. Ziel ist es, die Sicherheit der Behandlung, ihre Auswirkungen auf den Krankheitsverlauf sowie die Lebensqualität der Patientinnen zu beobachten. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der digitalen Erfassung von Nebenwirkungen. Hierfür nutzen Sie die Web- und App-basierte Anwendung CANKADO. Mit diesem benutzerfreundlichen Werkzeug können Sie täglich Ihre Nebenwirkungen (zum Beispiel Durchfall) und Ihr Befinden dokumentieren. Diese digitale Erfassung erfolgt zusätzlich zur üblichen ärztlichen Dokumentation. Darüber hinaus werden im Rahmen der Begleitforschung biologische Merkmale im Blut (sogenannte Biomarker wie ct-DNA) untersucht. Damit soll geklärt werden, warum die Behandlung bei manchen Patientinnen gut anschlägt oder warum sich eine Unempfindlichkeit (Resistenz) gegen die kombinierte Hormontherapie entwickelt.

Untersuchung der Wirkung und Widerstandsmuster bei der Behandlung mit Ribociclib bei fortgeschrittenem Brustkrebs

In dieser Phase-IV-Studie wird der Einsatz von Ribociclib bei Patientinnen mit fortgeschrittenem Brustkrebs beobachtet und dokumentiert. Die Teilnehmerinnen haben einen sogenannten HR-positiven und HER2-negativen Brustkrebs. Sie erhalten Ribociclib als erste Behandlungslinie in Kombination mit einer Standard-Hormontherapie. Die Behandlung erfolgt genau so, wie es in der offiziellen Zulassung für das Medikament vorgesehen ist. Das Ziel der Studie ist es, die Auswirkungen der Therapie genau zu analysieren. Dabei untersuchen die Forschenden, wie das Medikament auf molekularer Ebene wirkt. Zudem soll geklärt werden, warum der Krebs im Laufe der Zeit unempfindlich (resistent) gegen die Behandlung werden kann.

Untersuchung der Novilase®-Lasertherapie zur gezielten Zerstörung von bösartigen Brusttumoren

In dieser klinischen Studie wird das medizinische Gerät Novilase® untersucht. Es geht darum, bösartige Brusttumore gezielt zu zerstören. Vor dieser Studie gab es bereits eine erste Untersuchung zur Machbarkeit. Dort wurden 98 % der Tumore, die 15 Millimeter oder kleiner waren, in einem einzigen Eingriff vollständig entfernt. Nun soll geprüft werden, welche Auswirkungen das Novilase®-Verfahren auf bösartige Tumore der Brust hat, die höchstens 15 Millimeter groß sind. Die Ergebnisse werden mit dem Zielwert für die Standardbehandlung verglichen, der sogenannten Lumpektomie (brusterhaltende Operation). Das Ziel ist, eine ähnliche Erfolgsquote wie bei der Operation zu erreichen. Das bedeutet konkret, dass in mindestens 80 % der Fälle keine erneute Behandlung nötig sein soll.

Entscheidungsfindung zum intensivierten Früherkennungsprogramm im Vergleich zur vorbeugenden Brustentfernung bei Frauen mit einer BRCA1/2-Genveränderung (IFNP)

In dieser Studie zur Beobachtung und Datenerfassung wird untersucht, für welche vorbeugenden Maßnahmen sich Frauen mit einer bestimmten Genveränderung (BRCA1/2-Mutation) in den letzten 20 Jahren entschieden haben. Dabei geht es um die Wahl zwischen einem intensivierten Früherkennungsprogramm und einer vorbeugenden Brustentfernung. Zusätzlich wird durch einen Fragebogen ermittelt, welche Gründe diese Entscheidung beeinflussen. Das Hauptziel der Datenerfassung ist es, die Faktoren zu erkennen, die die Entscheidungsfindung beeinflussen. Dazu gehören zum Beispiel das Alter, der Zeitpunkt des Gentests oder die Familienplanung. Mit diesen Informationen sollen Ärztinnen und Ärzte zukünftig eine noch besser angepasste Beratung anbieten können. Dabei sollen die Vorteile und Risiken gut abgewogen werden, um Patientinnen bei ihrer Entscheidung zu unterstützen. Zudem wird beschrieben, wie sich die Wahl der vorbeugenden Maßnahmen bei Frauen mit einer BRCA1/2-Genveränderung am FBREK-Zentrum in den vergangenen 20 Jahren entwickelt hat.

Untersuchung zu Hautreizungen während der unterstützenden Bestrahlung bei Brustkrebs (DAI-BREAC)

In dieser randomisierten Studie wird der Einsatz einer Erinnerungs-App geprüft. Die App soll Brustkrebspatientinnen viermal am Tag daran erinnern, die notwendige Hautpflege durchzuführen. Ziel ist es zu beobachten, welche Auswirkungen diese Erinnerungen auf das Auftreten von stärkeren Hautreizungen (Strahlendermatitis ab Grad 2) haben. Insgesamt nehmen 268 Patientinnen an der Untersuchung teil. Sie werden zufällig in zwei Gruppen eingeteilt. Gruppe A führt die übliche Hautpflege durch und nutzt zusätzlich die Erinnerungs-App. Gruppe B führt nur die übliche Hautpflege ohne App durch. Zusätzlich werden Schmerzen im bestrahlten Bereich dokumentiert. In der Gruppe mit der App wird außerdem gefragt, wie zufrieden die Teilnehmerinnen mit der Anwendung sind, welchen Einfluss sie auf die Nutzung von Gesundheitstechnik hat und ob die Unterstützung durch das Personal bei der App-Nutzung hilfreich ist.

Studie zu Brustkrebs mit niedrigem HER2-Wert (DESTINY Breast Respond HER2-low Europe)

Diese Studie zur Beobachtung und Dokumentation des Einsatzes richtet sich an erwachsene Patientinnen und Patienten mit fortgeschrittenem Brustkrebs. Untersucht wird die Behandlung mit dem Medikament Trastuzumab Deruxtecan (T-DXd) als alleinige Therapie. Die Studie ist für Personen gedacht, deren Brustkrebs nicht operiert werden kann oder sich im Körper ausgebreitet hat (metastasiert ist) und einen sogenannten niedrigen HER2-Wert aufweist. Eine weitere Voraussetzung ist, dass bereits eine Chemotherapie wegen der Metastasen stattgefunden hat oder der Krebs während oder innerhalb von 6 Monaten nach einer vorbeugenden Chemotherapie zurückgekehrt ist. Es wird dokumentiert, wie die Behandlung im medizinischen Alltag verläuft.

Untersuchung einer durch den HER2DX-Test gesteuerten Behandlung bei frühem HER2-positivem Brustkrebs (DEFINITIVE)

In dieser klinischen Studie wird untersucht, wie sich der diagnostische Test HER2DX auf die Behandlung von Patientinnen und Patienten mit HER2-positivem Brustkrebs im Frühstadium auswirkt. Ziel ist es zu prüfen, ob die Testergebnisse dabei unterstützen können, die medizinische Betreuung individuell anzupassen. Die Teilnehmenden werden zufällig in zwei Gruppen eingeteilt. Gruppe A erhält eine Standardbehandlung nach Entscheidung der behandelnden Ärztin oder des behandelnden Arztes, ohne dass die Ergebnisse des HER2DX-Tests bekannt sind. Gruppe B erhält eine individuell angepasste Behandlung, die direkt auf den Ergebnissen des HER2DX-Tests basiert.

Studie zur Untersuchung des Absetzens von CDK4/6-Hemmern bei metastasiertem Brustkrebs (HR-positiv, HER2-negativ)

In dieser klinischen Studie der Phase II wird der weitere Krankheitsverlauf beobachtet, wenn eine bestimmte medikamentöse Behandlung abgesetzt wird. Die Studie richtet sich an Patientinnen mit metastasiertem Brustkrebs. Voraussetzung ist, dass der Tumor Hormonrezeptor-positiv (HR-positiv) und HER2-negativ ist. Es werden Patientinnen aufgenommen, deren Erkrankung unter der bisherigen Behandlung über einen längeren Zeitraum stabil geblieben ist. In der Studie wird untersucht, wie sich das Absetzen der sogenannten CDK4/6-Hemmer auswirkt. Die Behandlung erfolgt dabei offen und ohne Vergleichsgruppe.

Untersuchung der Auswirkungen eines Vorbereitungsprogramms auf die körperliche und seelische Verfassung nach der Behandlung bei Personen mit festen Tumoren (NEOPRO-SIT)

In dieser klinischen Studie wird ein Vorbereitungsprogramm (Prähabilitation) für Personen mit festen Tumoren untersucht. Das Programm findet vor der eigentlichen Krebsbehandlung statt. Es besteht aus einer gezielten Bewegungstherapie und einer seelischen (psychoonkologischen) Begleitung. Ziel der Studie ist es zu prüfen, welche Auswirkungen dieses Programm auf die körperliche und seelische Belastbarkeit sowie auf die Lebensqualität hat. Dabei wird das Vorbereitungsprogramm mit der Standardbehandlung verglichen. Die Teilnehmenden erhalten entweder die übliche Standardbehandlung oder nehmen an dem umfassenden Vorbereitungsprogramm teil.

Untersuchung der Auswirkungen von Online-Yoga auf die Lebensqualität bei Brustkrebs

In dieser Studie wird untersucht, welche Auswirkungen zwei verschiedene Online-Yoga-Programme auf die gesundheitsbezogene Lebensqualität bei Patientinnen mit Brustkrebs haben. Es werden dabei sowohl qualitative Informationen (zum Beispiel aus Befragungen) als auch messbare Daten erhoben, um den Einfluss auf das Wohlbefinden zu dokumentieren.

Untersuchung der Wirkung und Sicherheit von Camizestrant und Ribociclib bei Patientinnen und Patienten mit Brustkrebs

In dieser klinischen Studie wird eine bestimmte Art von Brustkrebs untersucht. Dabei handelt es sich um Tumore, die Hormonrezeptoren aufweisen (HR-positiv). Ziel der Studie ist es, die Wirkung und Sicherheit einer Kombination aus zwei Medikamenten zu untersuchen: Ribociclib und das Prüfmedikament Camizestrant. Es wird geprüft, wie sich diese Kombination auf den Krankheitsverlauf auswirkt. Die Studie richtet sich an Patientinnen und Patienten mit fortgeschrittenem HR-positivem Brustkrebs. Eine Voraussetzung ist, dass im frühen Stadium der Erkrankung bereits für mindestens fünf Jahre eine Antihormontherapie durchgeführt wurde, davon mindestens zwei Jahre mit einem sogenannten Aromatasehemmer. Um die Wirkung der Behandlung zu beurteilen, wird gemessen, wie viel Zeit vom Beginn der Behandlung bis zu einem möglichen Fortschreiten der Erkrankung vergeht (das sogenannte progressionsfreie Überleben).

Untersuchung von Vorsorgemaßnahmen bei erblichem Brustkrebs und Eierstockkrebs (DK-FBREK)

Bei diesem Projekt handelt es sich um eine Studie zur Beobachtung und Dokumentation. Es wird ein bundesweites Register (eine zentrale Datensammlung) für Personen mit einem erblichen Risiko für Brustkrebs und Eierstockkrebs aufgebaut. Ziel der Studie ist es, Daten über neue Risikogene zu sammeln. So soll untersucht werden, wie sich bestimmte genetische Merkmale auf die Erkrankung auswirken. Dies ist wichtig, um in Zukunft genau angepasste Maßnahmen zur Vorsorge und Behandlung anbieten zu können. In dieser Beobachtungsstudie werden gezielt Daten von Betroffenen und Personen mit einer genetischen Veranlagung gesammelt. Dabei werden verschiedene Aspekte untersucht: Es wird das altersspezifische Krebsrisiko und der natürliche Krankheitsverlauf bei bestimmten genetischen Veränderungen beobachtet. Zudem wird die Wirkung von angepassten Vorsorgemaßnahmen dokumentiert. Auch die Lebensqualität und die Qualität der Betreuung werden erfasst. Ein weiteres Ziel ist es, das Verhältnis von Nutzen und möglichen Nachteilen der Vorsorge zu überprüfen, um unnötige oder belastende Maßnahmen zu vermeiden. Die gesammelten Erkenntnisse sollen dazu dienen, das Wissen von ärztlichem Personal, Beratungspersonen und Betroffenen über genetische Risiken zu erweitern. Langfristig soll dieses Register als Vorbild für ähnliche Programme bei anderen erblichen Krebserkrankungen, wie zum Beispiel Darmkrebs oder Prostatakrebs, dienen.

Elacestrant plus Everolimus bei fortgeschrittenem ER+/HER2-, ESR1-mutiertem Brustkrebs nach Fortschreiten unter endokriner Therapie und CDK4/6-Inhibitor (NCT06382948)

In dieser Studie wird eine Form von fortgeschrittenem Brustkrebs (ABC) untersucht. Voraussetzung ist, dass der Tumor ER-positiv (Östrogenrezeptor positiv), HER2-negativ (ohne HER2-Vermehrung) ist und eine Mutation im Gen ESR1 (ESR1 mutiert) vorliegt. Die Erkrankung soll trotz bisheriger endokriner Therapie weiter fortschreiten. Zusätzlich müssen Patientinnen und Patienten bereits einen CDK4/6-Inhibitor zusammen mit der endokrinen Therapie erhalten haben. Behandelt werden soll mit Elacestrant und Everolimus. Everolimus kann dabei entweder als Prüfmedikament oder als Placebo gegeben werden. Elacestrant ist ein Wirkstoff, der den Östrogenrezeptor gezielt abbaut (selektiver Östrogenrezeptor-Degrader). Everolimus (oder Placebo) ist ein Wirkstoff, der als Kinasehemmer eingesetzt wird und für bestimmte Formen von fortgeschrittenem hormonrezeptor-positivem, HER2-negativem Brustkrebs bei postmenopausalen Patientinnen vorgesehen ist. Ziel der Studie ist die Untersuchung der Auswirkungen der Kombination aus Elacestrant und Everolimus. Als Hauptkriterium gilt die Zeit von Beginn der Behandlung mit Elacestrant plus Everolimus (oder Placebo) bis zum ersten Auftreten von Krankheitsfortschreiten, nicht akzeptabler Unverträglichkeit (Toxizität), Tod oder Abbruch der Studienbehandlung aus anderen Gründen. Dieses Kriterium wird als „progressionsfreies Überleben“ bezeichnet. Für die Teilnahme gelten strenge Auswahlkriterien. Diese sollen das Risiko senken, dass Personen mit bestimmten Begleiterkrankungen oder Tumormerkmalen teilnehmen. Die Studie wird nach den Regeln der Internationalen Harmonisierung (ICH) und nach den jeweils geltenden Vorschriften zur Guten Klinischen Praxis (GCP) durchgeführt.

Untersuchung von Elacestrant im Vergleich zur Standard-Antihormontherapie bei ER-positivem und HER2-negativem Brustkrebs mit Nachweis von Tumor-DNA im Blut (TREAT ctDNA)

Dies ist eine klinische Phase-III-Studie. In dieser Studie wird der Einsatz des Prüfmedikaments Elacestrant im Vergleich zur üblichen Standardbehandlung (endokrine Therapie) untersucht. Die Studie richtet sich an Patientinnen und Patienten mit einem bestimmten Brustkrebs-Typ (ER-positiv, HER2-negativ), bei denen genetische Spuren des Tumors im Blut (sogenannte ctDNA) wieder aufgetreten sind. Zunächst findet eine Überprüfungsphase (Screening) statt. Dabei wird Ihr Blut zu verschiedenen Zeitpunkten untersucht, um festzustellen, ob Tumor-DNA (ctDNA) vorhanden ist. Wenn bei Ihnen diese Spuren im Blut gefunden werden, aber keine Fernmetastasen (Absiedelungen in anderen Organen) vorliegen, können Sie an der Hauptstudie teilnehmen. Sie werden dann zufällig in eine von zwei Gruppen eingeteilt (Randomisierung). Eine Gruppe erhält weiterhin die Standardbehandlung (dieselbe, die Sie zum Zeitpunkt des Bluttests erhalten haben), die andere Gruppe erhält das Prüfmedikament Elacestrant. Voraussetzung ist, dass Sie alle Kriterien für die Teilnahme erfüllen. Nach Ende der Studienbehandlung entscheidet Ihr Arzt über die weitere Therapie.

Studie zu Elacestrant bei Patientinnen mit fortgeschrittenem oder metastasiertem Brustkrebs (ER-positiv, HER2-negativ, ESR1-mutiert)

Diese Studie zur Beobachtung und Dokumentation des Einsatzes richtet sich an Frauen nach den Wechseljahren mit fortgeschrittenem oder metastasiertem Brustkrebs. Der Tumor weist dabei bestimmte Merkmale auf (ER-positiv, HER2-negativ und eine sogenannte ESR1-Mutation). Die Patientinnen erhalten das Medikament Elacestrant als zweite Behandlungslinie im Rahmen der normalen ärztlichen Versorgung. Ziel der Studie ist es zu untersuchen, wie häufig die ESR1-Mutation nach einer vorherigen Hormontherapie auftritt. Zudem wird dokumentiert, wie sich die Behandlung auf die Lebensqualität auswirkt und wie gut das Medikament vertragen wird. Es wird auch erfasst, wie sicher die Anwendung im Praxisalltag ist und wie mit eventuellen Begleiterscheinungen umgegangen wird.

Aufbau einer Tumorbank für Blutproben zur Erforschung von Erkrankungen

In diesem Projekt wird eine sogenannte Tumorbank aufgebaut. Dabei handelt es sich um eine Sammlung von Blutproben. Diese Proben stammen sowohl von Patienten mit Tumorerkrankungen als auch von gesunden Personen, die als Vergleichsgruppe dienen. Die Blutproben werden systematisch gesammelt. Gleichzeitig werden die dazugehörigen medizinischen Daten (klinische Daten) erfasst. Die biologischen Proben, die medizinischen Informationen und die zukünftigen Forschungsergebnisse bilden gemeinsam die Grundlage dieser Tumorbank. Die Teilnahme dient ausschließlich der Forschung. Ein persönlicher Nutzen ist nicht sicher zu erwarten.

Aufbau einer Tumorbank für Gewebeproben

In dieser Studie wird der Aufbau einer sogenannten Tumorbank durchgeführt. Dabei handelt es sich um eine Sammlung von Gewebeproben. Diese stammen sowohl von Patienten mit gutartigen oder bösartigen Tumoren als auch von gesunden Menschen, die als Vergleichsgruppe dienen. Die Gewebeproben werden systematisch zusammen mit den passenden medizinischen Daten der Teilnehmer gesammelt. Diese biologischen Proben und die klinischen Daten bilden gemeinsam mit zukünftigen Forschungsergebnissen den Inhalt der Tumorbank. Diese Sammlung wird mit einer bereits bestehenden Datenbank für Blutproben verknüpft. Die Teilnahme dient ausschließlich der Forschung. Ein persönlicher Nutzen ist nicht sicher zu erwarten.

Untersuchung der Kombination von Elacestrant und Olaparib bei fortgeschrittenem oder metastasiertem Brustkrebs (HR-positiv/HER2-negativ)

Es handelt sich um eine klinische Studie der Phase 2 zur Untersuchung einer Kombinationsbehandlung. In dieser Studie möchten die Forschenden herausfinden, welche Auswirkungen die zusätzliche Gabe des Prüfmedikaments Elacestrant zum Standardmedikament Olaparib auf den Krankheitsverlauf hat. Sie vergleichen diese Kombination mit der alleinigen Behandlung mit Olaparib. Die Studie richtet sich an Patientinnen und Patienten mit hormonrezeptor-positivem (HR-positiv) und HER2-negativem Brustkrebs, der bereits fortgeschritten ist oder gestreut hat (Metastasen). Zudem muss eine bestimmte genetische Veränderung vorliegen (gBRCA1/2-Mutation). Die Teilnehmenden werden per Zufallsprinzip in zwei Gruppen eingeteilt. Gruppe A erhält das Standardmedikament Olaparib täglich zusammen mit dem Prüfmedikament Elacestrant. Gruppe B erhält nur das Standardmedikament Olaparib täglich. Die Behandlung wird so lange fortgesetzt, wie die Erkrankung nicht fortschreitet und keine starken Nebenwirkungen auftreten. Zu Beginn jedes Behandlungszyklus wird Ihr Blut untersucht. Alle drei Monate erfolgen bildgebende Verfahren (wie CT oder MRT) zur Überprüfung des Tumors sowie Befragungen zu Ihrer Lebensqualität.

Studie zum Vergleich von Lasofoxifene und Abemaciclib gegenüber Fulvestrant und Abemaciclib bei fortgeschrittenem oder metastasiertem Brustkrebs (ER+/HER2-) mit einer ESR1-Mutation

In dieser klinischen Studie wird untersucht, wie sich die Kombination der Wirkstoffe Lasofoxifene und Abemaciclib im Vergleich zur Kombination von Fulvestrant und Abemaciclib auf den Krankheitsverlauf auswirkt. Zudem werden die Sicherheit und die Verträglichkeit der Behandlung beobachtet. Die Studie richtet sich an Frauen vor und nach den Wechseljahren sowie an Männer, die an lokal fortgeschrittenem oder metastasiertem Brustkrebs leiden. Der Brustkrebs muss bestimmte Eigenschaften aufweisen: Er muss positiv für Östrogenrezeptoren (ER+) und negativ für den Wachstumsfaktor HER2 (HER2-) sein sowie eine sogenannte ESR1-Mutation besitzen. Eine Voraussetzung für die Teilnahme ist, dass Sie bereits zuvor eine Behandlung mit Ribociclib oder Palbociclib erhalten haben. Die Teilnehmenden erhalten nach dem Zufallsprinzip eine von zwei Behandlungen: Entweder nehmen sie täglich Tabletten mit Lasofoxifene und Abemaciclib ein, oder sie erhalten eine Kombination aus Fulvestrant (wird als Spritze in den Muskel gegeben) und Abemaciclib-Tabletten. Die Verabreichung erfolgt nach einem festen Zeitplan.

Untersuchung der Beckenbodenfunktion bei Patientinnen mit gynäkologischen Tumoren und Brustkrebs während einer medikamentösen Tumorbehandlung

Die umfassende Behandlung von gynäkologischen Krebserkrankungen und Brustkrebs kann häufig zu einer Beeinträchtigung der Beckenbodenfunktion führen. Dies hat einen großen Einfluss auf die Lebensqualität der betroffenen Patientinnen. Bei dieser Untersuchung handelt es sich um eine Studie zur Beobachtung und Dokumentation mittels Fragebögen. Ziel der Studie ist es, mögliche Einschränkungen der Blasen-, Darm- und Sexualfunktion während einer medikamentösen Tumorbehandlung (systemische Therapie) zu erfassen. Dabei wird untersucht, wie die Patientinnen diese Einschränkungen selbst wahrnehmen und welche Faktoren darauf Einfluss haben könnten. Dafür werden spezielle, anerkannte Fragebögen verwendet. Die gesammelten Informationen sollen dabei unterstützen, mögliche Ansätze für die Vorbeugung und Behandlung dieser Beschwerden zu finden.

Untersuchung von Sport bei Patientinnen mit dreifach-negativem Brustkrebs

Es handelt sich um eine vorausschauende, zufallsgesteuerte und kontrollierte Studie an einem einzigen Studienzentrum. Untersucht werden die Auswirkungen von einem kombinierten, überwachten Ausdauer- und Krafttraining. Die Studie richtet sich an Frauen im Alter von 18 bis 50 Jahren mit einem neu diagnostizierten, bisher unbehandelten dreifach-negativen Brustkrebs (Stadium I bis III). Diese Patientinnen stehen vor einer Chemotherapie (mit sogenannten Anthrazyklinen) und einer Immuntherapie. Alle Teilnehmerinnen erhalten eine Smartwatch zur Überwachung des Herzrhythmus. Die Teilnehmerinnen werden per Zufall in zwei Gruppen eingeteilt. Die Kontrollgruppe erhält für 24 Wochen Standardempfehlungen für körperliche Bewegung während der Krebstherapie. Die andere Gruppe führt 24 Wochen lang ein videobasiertes Ausdauer- und Krafttraining zu Hause durch. Das Hauptziel ist es, die Veränderung der maximalen Sauerstoffaufnahme (ein Maß für die körperliche Leistungsfähigkeit) nach 24 Wochen zu messen. Zusätzlich werden die körperliche Funktion, Blutwerte des Herzens, die Lebensqualität sowie die Muskelkraft gemessen. Auch Ultraschalluntersuchungen des Herzens in Ruhe und unter Belastung sowie die Häufigkeit von Vorhofflimmern (einer Herzrhythmusstörung) werden erfasst. Nach 24 Wochen erhalten beide Gruppen die Standardempfehlungen für Bewegung. Nach 52 Wochen findet eine ärztliche Abschlussuntersuchung statt, bei der die genannten Messwerte erneut kontrolliert werden. Zudem wird beobachtet, ob im Verlauf der 24 und 52 Wochen herzbedingte Nebenwirkungen durch die Krebsbehandlung oder die Immuntherapie auftreten.

Vergleich von FDG-PET/CT und CT zur Überwachung bei metastasiertem Brustkrebs (MONITOR-RCT)

In dieser klinischen Vergleichsstudie wird untersucht, ob eine Überwachung mittels FDG-PET/CT (ein spezielles bildgebendes Verfahren) das Überleben von Patienten mit metastasiertem Brustkrebs im Vergleich zur Standardüberwachung mit CT (Computertomographie) beeinflussen kann. Es wird geprüft, ob Krankheitsfortschritte durch FDG-PET/CT früher erkannt werden und ob dadurch früher mit einer neuen Behandlung begonnen werden kann. Zudem werden mögliche Auswirkungen auf die Lebensqualität und den Bedarf an weiteren Untersuchungen beobachtet. Die Studie richtet sich an Patienten, bei denen kürzlich metastasierter Brustkrebs festgestellt wurde und die für eine erste medikamentöse Behandlung infrage kommen. Die Teilnehmenden werden in zwei Gruppen eingeteilt. Eine Gruppe wird mittels FDG-PET/CT überwacht, die andere mittels Standard-CT. Die eigentliche Krebsbehandlung folgt den üblichen medizinischen Standards, wird jedoch durch die Ergebnisse der Scans gesteuert. Während der Studie werden zu verschiedenen Zeitpunkten Fragebögen zur Lebensqualität ausgefüllt.

Untersuchung der Durchführbarkeit einer Strahlentherapie mit einem speziellen Kombinationsgerät (1.5T MR-Linac)

In dieser Studie wird untersucht, ob Untersuchungen und Behandlungen an einem neuartigen Gerät durchführbar sind. Es handelt sich um ein sogenanntes Hybrid-Gerät (1.5 T MR-Linac). Dieses Gerät verbindet die Bestrahlung mit einer Bildgebung. Das Ziel ist es, zu beobachten und zu dokumentieren, wie gut dieses kombinierte Gerät in der Anwendung funktioniert. Dabei werden Bilder vom Körper gemacht und gleichzeitig die Strahlentherapie durchgeführt.

Erste-in-Mensch-Studie mit dem bispezifischen Antikörper CC-3 (CD276xCD3) bei Patientinnen und Patienten mit kolorektalem Krebs

Bei dieser Studie handelt es sich um eine „First in Human“ (FIH)-Studie bei Patientinnen und Patienten mit kolorektalem Krebs (CRC), bei denen mindestens drei vorherige Therapielinien ohne ausreichenden Erfolg waren. Ziel ist es, die Sicherheit und die Auswirkungen auf den Krankheitsverlauf von CC-3 zu untersuchen. CC-3 ist ein bispezifischer Antikörper (bsAb) mit der Bindespezifität CD276xCD3. CC-3 bindet an CD276 auf Krebszellen und gleichzeitig an Tumorgefäße im CRC. Damit soll ein doppelter Wirkansatz erreicht werden. CC-3 wurde in einem neuen Format entwickelt. Dieses soll die Halbwertszeit im Blut verlängern und vor allem eine Aktivierung von T-Zellen außerhalb des Zielbereichs (Off-target-Aktivierung) verringern. Dadurch wird mit weniger Nebenwirkungen gerechnet. Ein ähnlicher Antikörper in diesem Format mit PSMAxCD3 wird derzeit bereits bei Patientinnen und Patienten mit Prostatakrebs geprüft (NCT04104607) und zeigte bisher sehr günstige Sicherheitsdaten und erste Hinweise. Die klinische Prüfung hat zwei Teile. Zuerst erfolgt eine Dosissteigerung, um die maximal verträgliche Dosis (MTD) von CC-3 zu bestimmen. Danach schließt sich ein Dosisausweitungs-Teil an, um die empfohlene Dosis für Phase II festzulegen. Begleitend gibt es ein Programm für die translationalen Untersuchungen, unter anderem mit Analysen zur Halbwertszeit von CC-3 und zur ausgelösten Immunreaktion, um den Wirkmechanismus besser zu verstehen. Die Teilnahme dient ausschließlich der Forschung. Ein persönlicher Nutzen ist nicht sicher zu erwarten.

Erste Studie am Menschen mit Tersolisib (STX-478) als alleiniger Therapie und in Kombination mit anderen antineoplastischen Medikamenten bei fortgeschrittenen soliden Tumoren

Untersucht wird STX-478 (LY4064809) in einer multiteiligen Studie der Phase 1/2. Es handelt sich um eine offene Studie, in der die Sicherheit, Verträglichkeit, die Art der Wirkstoffverteilung im Körper (pharmakokinetische Daten, PK) und erste Hinweise auf Auswirkungen auf den Tumor untersucht werden. Die Teilnahme richtet sich an Personen mit fortgeschrittenen soliden Tumoren mit P13Ka-Mutationen. Teil 1 prüft STX-478 als alleinige Therapie (Monotherapie) bei Personen mit fortgeschrittenen soliden Tumoren. Teil 2 untersucht STX-478 zusammen mit Fulvestrant bei Personen mit Hormonrezeptor-positivem (HR+) Brustkrebs. Teil 3 untersucht STX-478 zusammen mit einer Hormontherapie (Aromatasehemmer, Fulvestrant, Tamoxifen oder Imlunestrant) und einem CDK4/6-Hemmer (Ribociclib, Palbociclib oder Abemaciclib) bei Personen mit HR+ Brustkrebs. Jeder Studienteil beginnt mit einer 28-tägigen Screening-Phase. Danach erfolgt die Behandlung entweder mit STX-478 als Monotherapie oder als Kombinationstherapie.

Untersuchung der genetischen Merkmale bei einer bestimmten Form von Brustkrebs (lobuläres Mammakarzinom) und dessen Absiedlungen

Diese Studie zur Beobachtung untersucht eine bestimmte Form von Brustkrebs, das sogenannte invasiv lobuläre Mammakarzinom. Bei dieser Krebsart wachsen die Tumorzellen in den Drüsenläppchen der Brust. Oft sprechen diese Tumore weniger gut auf eine Chemotherapie an. Zudem unterscheidet sich der langfristige Krankheitsverlauf häufig von anderen Brustkrebsarten. Bisher gibt es keine genauen Tests, die vorhersagen können, bei welchen Patientinnen ein erhöhtes Risiko für die Bildung von Tochtergeschwülsten (Metastasen) besteht. Es ist jedoch bekannt, dass sich das genetische Profil dieser speziellen Brustkrebsart von anderen unterscheidet. Dies könnte ein Grund dafür sein, warum Therapien unterschiedlich anschlagen und Metastasen zu verschiedenen Zeitpunkten auftreten. Ziel der Studie ist es, die genetischen Veränderungen (Mutationsmuster) des ursprünglichen Tumors und der Metastasen zu untersuchen. Diese Daten werden mit dem Krankheitsverlauf verglichen. So soll herausgefunden werden, ob bestimmte genetische Muster mit einem höheren Risiko für Metastasen zusammenhängen.

Untersuchung einer an den Geneigenschaften orientierten Behandlung nach der Operation bei frühem Brustkrebs (COGNITION-GUIDE)

Dies ist eine klinische Phase-2-Studie. Sie richtet sich an Patientinnen und Patienten mit frühem Brustkrebs, bei denen der Tumor noch nicht in ferne Organe gestreut hat. Die Teilnehmenden haben bereits eine Chemotherapie vor der Operation (neoadjuvante Therapie) sowie die Operation selbst erhalten. Dennoch wurden bei der Untersuchung des entfernten Gewebes noch restliche Krebszellen gefunden. Dies bedeutet oft ein höheres Risiko für einen Rückfall. Ziel der Studie ist es, die weitere Behandlung genau auf die genetischen Eigenschaften des verbliebenen Tumorgewebes abzustimmen. Dazu wird das Tumorgewebe molekularbiologisch untersucht. Basierend auf den Ergebnissen erhalten die Teilnehmenden ein passendes Prüfmedikament zusätzlich zur üblichen Standardbehandlung. Die Studie beobachtet, welche Auswirkungen diese zielgerichtete Strategie auf den Krankheitsverlauf hat und ob sie das Risiko für ein Wiederauftreten des Krebses beeinflussen kann. Es handelt sich um eine sogenannte „Umbrella-Studie“ mit sieben verschiedenen Behandlungsarmen. Das bedeutet, dass nicht alle Teilnehmenden das gleiche Medikament erhalten, sondern die Therapie individuell nach den gefundenen Biomarkern (biologischen Merkmalen) des Tumors ausgewählt wird.

Untersuchung der Veränderungen des CRP-Wertes unter Immuntherapie bei dreifach negativem Brustkrebs (ICK-breast)

Bei dieser Untersuchung handelt es sich um eine sogenannte Beobachtungsstudie. Das bedeutet, dass die Behandlung Ihrer Erkrankung genau so abläuft, wie es Ihr Arzt geplant hat, und im Rahmen der Studie lediglich Daten gesammelt werden, ohne dass zusätzlich in die Behandlung eingegriffen wird. Die Studie richtet sich an Patientinnen mit einem sogenannten dreifach negativen Brustkrebs, sowohl im frühen als auch im fortgeschrittenen oder metastasierten Stadium. Das Ziel der Forschenden ist es, zu beobachten, wie sich der CRP-Wert im Blut während einer Immuntherapie verändert. Der CRP-Wert ist ein Laborwert, der Entzündungen im Körper anzeigt. Es soll untersucht werden, ob die Entwicklung dieses Wertes Rückschlüsse auf den weiteren Krankheitsverlauf zulässt. Dabei wird unter anderem dokumentiert, wie der Tumor auf die Behandlung anspricht und wie sich dies auf den langfristigen Verlauf auswirkt.

Untersuchung des Einflusses von Hormontherapie, Zyklus und Gewebemerkmalen auf die Behandlung bei Brustkrebs (PEAK)

In dieser Beobachtungsstudie wird dokumentiert, welchen Einfluss der Menstruationszyklus auf bestimmte Eigenschaften des Tumors hat. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf dem sogenannten Ki67-Wert, der anzeigt, wie schnell Tumorzellen wachsen. Zudem wird geprüft, ob ein zusätzlicher Gentest (PAM50) die ärztliche Empfehlung für die weitere Behandlung beeinflusst. Die Studie richtet sich an Patientinnen mit einer bestimmten Form von Brustkrebs, bei denen eine Operation geplant ist. Es wird beobachtet, wie sich die Tumorwerte verändern, wenn vor der Operation für 2 bis 4 Wochen eine Standardbehandlung mit Medikamenten (wie Tamoxifen oder Aromatasehemmern) durchgeführt wird oder wenn keine Behandlung stattfindet. Es handelt sich um eine sogenannte nicht-interventionelle Studie. Das bedeutet, die Behandlung folgt der klinischen Routine und wird durch die Studie nicht verändert, sondern lediglich beobachtet und ausgewertet.

Untersuchung einer qualitätsgesicherten Bewegungstherapie für Menschen mit einer Krebserkrankung (IMPLEMENT)

Bei diesem Projekt handelt es sich um eine Studie zur Beobachtung und Entwicklung neuer Versorgungsstrukturen. Ziel der Studie ist es, in Deutschland einen dauerhaften Zugang zu einer qualitätsgesicherten Bewegungstherapie für Menschen mit einer Krebserkrankung aufzubauen und zu prüfen. Das Projekt ist auf drei Jahre angelegt und verläuft in drei Phasen. In der ersten Phase wird untersucht, welche Strukturen bereits bestehen und welche Hindernisse oder Bedürfnisse es gibt. Zudem wird die Zusammenarbeit mit wichtigen Personen im Gesundheitssystem aufgebaut. In der zweiten Phase werden konkrete Maßnahmen in der Praxis umgesetzt. Dies geschieht für verschiedene Zielgruppen, wie Kinder, Jugendliche und Erwachsene, sowie in städtischen und ländlichen Regionen. Auch digitale Lösungen werden einbezogen. Dabei wird fortlaufend geprüft, was die Umsetzung erleichtert oder erschwert, um das System stetig anzupassen. In der dritten Phase wird der Erfolg der Maßnahmen bewertet. Durch einen Vorher-Nachher-Vergleich wird untersucht, ob mehr Patientinnen und Patienten an der Bewegungstherapie teilnehmen. Zusätzlich werden die wirtschaftlichen Aspekte des Projekts ausgewertet.

Untersuchung einer Gewebeentnahme mittels Vakuumtechnik vor der Operation zur Beurteilung des Ansprechens auf die Chemotherapie bei Brustkrebs

In dieser klinischen Studie wird untersucht, wie gut sich Tumorreste nach einer Chemotherapie mittels einer speziellen Gewebeentnahme erkennen lassen. Bei der Behandlung von Brustkrebs wird häufig bereits vor der Operation eine Chemotherapie durchgeführt (neoadjuvante Chemotherapie). Ziel ist es oft, dass der Tumor vollständig zurückgeht. Aktuelle Bildgebungsverfahren wie MRT oder Ultraschall sind jedoch nicht immer genau genug, um mit Sicherheit zu sagen, ob noch Tumorreste vorhanden sind. Deshalb ist eine Operation bisher der einzige Weg, um dies sicher festzustellen. Die Studie prüft, ob eine sogenannte vakuumgestützte Biopsie (VAB) verlässliche Ergebnisse liefert. Dabei wird Gewebe aus dem Bereich entnommen, in dem der Tumor ursprünglich saß. Dies geschieht unter Kontrolle durch Ultraschall oder Mammographie bei Patientinnen und Patienten, deren Tumor in der Bildgebung scheinbar vollständig verschwunden ist. Die Forschenden vergleichen die Ergebnisse dieser Biopsie mit den Ergebnissen der anschließenden Operation, um die Genauigkeit des Verfahrens zu bestimmen.

Internationale Studie zum Brustaufbau mit Implantaten vor dem Brustmuskel

Diese internationale Studie dient der Beobachtung und Dokumentation des Einsatzes von bestimmten Techniken zum Brustaufbau. Sie richtet sich an Patientinnen, bei denen nach einer Brustkrebserkrankung das Brustgewebe entfernt wurde (Mastektomie) und die einen Brustaufbau mit Implantaten vor dem Brustmuskel (präpektoral) erhalten. Ziel der Studie ist es, Daten zu den chirurgischen, ästhetischen und krebsbezogenen (onkologischen) Ergebnissen zu sammeln. Zudem wird untersucht, wie sich dieser Ansatz auf die Lebensqualität der Patientinnen auswirkt.

Untersuchung der Medikamente Datopotamab Deruxtecan und Durvalumab bei fortgeschrittenem, dreifach negativem Brustkrebs (DIAMOND)

In dieser klinischen Studie wird untersucht, wie sich das Prüfmedikament Datopotamab Deruxtecan in Kombination mit dem Medikament Durvalumab im Vergleich zu Datopotamab Deruxtecan allein auf den Krankheitsverlauf auswirkt. Die Studie richtet sich an Patientinnen mit fortgeschrittenem oder gestreutem (metastasiertem), dreifach negativem Brustkrebs, der das Merkmal PDL1 nicht aufweist (PDL1-negativ). Brustkrebs ist weltweit die häufigste Krebserkrankung bei Frauen. Der Begriff "dreifach negativ" bedeutet, dass die Tumorzellen keine Bindungsstellen (Rezeptoren) für die Hormone Östrogen und Progesteron sowie für das Eiweiß HER2 besitzen. Diese Form macht etwa 10 bis 15 Prozent aller Brustkrebserkrankungen aus. Da dieser Untertyp oft einen schwereren Verlauf hat, besteht ein großer Bedarf an neuen Behandlungsmöglichkeiten. Zudem hat sich gezeigt, dass Tumore ohne das Merkmal PDL1 von der bisherigen Standardbehandlung aus Chemotherapie und bestimmten Immunmedikamenten nicht ausreichend profitieren. Ziel der Studie ist es, die Wirkung der neuen Medikamentenkombination für diese spezielle Patientengruppe zu untersuchen und zu dokumentieren.

Untersuchung zum Einsatz von großen Sprachmodellen (KI) bei der Behandlungsplanung in der gynäkologischen Onkologie

In dieser Studie wird untersucht, wie sich der Einsatz moderner Computertechnologie auf medizinische Entscheidungen auswirkt. Konkret wird geprüft, welchen Einfluss der Zugang zu sogenannten großen Sprachmodellen (künstliche Intelligenz) auf Medizinstudenten hat, wenn diese Behandlungspläne erstellen. Dies wird mit der Nutzung herkömmlicher medizinischer Leitlinien im PDF-Format verglichen. Das Ziel ist es festzustellen, inwieweit die Entscheidungen der Studenten mit den Empfehlungen einer erfahrenen Tumorkonferenz (einer Gruppe von Experten verschiedener Fachrichtungen) übereinstimmen. Es soll geklärt werden, ob die neuen technischen Hilfsmittel zu ähnlichen Ergebnissen führen wie das Expertengremium. Die Teilnahme dient ausschließlich der Forschung. Ein persönlicher Nutzen ist nicht sicher zu erwarten.

Untersuchung des Magseed Pro® Markers und des Sentimag® Gen3 Systems zur Markierung von Lymphknoten und Gewebeveränderungen in der Brust

In dieser klinischen Studie wird das System aus dem Magseed Pro® Marker und dem Sentimag® Gen3 Gerät untersucht. Das Ziel ist es, Daten zur Sicherheit und zur Funktionsweise dieses Systems zu sammeln. Es wird geprüft, ob sich damit bestimmte Bereiche im Körper markieren lassen. Dazu gehören verdächtige oder nachweislich betroffene Lymphknoten in der Achselhöhle sowie Gewebeveränderungen in der Brust, bei denen es sich um Krebs oder Vorstufen von Krebs handeln kann.

Vergleich von Elacestrant mit einer Standard-Hormontherapie bei frühem Brustkrebs mit erhöhtem Rückfallrisiko

In dieser klinischen Studie wird untersucht, ob Patientinnen und Patienten mit einer bestimmten Form von frühem Brustkrebs (hormonrezeptor-positiv und HER2-negativ) von einer neuen Behandlungsstrategie profitieren. Die Studie richtet sich an Personen, bei denen durch Routineuntersuchungen ein mittleres bis hohes Risiko für einen Rückfall festgestellt wurde. Es wird verglichen, wie sich eine anfängliche fünfjährige Einnahme des Prüfmedikaments Elacestrant (gegebenenfalls in Kombination mit einem weiteren Medikament, einem sogenannten CDK4/6-Hemmer) auf den Krankheitsverlauf auswirkt. Im Anschluss an diese fünf Jahre folgt eine Standard-Hormontherapie für bis zu zweieinhalb Jahre. Diese Gruppe wird mit Personen verglichen, die von Beginn an für fünf bis siebeneinhalb Jahre die übliche Standard-Hormontherapie erhalten. Hintergrund der Untersuchung ist die Annahme aus früheren Studien, dass der Einsatz von Elacestrant die Entwicklung von Resistenzen (Widerstandsfähigkeit des Tumors gegen die Behandlung) verhindern oder verzögern könnte.

Untersuchung der Behandlung von Hirnmetastasen durch eine minimalinvasive Lasertherapie bei Patientinnen mit Brustkrebs (Met-SMILE)

In dieser prospektiven Studie wird die Behandlung von Hirnmetastasen (Absiedlungen des Tumors im Gehirn) bei Patientinnen mit Brustkrebs untersucht. Durch Fortschritte in der Medizin leben Patientinnen heute länger. Dadurch kommt es häufiger vor, dass sich Metastasen im Gehirn bilden. Diese können sich genetisch vom ursprünglichen Tumor unterscheiden. Daher ist es sinnvoll, eine Gewebeprobe zu entnehmen und zu untersuchen. Die Entnahme der Gewebeprobe wird mit einer schonenden (minimalinvasiven) Operationstechnik kombiniert. Dabei wird ein Laser eingesetzt, um die Metastase zu behandeln. Die Studie richtet sich an Patientinnen, bei denen die Hirnmetastasen Beschwerden verursachen und für die eine offene Operation am Gehirn nicht gut geeignet ist. Die Teilnehmerinnen werden gebeten, zu verschiedenen Zeitpunkten Fragebögen auszufüllen. Dies geschieht vor der Operation und bis zu drei Monate danach. Die Fragen beziehen sich auf den Gesundheitszustand und die Lebensqualität. Zusätzlich werden medizinische Daten zur Erkrankung und zur Behandlung dokumentiert. Insgesamt sollen 30 Patientinnen an dieser Studie teilnehmen.

Vergleich verschiedener Methoden zur Lokalisierung von bösartigen Veränderungen in der Brust

Ziel dieser Studie ist der Vergleich verschiedener bildgesteuerter Methoden, mit denen bösartige Veränderungen in der Brust vor einer Operation markiert werden (Lokalisierung). Bei brusterhaltenden Operationen soll der Tumor vollständig entfernt werden. Gelingt dies nicht beim ersten Mal, sind oft weitere Eingriffe nötig. Dies kann für Patienten belastend sein und zu Verzögerungen bei der weiteren Behandlung führen. Um die betroffenen Stellen präzise zu finden, werden verschiedene Techniken eingesetzt, beispielsweise Drähte, Ultraschall während der Operation, magnetische Marker oder Funkwellen-Technik. Es wird untersucht, wie sich diese unterschiedlichen Methoden auf die Sicherheit der Behandlung und das Wohlbefinden der Patienten auswirken. Bisher gibt es nur wenige Daten darüber, wie erfolgreich die verschiedenen Techniken im direkten Vergleich sind und wie viel Unbehagen oder Schmerzen sie verursachen. In dieser Studie werden daher die Raten erfolgreicher Entfernungen sowie die Rückmeldungen der Patienten zu ihrem Befinden dokumentiert und ausgewertet.

Untersuchung der molekularen Mechanismen bei Brustkrebs, der nicht auf Medikamente anspricht (MOMENTUM)

Bei dieser Studie handelt es sich um eine Registerstudie zur Beobachtung und Dokumentation. Ziel der Studie ist es, Daten von Patientinnen und Patienten mit Brustkrebs zu sammeln. Sie richtet sich an Personen mit frühem Brustkrebs, bei denen nach einer Vorbehandlung noch ein Resttumor vorhanden ist, an Personen mit einem Rückfall sowie an Personen mit fortgeschrittenem Brustkrebs. Voraussetzung ist, dass von dem Tumorgewebe mindestens zwei Proben aus unterschiedlichen Zeitpunkten (vor und nach einer Behandlung) vorliegen. Für die Studie werden ausschließlich Gewebeproben verwendet, die ohnehin im Rahmen der normalen ärztlichen Behandlung (wie bei der Diagnosestellung oder einer Operation) entnommen wurden. An diesen Proben wird untersucht, wie sich der Tumor im Laufe der Zeit verändert und warum er möglicherweise nicht mehr auf Medikamente anspricht. Zusätzlich werden Blutproben gesammelt. Dies geschieht zu Beginn der Studie und wenn die Behandlung aufgrund eines Fortschreitens der Erkrankung angepasst werden muss. Die Blutabnahmen werden mit den ohnehin geplanten Routine-Blutabnahmen verbunden. Im Blut wird nach Spuren der Tumor-Erbsubstanz gesucht, um das Fortschreiten der Erkrankung besser zu verstehen. Insgesamt soll die Studie dabei unterstützen, die Veränderungen von Brustkrebs zu wichtigen Zeitpunkten der Erkrankung genauer zu erfassen. Es wird untersucht, welche Vorgänge in den Zellen dazu führen, dass eine Behandlung nicht mehr anschlägt.

Untersuchung von Sacituzumab Govitecan im Vergleich zur Kombination mit Pembrolizumab bei frühem, dreifach negativem Brustkrebs mit niedrigem Risiko (ADAPT-TN-III)

In dieser Studie zur Behandlung von Brustkrebs wird der Einsatz verschiedener Medikamente vor einer Operation beobachtet und dokumentiert. Untersucht wird, welche Auswirkungen das Medikament Sacituzumab Govitecan allein im Vergleich zu einer Kombination mit dem Medikament Pembrolizumab auf den Krankheitsverlauf hat. Die Studie richtet sich an Patientinnen und Patienten mit sogenanntem dreifach negativem Brustkrebs (TNBC) in einem frühen Stadium. Diese Form des Brustkrebses gilt oft als aggressiv, und die Behandlungsmöglichkeiten sind vielfältig. Bei Patientinnen mit kleinen Tumoren und ohne Befall der Lymphknoten ist die Prognose oft besser als in fortgeschrittenen Stadien. Dennoch besteht ein Bedarf, die Behandlung weiter zu optimieren. In dieser Studie erhalten die Teilnehmenden die Medikamente vor der geplanten Operation (neoadjuvant), um deren Wirkung auf den Tumor zu untersuchen.

Untersuchung von Inavolisib zusätzlich zur Hormontherapie vor der Operation bei frühem Brustkrebs (HER2-positiv, Hormonrezeptor-positiv, PIK3CA-Mutation)

Dies ist eine Studie zur Untersuchung der Sicherheit und der Auswirkungen von Inavolisib auf den Krankheitsverlauf. Das Prüfmedikament wird zusätzlich zu einer Hormonbehandlung vor der Operation (neoadjuvant) eingesetzt. Die Studie richtet sich an Patienten mit frühem Brustkrebs. Der Krebs muss bestimmte Eigenschaften haben: Er muss HER2-positiv und Hormonrezeptor-positiv sein sowie eine Veränderung im PIK3CA-Gen (Mutation) aufweisen.

Untersuchung von Trastuzumab-Deruxtecan im Vergleich zu einer Standardbehandlung bei frühem HER2-positivem Brustkrebs (ADAPT-HER2-IV)

In dieser klinischen Studie wird die optimale Behandlung vor einer Operation (neoadjuvante Therapie) bei Patientinnen mit frühem, HER2-positivem Brustkrebs untersucht. Die Studie richtet sich an Frauen, deren Tumor noch nicht weit fortgeschritten ist und ein niedriges bis mittleres Rückfallrisiko aufweist. Ziel der Studie ist es zu prüfen, ob das Prüfmedikament Trastuzumab-Deruxtecan im Vergleich zu einer Standard-Chemotherapie in Kombination mit anderen Medikamenten zu einem höheren Anteil an komplettem Tumorrückgang führt. Zudem wird beobachtet, wie sich die Behandlung auf das langfristige Überleben auswirkt. Eine zusätzliche Standard-Chemotherapie wird nur dann eingesetzt, wenn nach der Behandlung mit dem Prüfmedikament noch ein erheblicher Tumorrest vorhanden ist.

Vergleich von Strahlentherapie vor und nach der Operation bei Brustkrebs (NeoRad)

In dieser Studie untersuchen die Forschenden, welchen Einfluss der Zeitpunkt der Bestrahlung auf die Behandlung von Brustkrebs hat. Es wird verglichen, ob eine Bestrahlung vor der Operation andere Ergebnisse bringt als die übliche Bestrahlung nach der Operation. Die Studie richtet sich an Frauen mit invasivem Brustkrebs, die ein erhöhtes Risiko für einen Rückfall haben und bereits vor der Operation eine Chemotherapie erhalten (neoadjuvante Chemotherapie). Ziel ist es zu beobachten, wie sich der Zeitpunkt der Bestrahlung auf den weiteren Krankheitsverlauf auswirkt (krankheitsfreies Überleben). Außerdem wird dokumentiert, ob bei einer der beiden Methoden weniger späte Nebenwirkungen durch die Strahlung auftreten.

Untersuchung von Palazestrant (OP-1250) im Vergleich zur Standardbehandlung bei fortgeschrittenem ER-positivem und HER2-negativem Brustkrebs

In dieser klinischen Studie der Phase 3 untersuchen Ärzte die Sicherheit und die Wirkung des Wirkstoffs Palazestrant (OP-1250). Sie vergleichen die Ergebnisse mit den derzeit üblichen Standardbehandlungen. Dazu gehören die Medikamente Fulvestrant oder Aromatasehemmer. Die Studie richtet sich an Frauen und Männer mit Brustkrebs. Sie können teilnehmen, wenn Ihre Erkrankung fortgeschritten ist, obwohl Sie bereits eine Hormontherapie zusammen mit einem sogenannten CDK4/6-Hemmer erhalten haben.

Untersuchung zur Erkennung von verbliebenen Krebszellen mittels Blutprobe (ORACLE)

In dieser Studie zur Beobachtung und Dokumentation wird ein neuartiger Bluttest untersucht. Ziel ist es festzustellen, ob dieser Test (ein sogenannter ctDNA-Test) erkennen kann, wenn eine Krebserkrankung nach einer Behandlung zurückkehrt. Die Studie richtet sich an Patienten, die wegen eines soliden Tumors (einer festen Krebsgeschwulst) im Frühstadium behandelt wurden. Es ist notwendig, die Ergebnisse des Bluttests mit Ihrem tatsächlichen Krankheitsverlauf zu vergleichen. So soll geprüft werden, wie zuverlässig der Test einen Rückfall anzeigt und welchen Nutzen er im Rahmen der medizinischen Versorgung haben kann.

Untersuchung von Palazestrant in Kombination mit Ribociclib als erste Behandlung bei fortgeschrittenem ER+/HER2-negativem Brustkrebs

In dieser klinischen Phase-3-Studie wird die Wirkung und Sicherheit des Prüfmedikaments Palazestrant in Kombination mit Ribociclib untersucht. Diese Kombination wird mit der Standardbehandlung aus Letrozol und Ribociclib verglichen. Die Studie richtet sich an Frauen und Männer mit fortgeschrittenem Brustkrebs. Eine Voraussetzung ist, dass für das fortgeschrittene Stadium bisher noch keine medikamentöse Krebsbehandlung (systemische Therapie) stattgefunden hat. Es wird beobachtet, wie sich die Behandlungen auf den Krankheitsverlauf auswirken und wie gut sie vertragen werden.

Untersuchung zur erneuten Teilbrustbestrahlung bei Brustkrebs

Brustkrebs ist die häufigste Krebserkrankung bei Frauen. Die übliche Behandlung besteht oft aus einer brusterhaltenden Operation gefolgt von einer Bestrahlung der gesamten Brust. Kommt der Krebs jedoch in der gleichen Brust zurück, wird diese Brust häufig vollständig entfernt, da eine erneute Bestrahlung als schwierig gilt. In dieser klinischen Phase-II-Studie wird der Einsatz einer speziellen Bestrahlungstechnik untersucht: die Protonentherapie (eine Form der Teilchentherapie). Es wird geprüft, wie verträglich eine erneute Bestrahlung ist, die sich nur auf den betroffenen Teil der Brust beschränkt. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf möglichen Hautreaktionen in den ersten sechs Monaten nach der Behandlung. Teilnehmen können 20 Patientinnen, bei denen der Krebs in der bereits bestrahlten Brust wieder aufgetreten ist und erneut brusterhaltend operiert wurde. Die letzte Bestrahlung muss mindestens ein Jahr zurückliegen. Die Teilnehmerinnen erhalten 15 Bestrahlungssitzungen, die einmal täglich stattfinden.

Untersuchung zu patientenrelevanten Ergebnissen bei hormonrezeptor-positivem Brustkrebs mit hohem Risiko

Diese Studie zur Beobachtung und Dokumentation des Einsatzes richtet sich an Patientinnen mit frühem Brustkrebs, der ein hohes Risiko aufweist. Ziel der Studie ist es zu untersuchen, wie dauerhaft die Patientinnen das Medikament Abemaciclib sechs Monate nach Beginn der Therapie einnehmen. Dafür werden bereits vorhandene Daten zur Behandlung rückwirkend (retrospektiv) ausgewertet.

Untersuchung eines angepassten Beratungskonzepts für Patientinnen mit hormonabhängigem Brustkrebs (PaTyp)

Diese Studie wird als sogenannte cluster-randomisierte kontrollierte Studie durchgeführt. Das bedeutet, dass ganze medizinische Einrichtungen per Zufall in verschiedene Gruppen eingeteilt werden. Die Studie richtet sich an Patientinnen mit hormonabhängigem Brustkrebs (hormonrezeptor-positives Mammakarzinom). Es wird untersucht, ob ein speziell an den persönlichen Typ der Patientin angepasstes Beratungs- und Kommunikationskonzept (Coaching) dazu führt, dass die verordnete Hormontherapie regelmäßiger eingenommen wird. Zu Beginn füllen alle Teilnehmerinnen einen Fragebogen aus, um ihren persönlichen Patientinnentyp zu bestimmen. In der ersten Gruppe (Interventionsgruppe) erhalten die Patientinnen daraufhin ein speziell auf sie zugeschnittenes Beratungskonzept. In der zweiten Gruppe (Kontrollgruppe) erfolgt die übliche Standardversorgung, unabhängig vom ermittelten Typ. Um die Auswirkungen zu erfassen, dokumentieren die Patientinnen die Einnahme ihrer Medikamente täglich in einem Tagebuch. Dabei wird geprüft, ob die Therapie an mindestens 80 Prozent der Tage innerhalb von 12 Monaten eingenommen wird. Zusätzlich wird beobachtet, wie sich die Lebensqualität, das Wissen über die eigene Gesundheit, mögliche Beschwerden und die Zufriedenheit mit der Behandlung entwickeln.

Personalisierte Neoantigen-Zieltherapie mit NECVAX-NEO1 als Krebsvakzine in der neoadjuvanten Behandlung beim triple-negativen Brustkrebs (NECVAX-NEO1)

Es wird eine Phase-I/II-Studie zur Beobachtung / Dokumentation des Einsatzes einer personalisierten Krebsvakzine durchgeführt. Untersucht wird, ob und wie die personalisierte Impfstoff-Therapie NECVAX-NEO1 zusätzlich zur zugelassenen Standardbehandlung mit einem Anti-PD-1-Antikörper (PD-1-Hemmer) sowie zu Chemotherapien bei Patientinnen und Patienten mit triple-negativem Brustkrebs eingesetzt wird. Die Studie richtet sich an erwachsene Teilnehmende (ab 18 Jahren) mit triple-negativem Brustkrebs, die für eine neoadjuvante (vor einer Operation erfolgende) Behandlung mit Anti-PD-1-Antikörper und Chemotherapie vorgesehen sind. Die Behandlung erfolgt als Ein-Behandlungsgruppe ohne Vergleichsgruppe. Es werden zwei Gruppen (Kohorten) behandelt: Kohorte 1 erhält zusammen mit der Standardbehandlung eine Therapie mit Epirubicin/Cyclophosphamid und nab-Paclitaxel. Kohorte 2 erhält zusammen mit der Standardbehandlung eine Therapie mit Carboplatin/Paclitaxel und entweder Epirubicin/Cyclophosphamid oder Doxorubicin/Cyclophosphamid. Nach der Brustkrebs-Operation kann die NECVAX-NEO1-Behandlung zusätzlich zur Standardbehandlung mit dem Anti-PD1-Antikörper noch um weitere 24 Wochen verlängert werden. Die Entscheidung dafür trifft die/der Prüfärztin/Prüfarzt anhand des Gesundheitszustands der Studienteilnehmenden. Die Teilnahme dient ausschließlich der Forschung. Ein persönlicher Nutzen ist nicht sicher zu erwarten.

Studie zur Anwendung von Gedatolisib als Erstbehandlung bei fortgeschrittenem HR-positivem, HER2-negativem Brustkrebs (VIKTORIA-2)

In dieser klinischen Studie der Phase 3 wird untersucht, welche Auswirkungen das Prüfmedikament Gedatolisib in Kombination mit Fulvestrant und CDK4/6-Hemmern auf den Krankheitsverlauf hat. Zudem wird die Sicherheit dieser Kombination beobachtet. Die Studie richtet sich an erwachsene Patientinnen und Patienten mit fortgeschrittenem oder metastasiertem (gestreutem) Brustkrebs, der Hormonrezeptor-positiv (HR+) und HER2-negativ ist. Es handelt sich um eine offene Studie, das heißt, Sie und das medizinische Personal wissen, welche Behandlung Sie erhalten. Die Zuteilung zur Behandlungsgruppe erfolgt nach dem Zufallsprinzip. Untersucht wird der Einsatz dieser Medikamentenkombination als erste Therapieoption bei fortgeschrittener Erkrankung.

RLY-2608 + Fulvestrant im Vergleich zu Capivasertib + Fulvestrant bei lokal fortgeschrittenem oder metastasiertem, PIK3CA-mutiertem HR+/HER2- Brustkrebs

Untersucht wird eine multizentrische, globale, randomisierte Studie der Phase 3 mit offener Durchführung. Dabei wird verglichen, welche Auswirkungen und welche Verträglichkeit RLY-2608 zusammen mit Fulvestrant gegenüber Capivasertib zusammen mit Fulvestrant bei erwachsenen Patientinnen und Patienten mit HR+/HER2- ABC (Advanced Breast Cancer) mit PIK3CA-Mutation hat. Die Studienteilnahme richtet sich an Personen, bei denen es nach einer Behandlung mit einem CDK4/6-Inhibitor zu einem Wiederauftreten (Rezidiv) oder einem Fortschreiten der Erkrankung kam. Die Studienteilnehmenden erhalten nach dem Zufallsprinzip entweder RLY-2608 + Fulvestrant oder Capivasertib + Fulvestrant. Fulvestrant gehört in beiden Behandlungsgruppen zur Therapie. Untersucht werden die Auswirkungen und die Sicherheit der jeweiligen Kombination. Einschlusskriterien gelten nur, wenn zusätzlich zur Erkrankung auch bestimmte allgemeine Voraussetzungen erfüllt sind. Dazu gehören unter anderem der ECOG-Status, messbare Erkrankung nach RECIST v1.1 oder eine beurteilbare Knochen-Erkrankung sowie ein Nachweis für das Fortschreiten nach den genannten Vorbehandlungen.

Untersuchung der Sicherheit und Wirkung von GLSI-100 bei Personen mit HER2/neu-positivem Brustkrebs

Es handelt sich um eine klinische Phase-3-Studie. In dieser Studie wird untersucht, wie sicher und verträglich das Prüfmedikament GLSI-100 ist und welche Auswirkungen es auf den Krankheitsverlauf hat. Die Studie richtet sich an Patientinnen und Patienten mit HER2/neu-positivem Brustkrebs, bei denen ein hohes Risiko für ein Wiederauftreten der Erkrankung (Rezidiv) besteht. Voraussetzung ist, dass Sie sowohl die Standardbehandlung vor der Operation als auch die Nachbehandlung bereits abgeschlossen haben. Zudem wird untersucht, ob Sie ein bestimmtes genetisches Merkmal (HLA-A*02) tragen. Wenn Sie an der Studie teilnehmen, erhalten Sie das Prüfmedikament oder ein Placebo (ein Scheinmedikament ohne Wirkstoff) als Spritze unter die Haut. Die Behandlung besteht aus einer Serie von 6 Spritzen innerhalb der ersten 6 Monate. Danach folgen 5 weitere Auffrischungsspritzen im Abstand von jeweils 6 Monaten. Die Studie umfasst verschiedene Gruppen: Bei Teilnehmenden mit dem Merkmal HLA-A*02 entscheidet das Los, ob sie das Prüfmedikament oder das Placebo erhalten (randomisiert und doppelblind). Teilnehmende ohne das Merkmal HLA-A*02 werden in eine offene Gruppe aufgenommen, in der alle das Prüfmedikament erhalten.

Phase-I-Studie zur Untersuchung von [177Lu]Lu-DFC413 bei Erwachsenen mit soliden Tumoren

In dieser Phase-I-Studie wird die Sicherheit und Verträglichkeit von [177Lu]Lu-DFC413 untersucht. Außerdem werden Dosimetrie (Dosisverteilung im Körper) und erste Hinweise auf die Wirkung auf den Krankheitsverlauf geprüft. Zusätzlich wird die Sicherheit sowie die Bildgebungs-Eigenschaften von [68Ga]Ga-NNS309 untersucht. Teilnehmen können Erwachsene ab 18 Jahren mit bestimmten fortgeschrittenen, lokal nicht operierbaren oder metastasierten soliden Tumoren. Voraussetzung ist außerdem, dass es Tumorherde gibt, die [68Ga]Ga-NNS309 aufnehmen. Die Studie umfasst auch einen Teil zur Dosis-Erweiterung (Dose expansion) bei bestimmten Patientengruppen mit Weichteilsarkomen.

Untersuchung von [177Lu]Lu-NNS309 bei Patienten mit Bauchspeicheldrüsen-, Lungen-, Brust- und Darmkrebs

In dieser Phase-1-Studie wird das Prüfmedikament [177Lu]Lu-NNS309 untersucht. Die Studie richtet sich an Erwachsene, die an fortgeschrittenem oder metastasiertem Bauchspeicheldrüsenkrebs, nicht-kleinzelligem Lungenkrebs, Brustkrebs oder Darmkrebs leiden. Das Ziel ist es, die Sicherheit und Verträglichkeit des Mittels zu prüfen. Außerdem wird untersucht, wie sich die Substanz im Körper verteilt (Dosimetrie) und ob es erste Hinweise auf eine Wirkung gegen den Krebs gibt. Zusätzlich wird die Substanz [68Ga]Ga-NNS309 geprüft. Hierbei untersuchen die Ärzte die Sicherheit dieses Stoffes und wie gut er sich für bildgebende Verfahren eignet, um den Krebs sichtbar zu machen. Die Teilnahme dient ausschließlich der Forschung. Ein persönlicher Nutzen ist nicht sicher zu erwarten.

Untersuchung der Medikamente Capivasertib und Fulvestrant bei Patientinnen mit primärem lobulärem Brustkrebs mit hohem Risiko (LOBSTER)

Es handelt sich um eine offene, zufallsgesteuerte Phase-II-Studie. Ziel der Studie ist es, die Wirkung des Prüfmedikaments Capivasertib in Kombination mit dem Medikament Fulvestrant im Vergleich zu Fulvestrant allein zu untersuchen. Die Studie richtet sich an Patientinnen mit primärem lobulärem Brustkrebs (einer bestimmten Form von Brustkrebs) mit hohem Risiko. Die Behandlung findet vor einer geplanten Operation statt. Untersucht wird, ob sich das Zellwachstum stoppen lässt. Dies wird anhand eines bestimmten Wertes (Ki67-Wert) gemessen, der auf 2,7 Prozent oder weniger sinken soll. Insgesamt nehmen 120 Patientinnen teil. Sie werden per Zufall in zwei Gruppen eingeteilt. Die erste Gruppe erhält zunächst für zwei Wochen das Prüfmedikament Capivasertib als Tablette. Danach wird für weitere acht Wochen Capivasertib zusammen mit Fulvestrant (als Spritze in den Muskel) verabreicht. Die zweite Gruppe erhält über zehn Wochen nur Fulvestrant als Spritze. Die Behandlung wird fortgesetzt bis zur Operation oder Gewebeentnahme (Biopsie), es sei denn, die Erkrankung schreitet fort, es treten unverträgliche Nebenwirkungen auf oder die Zustimmung wird zurückgezogen. Während der Behandlung wird bei allen Patientinnen eine Gewebeprobe (Biopsie) entnommen, um den Ki67-Wert zu bestimmen. Nach Abschluss der Studienbehandlung erfolgen weitere Behandlungen wie eine Operation, Chemotherapie, Bestrahlung oder Hormontherapie nach dem üblichen medizinischen Standard außerhalb dieser Studie.

Studie zur Untersuchung der Sicherheit und der Auswirkungen auf den Krankheitsverlauf von Camizestrant in Kombination mit Ribociclib bei Patientinnen und Patienten mit hormonrezeptorpositivem (HR+) Brustkrebs (CADILLAC)

Bei dieser Untersuchung handelt es sich um eine klinische Studie der Phase II. Ziel der Studie ist es, die Sicherheit und die Auswirkungen auf den Krankheitsverlauf der Medikamentenkombination aus Camizestrant (einem neuen Prüfmedikament) und Ribociclib zu untersuchen. Die Studie richtet sich an erwachsene Personen mit einer bestimmten Form von Brustkrebs, dem sogenannten hormonrezeptorpositiven (HR+) und HER2-negativen Brustkrebs. Im Rahmen der Studie wird beobachtet, wie der Körper auf die Kombination der beiden Medikamente reagiert. Die Teilnehmenden erhalten die Studienmedikamente und werden regelmäßig medizinisch untersucht. Dazu gehören unter anderem Blutentnahmen, die Abgabe von Gewebeproben und bildgebende Verfahren wie Computertomografien (CT) oder Magnetresonanztomografien (MRT), um den Verlauf der Erkrankung genau zu dokumentieren.

Studie zur Untersuchung der Sicherheit und der Auswirkungen auf die Lebensqualität von Capivasertib in Kombination mit einer Standard-Antihormontherapie bei fortgeschrittenem HR+/HER2-negativem Brustkrebs nach vorheriger Behandlung

Dies ist eine klinische Phase-III-Studie, die an mehreren Zentren durchgeführt wird. Sie untersucht den Einsatz des Prüfmedikaments Capivasertib bei Patientinnen und Patienten mit fortgeschrittenem HR+/HER2-negativem Brustkrebs. Die Studie richtet sich an Personen, bei denen die Erkrankung trotz einer vorherigen hormonbasierten Behandlung fortgeschritten ist. Das Ziel der Studie ist es, den Nutzen von Capivasertib zu bewerten. Dabei wird gemessen, wie viel Zeit vergeht, bis eine neue, andere Behandlung notwendig wird. Zudem wird untersucht, wie sich die Behandlung auf Ihre Lebensqualität auswirkt und ob sich eine Verschlechterung der Lebensqualität hinauszögern lässt. Es gibt in dieser Studie keine direkte Vergleichsgruppe. Ihre Daten werden stattdessen mit einer historischen Kontrollgruppe aus einer früheren Studie (CAPItello-291) verglichen. Wenn Sie teilnehmen, erhalten Sie das Prüfmedikament Capivasertib zusammen mit einer hormonellen Standardbehandlung (Antihormontherapie). Sie werden gebeten, Ihre Lebensqualität regelmäßig in standardisierten Fragebögen zu dokumentieren. Optional können Sie dabei elektronische Unterstützung über Ihr eigenes Smartphone nutzen.

Studie zu Ribociclib in Kombination mit Standard- adjuvanter endokriner Therapie bei frühem Brustkrebs (NCT05827081)

In dieser offenen, multizentrischen Studie der Phase IIIb handelt es sich um eine Studie zur Beobachtung / Dokumentation des Einsatzes als Ein-Arme-Studie. Untersucht werden die Auswirkungen auf den Krankheitsverlauf bei Patientinnen und Patienten mit invasivem brustkrebsfreiem Überleben (iBCFS). Die Studie richtet sich an eine Patientengruppe, die der Versorgung in der Praxis möglichst nahekommt. Es werden Menschen mit hormonrezeptorpositivem (HR+), HER2-negativem (HER2-) frühem Brustkrebs untersucht. Dazu gehören Patientinnen und Patienten mit anatomischer Stadieneinteilung Gruppe III, IIB sowie ein Teil von Gruppe IIA. Im Rahmen der Studie wird Ribociclib zusammen mit einer Standard- adjuvanten endokrinen Therapie (ET) eingesetzt. Ziel ist es, Daten zur Sicherheit und zu den Auswirkungen auf das invasive brustkrebsfreie Überleben zu gewinnen. Die Teilnahme dient ausschließlich der Forschung. Ein persönlicher Nutzen ist nicht sicher zu erwarten.

Körperliches Training während der Chemotherapie vor einer Operation bei Brustkrebs (Neo-ACT)

Bei Brustkrebs wird häufig eine Chemotherapie vor der Operation (neoadjuvante Chemotherapie) eingesetzt. In dieser klinischen Studie wird untersucht, wie sich ein gezieltes körperliches Training während dieser Chemotherapie auf den Krankheitsverlauf auswirkt. Ein wichtiges Ziel der medizinischen Behandlung ist es, dass bei der anschließenden Operation kein Tumorgewebe mehr nachweisbar ist. Es wird erforscht, ob ein Sportprogramm die Rückbildung des Tumors beeinflussen kann. Zudem wird beobachtet, wie sich das Training auf die Lebensqualität, die körperliche Fitness, die Muskelkraft und die Verträglichkeit der Chemotherapie auswirkt. Auch mögliche Auswirkungen auf Krankschreibungen und biologische Prozesse im Körper werden dokumentiert. An der Studie nehmen 712 Patientinnen teil. Sie werden per Zufall in zwei Gruppen eingeteilt. Eine Gruppe absolviert ein betreutes, intensives Ausdauer- und Krafttraining, das durch eine App unterstützt wird. Die andere Gruppe erhält die gewohnte Standardversorgung. Die körperliche Aktivität wird genau aufgezeichnet. Die Nachbeobachtungszeit beträgt zwei Jahre.

Studie zur Untersuchung der Lebensqualität, Sicherheit und der Auswirkungen der TIGR® Matrix nach einer Brustrekonstruktion

In dieser Studie zur Beobachtung wird die Lebensqualität von Patientinnen nach einer Brustoperation mit Implantaten untersucht. Dafür wird ein spezieller Fragebogen (BREAST-Q) verwendet. Außerdem wird dokumentiert, wie sicher das vollständig vom Körper abbaubare Kunststoffnetz (TIGR® Matrix) ist und welche Auswirkungen es hat.

Beobachtungsstudie zur Analyse von Tumoreigenschaften und Versorgungsdaten bei Brustkrebs (PRAEGNANT)

In dieser Studie wird der Krankheitsverlauf bei Patientinnen mit Brustkrebs beobachtet und dokumentiert. Ein besonderer Fokus liegt auf Patientinnen, deren Erkrankung bereits fortgeschritten ist oder Tochtergeschwülste (Metastasen) gebildet hat. Oft werden Therapieentscheidungen auf Basis des ursprünglichen Tumors getroffen, da eine erneute Gewebeentnahme aus Metastasen belastend sein kann. Es wird untersucht, ob moderne Blutanalysen geeignet sind, um die aktuellen Eigenschaften des Tumors und der Metastasen ebenso zuverlässig zu bestimmen. Ziel ist es, eine Struktur aufzubauen, mit der genetische Veränderungen und andere Merkmale des Tumors umfassend analysiert werden können. Dies soll helfen, die biologischen Grundlagen der Erkrankung besser zu verstehen. Zusätzlich werden Informationen zur medizinischen Versorgung, zur Lebensqualität der Patientinnen und zu wirtschaftlichen Aspekten im Gesundheitswesen gesammelt.

Krebsrisiko mithilfe digitaler und molekularer Marker vorhersagen (NCT06962670)

Ziel der Studie ist es, neue Marker zu finden, die das Risiko vorhersagen können, an Krebs zu erkranken. Der Schwerpunkt liegt dabei vor allem auf Brustkrebs. Untersucht wird, ob sich typische Unterschiede zwischen Daten von an Krebs erkrankten Personen und gesunden Personen zeigen. Dazu können zum Beispiel Unterschiede bei Biomarkern, beim Lebensstil oder in der Familiengeschichte zählen. Teilnehmen können biologische erwachsene Frauen (mindestens 18 Jahre). Zusätzlich gibt es eine besondere Gruppe, die bereits mindestens eine der genannten Krebsarten hat.

Beobachtung der Behandlung von Brustkrebs bei Frauen vor den Wechseljahren unter Einsatz einer Unterdrückung der Eierstockfunktion (PROOFS)

In dieser Registerstudie werden Daten zur Behandlung und zum Krankheitsverlauf bei Frauen mit Brustkrebs beobachtet und dokumentiert. Der Fokus liegt auf Patientinnen vor oder während der Wechseljahre (prä- und perimenopausal). Es gibt bisher nur wenige Daten dazu, wie sich die Unterdrückung der Eierstockfunktion (Ovarielle Funktionssuppression, kurz OFS) im medizinischen Alltag auf den Krankheitsverlauf auswirkt. Insbesondere wird untersucht, welche Rolle es spielt, wenn die Regelblutung durch eine Chemotherapie oder andere Behandlungen aufhört (sekundäre Amenorrhoe). Die Studie begleitet Sie über einen langen Zeitraum von bis zu 10 Jahren. Da antihormonelle Behandlungen oft über 5 bis 10 Jahre durchgeführt werden, ist es wichtig zu verstehen, wie konsequent diese Therapien im Alltag eingenommen werden. Zudem werden Informationen zu Ihrer Lebensqualität gesammelt. Die Behandlung selbst erfolgt nach den üblichen medizinischen Standards; diese Studie greift nicht in die Therapieentscheidung Ihres Arztes ein, sondern dokumentiert die Ergebnisse. Ein wichtiger Teil der Datenerhebung betrifft den MammaPrint®-Test. Dieser Gentest am Tumorgewebe hilft dabei, Ihr persönliches Rückfallrisiko einzuschätzen. Die Ergebnisse dieses Tests beeinflussen oft die Entscheidung, ob eine Chemotherapie notwendig ist oder ob eine antihormonelle Therapie (mit oder ohne Unterdrückung der Eierstockfunktion) ausreicht. Die Studie wertet aus, wie sich diese Entscheidungen unter Alltagsbedingungen bewähren.

Untersuchung der Lebensqualität bei Patientinnen mit erneut aufgetretenem Brustkrebs unter Wärmebehandlung und Bestrahlung

In dieser Studie wird die Lebensqualität von Patientinnen untersucht, bei denen Brustkrebs an der ursprünglichen Stelle erneut aufgetreten ist (Lokalrezidiv). Die Studie richtet sich an Frauen, die zusätzlich zu einer Operation oder anstelle einer Operation eine spezielle Kombinationstherapie erhalten. Die Behandlung umfasst eine Wärmetherapie (Hyperthermie) gemeinsam mit einer Bestrahlung. Dies betrifft Patientinnen, bei denen der Tumor operativ nur sehr knapp oder nicht vollständig entfernt werden konnte, oder bei denen eine Operation nicht möglich ist. Das Ziel ist es, die Auswirkungen dieser Situation und der Behandlung auf das Wohlbefinden und den Alltag der Patientinnen zu dokumentieren.

Untersuchung des intraoperativen Ultraschalls im Vergleich zur Drahtmarkierung bei der Operation von nicht tastbarem Brustkrebs

Bei dieser Untersuchung handelt es sich um eine operative Studie. Die brusterhaltende Operation mit anschließender Bestrahlung ist die Standardbehandlung bei Brustkrebs im Frühstadium. Ziel der Operation ist es, den Tumor vollständig im gesunden Gewebe zu entfernen (sogenannte R0-Resektion) und dabei ein gutes kosmetisches Ergebnis zu erzielen. Um den Tumor genau zu finden, werden verschiedene Methoden genutzt. Bei nicht tastbaren Tumoren ist die Markierung mit einem Draht vor der Operation das Standardverfahren. Diese Drahtmarkierung kann für Patientinnen jedoch unangenehm oder schmerzhaft sein. Als Alternative zur Drahtmarkierung gibt es den Ultraschall während der Operation (intraoperative Sonographie). Ziel der Studie ist es, den Einsatz dieses Ultraschalls bei der brusterhaltenden Operation von nicht tastbarem Brustkrebs zu untersuchen. Die Teilnehmerinnen werden zufällig in zwei Gruppen aufgeteilt. Eine Gruppe erhält die Standardbehandlung mit der Drahtmarkierung vor dem Eingriff. Bei der anderen Gruppe wird der Tumor während der Operation mit Ultraschall aufgesucht. Es wird vor allem untersucht, wie oft der Tumor vollständig entfernt werden kann. Zudem werden die Dauer der Operation, die Menge des entfernten Gewebes und die kosmetischen Ergebnisse zwischen den beiden Methoden verglichen.

Untersuchung der Erfahrungen und medizinischen Daten bei fortgeschrittenem Brustkrebs unter Behandlung mit Trastuzumab Deruxtecan (PROVIDENCE)

In dieser Studie wird der Einsatz des Medikaments Trastuzumab Deruxtecan (T-DXd) bei Patienten mit Brustkrebs beobachtet und dokumentiert. Es handelt sich um eine sogenannte nicht-interventionelle Studie. Das bedeutet, dass Sie das Medikament im Rahmen Ihrer normalen ärztlichen Versorgung erhalten, genau so, wie es in Deutschland zugelassen ist. Die Entscheidung für diese Behandlung trifft Ihr Arzt unabhängig von Ihrer Teilnahme an dieser Studie. Die Studie richtet sich an Patienten, deren Brustkrebs bestimmte Eigenschaften aufweist (HER2-positiv, HER2-low oder HER2-ultralow) und der nicht operiert werden kann oder bereits Tochtergeschwülste (Metastasen) gebildet hat. Ziel ist es, Daten aus dem Behandlungsalltag zu sammeln. Dabei wird untersucht, wie sich die Behandlung auf den Krankheitsverlauf auswirkt und wie verträglich das Medikament ist. Zudem werden Ihre persönlichen Erfahrungen und Ihr Wohlbefinden erfasst. Zusätzlich erhalten Sie Informationen zur Nutzung von digitalen Gesundheitsanwendungen (DiGA). Die Studie greift nicht in Ihre Behandlung ein, sondern dokumentiert lediglich die Ergebnisse und Erfahrungen unter realen Bedingungen.

Untersuchung von genetischen Veränderungen im Blut bei Patientinnen mit fortgeschrittenem Brustkrebs nach einer bestimmten Vorbehandlung (MBC)

Diese Studie zur Beobachtung und Dokumentation richtet sich an Patientinnen mit fortgeschrittenem Brustkrebs. Ziel der Studie ist es, genetische Veränderungen im Blut (sogenannte ctDNA) zu untersuchen. Die Untersuchung findet statt, nachdem die Erkrankung trotz einer vorherigen Behandlung mit bestimmten Medikamenten (CDK4/6-Hemmer und Hormontherapie) weiter fortgeschritten ist. Die medizinische Behandlung der Patientinnen erfolgt nach dem üblichen Standard und ist unabhängig von dieser Studie. Bevor die nächste Behandlung beginnt, wird lediglich eine Blutprobe entnommen. Das nach der Untersuchung übrig gebliebene genetische Material aus dem Blut wird in einer Biobank (einer speziellen Einrichtung zur Aufbewahrung von Proben) gelagert. Es soll für zukünftige Forschungsprojekte genutzt werden, um beispielsweise Testverfahren zu überprüfen.

Untersuchung von RO7771950 im Vergleich zu Tucatinib in Kombination mit Trastuzumab und Capecitabin bei lokal fortgeschrittenem oder metastasiertem HER2-positivem Brustkrebs

In dieser klinischen Studie wird die Wirkung und Sicherheit des Prüfmedikaments RO7771950 in Kombination mit den Medikamenten Trastuzumab und Capecitabin untersucht. Diese Kombination wird mit einer Behandlung aus Tucatinib, Trastuzumab und Capecitabin verglichen. Die Studie richtet sich an Personen mit lokal fortgeschrittenem oder metastasiertem Brustkrebs, der das Merkmal HER2 aufweist (HER2-positiv). Ziel ist es zu beobachten, wie sich die Behandlungen auf den Krankheitsverlauf auswirken und wie gut sie vertragen werden.

ROSETTA Breast-01: Untersuchung der Auswirkungen und Sicherheit von Pumitamig bei Patientinnen mit triple-negativem Brustkrebs

Bei dieser Studie handelt es sich um eine Phase-III-Studie. Die Teilnehmenden werden zufällig (randomisiert) in zwei Behandlungsgruppen eingeteilt. Das bedeutet: Die Zuteilung in eine Gruppe erfolgt mit gleicher Wahrscheinlichkeit. Die Studie ist außerdem doppelt verblindet. Das heißt, weder die Teilnehmenden noch die behandelnden Ärztinnen und Ärzte wissen, welche der beiden Behandlungen tatsächlich gegeben wird. Es erhalten entweder die Teilnehmenden das Prüfmedikament Pumitamig zusammen mit einer Chemotherapie oder ein Placebo (eine Scheinbehandlung, die wie Pumitamig aussieht, aber keinen Wirkstoff enthält) zusammen mit einer Chemotherapie. Untersucht werden die Auswirkungen auf den Krankheitsverlauf sowie die Sicherheit von Pumitamig im Vergleich zur Placebo-Behandlung.

Untersuchung von Sacituzumab Tirumotecan und Pembrolizumab im Vergleich zur ärztlich gewählten Standardbehandlung bei dreifach negativem Brustkrebs nach Operation (MK-2870-012)

Dies ist eine randomisierte, offene Studie. Das bedeutet, dass die Teilnehmer nach dem Zufallsprinzip einer Behandlungsgruppe zugeteilt werden und wissen, welches Medikament sie erhalten. Die Studie richtet sich an Patientinnen und Patienten mit dreifach negativem Brustkrebs (TNBC), die bereits eine Vorbehandlung (neoadjuvante Therapie) und eine Operation hatten, bei denen der Tumor jedoch operativ nicht vollständig entfernt werden konnte oder Tumorreste verblieben sind (kein pathologisches vollständiges Ansprechen). Das Ziel der Studie ist es, die Auswirkungen des Prüfmedikaments Sacituzumab Tirumotecan (MK-2870) in Kombination mit Pembrolizumab auf den Krankheitsverlauf zu beobachten. Dies wird verglichen mit einer Standardbehandlung nach Wahl des Arztes (TPC), die entweder aus Pembrolizumab allein oder Pembrolizumab zusammen mit Capecitabine besteht. Es soll geprüft werden, ob die Kombination mit dem Prüfmedikament im Vergleich zur Standardbehandlung die Zeit verlängert, in der die Erkrankung nicht invasiv zurückkehrt.

Untersuchung der Sicherheit und der Auswirkungen von T-DXd im Vergleich zu einer CDK4/6-Inhibitor-basierten endokrinen Therapie als Erstbehandlung bei fortgeschrittenem HR-positivem und HER2-low/ultralow Brustkrebs (nicht-luminaler Subtyp)

In dieser Studie wird die Sicherheit und die Auswirkung einer Behandlung bei fortgeschrittenem Brustkrebs untersucht. Eingeschlossen sind Patientinnen und Patienten mit HR-positivem (hormonrezeptor-positivem), HER2-negativem* Brustkrebs, der anhand der Genaktivität (PAM50) als nicht-luminaler Subtyp eingestuft wird. Die Behandlung erfolgt entweder mit Trastuzumab-Deruxtecan (T-DXd) oder nach Entscheidung der behandelnden Ärztin/des behandelnden Arztes mit einem CDK4/6-Inhibitor (CDK4/6i) zusammen mit einer endokrinen Therapie (ET). Ziel der Studie ist vor allem, die Auswirkungen von T-DXd bei Patientinnen und Patienten mit HR-positivem und HER2-low/ultralow fortgeschrittenem Brustkrebs zu untersuchen, der als nicht-luminaler Subtyp eingeordnet ist. *„HER2-negativ“ in dieser Studie meint: HER2-low oder HER2-ultralow entsprechend den genannten Laborergebnissen.

Untersuchung von Saruparib und Camizestrant im Vergleich zur Standardbehandlung bei fortgeschrittenem Brustkrebs mit bestimmten genetischen Merkmalen

In dieser klinischen Studie wird beobachtet, welche Auswirkungen die Kombination der Prüfmedikamente Saruparib und Camizestrant auf den Krankheitsverlauf hat. Diese neue Kombination wird mit einer üblichen Standardbehandlung verglichen. Die Standardbehandlung besteht aus einem sogenannten CDK4/6-Hemmer zusammen mit einer Hormontherapie, die von Ihrem Arzt für Sie ausgewählt wird. Die Studie richtet sich an erwachsene Patientinnen und Patienten mit fortgeschrittenem Brustkrebs. Eine Teilnahme ist möglich, wenn Ihr Tumor bestimmte genetische Eigenschaften aufweist. Dazu gehören Veränderungen in den Genen BRCA1, BRCA2 oder PALB2. Zudem muss der Krebs empfindlich auf Hormone reagieren (HR-positiv), darf aber den Wachstumsfaktor HER2 nicht stark ausprägen (HER2-negativ).

Studie zu Flüssigkeitsansammlungen (Serome) in der Brustdrüse

Diese internationale Beobachtungsstudie wird in Zusammenarbeit mit der Forschungsgruppe EUBREAST e.V. durchgeführt. Es handelt sich um eine Studie mit geringfügigen Eingriffen (minimal-interventionell). Ziel ist der Aufbau eines Registers für sogenannte Serome nach Brustoperationen. Ein Serom ist eine Ansammlung von Wundflüssigkeit im Bereich der Operationswunde. Es werden Daten gesammelt, um das Auftreten und die Eigenschaften dieser Flüssigkeitsansammlungen besser zu dokumentieren.

Untersuchung einer einmaligen Teilbrustbestrahlung (sfVAPBI) nach der Operation bei Brustkrebs im Frühstadium

In dieser Studie werden die klinischen Ergebnisse, mögliche Spätfolgen und das kosmetische Erscheinungsbild nach einer speziellen Bestrahlung untersucht. Es handelt sich um eine sogenannte "Single-Fraction Very Accelerated Partial Breast Irradiation" (sfVAPBI). Dies ist eine einmalige, sehr beschleunigte Teilbrustbestrahlung, die als lokale Behandlung nach einer Operation eingesetzt wird. Die Untersuchung richtet sich an Patientinnen mit Brustkrebs im Frühstadium. Ziel ist es, den weiteren Krankheitsverlauf zu beobachten und festzustellen, wie sich die behandelte Brust optisch entwickelt.

Untersuchung von Standard-Nachsorge im Vergleich zu intensivierter Nachsorge bei frühem Brustkrebs

Ziel dieser klinischen Studie ist es, die möglichen Auswirkungen einer intensivierten Überwachung im Vergleich zur üblichen Standard-Überwachung zu untersuchen. Dies betrifft Patientinnen und Patienten mit frühem Brustkrebs, die ein mittleres oder hohes Risiko für einen Rückfall haben. Es wird untersucht, ob sich die Überlebensrate nach 5 Jahren zwischen der Gruppe mit Standard-Nachsorge und der Gruppe mit intensivierter Nachsorge unterscheidet. Zudem soll festgestellt werden, ob durch die intensivierte Suche nach Tumormarkern oder Spuren des Tumors im Blut (sogenannte Flüssigbiopsie) ein Zeitvorteil bei der Erkennung entsteht, bevor Symptome auftreten. Die Teilnehmenden erhalten regelmäßige Blutentnahmen. Nur in der Gruppe mit intensivierter Überwachung werden die Blutproben sofort auf mögliche Tumormarker oder Spuren von Erbgut des Tumors untersucht. Sollten sich hierbei Auffälligkeiten zeigen, werden bildgebende Verfahren durchgeführt, um nach möglichen Absiedelungen (Metastasen) zu suchen. Die Blutproben der Gruppe mit Standard-Überwachung werden lediglich für zukünftige Forschungszwecke eingelagert und nicht unmittelbar zur Diagnose genutzt.

Titel der Studie: Untersuchung der Sicherheit und der Auswirkungen von PeptiCRAd-1 auf den Krankheitsverlauf bei Krebserkrankungen (START)

Kurze Zusammenfassung: In dieser klinischen Studie der frühen Phase (Phase 1) wird die Kombination aus dem Prüfmedikament PeptiCRAd-1 (ein speziell verändertes Virus) und einer sogenannten Checkpoint-Inhibitor-Therapie (eine Immuntherapie) bei verschiedenen Krebserkrankungen untersucht. Ziel der Studie ist es, die immunologische Wirkweise dieser Kombinationstherapie zu verstehen. Zudem sollen erste Informationen zur Sicherheit dieser Behandlung gesammelt werden. Die Studie richtet sich an erwachsene Patientinnen und Patienten mit bestimmten fortgeschrittenen Krebserkrankungen. Der Ablauf sieht vor, dass das Prüfmedikament direkt in den Tumor gespritzt wird und Gewebeproben entnommen werden. Die Teilnahme dient ausschließlich der Forschung. Ein persönlicher Nutzen ist nicht sicher zu erwarten.

Studie zu Abemaciclib und Elacestrant bei Teilnehmern mit Hirnmetastasen durch ER-positiven, HER-2-negativen Brustkrebs

Dies ist eine klinische Studie der Phasen 1b und 2, in der die Anwendung von Elacestrant in Kombination mit Abemaciclib untersucht wird. Ziel ist es, Informationen über die Verträglichkeit und die Auswirkungen dieser Medikamentenkombination auf den Krankheitsverlauf zu sammeln. In der ersten Phase (Phase 1b) wird die geeignete Dosis für die weitere Anwendung ermittelt. In der zweiten Phase (Phase 2) wird die Kombination weiter beobachtet. Die Studie richtet sich an Frauen und Männer, die an Brustkrebs leiden, der positiv für Östrogenrezeptoren (ER) und negativ für den humanen epidermalen Wachstumsfaktor-Rezeptor 2 (HER-2) ist. Voraussetzung ist zudem, dass sich Metastasen (Absiedelungen des Tumors) im Gehirn gebildet haben. Die Teilnahme dient ausschließlich der Forschung. Ein persönlicher Nutzen ist nicht sicher zu erwarten.

Untersuchung von ECI830 allein oder in Kombination bei fortgeschrittenem HR+/HER2- Brustkrebs und anderen soliden Tumoren

In dieser Studie wird das Prüfmedikament ECI830 untersucht. Es wird entweder als einzelner Wirkstoff oder gemeinsam mit den Standardmedikamenten Ribociclib und Fulvestrant verabreicht. Die Studie richtet sich an Patientinnen und Patienten mit fortgeschrittenem Brustkrebs (HR-positiv/HER2-negativ) oder anderen fortgeschrittenen soliden Tumoren. Der Ablauf gliedert sich in zwei Abschnitte. In Phase I prüfen die Ärzte vor allem die Sicherheit und Verträglichkeit des Prüfmedikaments und ermitteln die passende Dosis. In Phase II wird beobachtet, ob und wie die Kombination aus ECI830, Ribociclib und Fulvestrant den Krankheitsverlauf bei Brustkrebs beeinflusst (Anti-Tumor-Aktivität).

Untersuchung des Prüfmedikaments GVV858 allein oder in Kombination mit einer Hormontherapie bei HR+/HER2- Brustkrebs und anderen fortgeschrittenen Tumoren

Diese klinische Studie der Phase I und II untersucht das Prüfmedikament GVV858. In der Phase I wird die Sicherheit und Verträglichkeit von GVV858 allein sowie in Kombination mit den Medikamenten Fulvestrant oder Letrozol geprüft. Ziel ist es, den optimalen Dosisbereich für weitere Untersuchungen zu finden. In der Phase II wird die Sicherheit und Verträglichkeit von GVV858 in Kombination mit Fulvestrant weiter untersucht. Dieser Teil richtet sich speziell an Personen mit fortgeschrittenem Brustkrebs, der hormonrezeptor-positiv und HER2-negativ (HR+/HER2-) ist. Die Teilnahme dient ausschließlich der Forschung. Ein persönlicher Nutzen ist nicht sicher zu erwarten.

Untersuchung von Sacituzumab Govitecan-hziy und Pembrolizumab im Vergleich zur ärztlich gewählten Standardbehandlung bei verbliebenem dreifach negativem Brustkrebs nach Operation und Vorbehandlung (ASCENT-05)

In dieser Studie wird untersucht, ob und wie die Kombination der Prüfmedikamente Sacituzumab Govitecan-hziy und Pembrolizumab wirkt und wie verträglich sie ist. Diese Behandlung erfolgt nach einer Operation. Die Ergebnisse werden mit einer sogenannten „Behandlung nach Wahl des Arztes“ verglichen. Dabei handelt es sich um eine Standardbehandlung, die entweder aus Pembrolizumab allein oder aus Pembrolizumab zusammen mit Capecitabine besteht. Die Studie richtet sich an Patientinnen mit dreifach negativem Brustkrebs. Eine Teilnahme ist möglich, wenn trotz einer vorangegangenen Behandlung und einer Operation noch Reste der Krebserkrankung im Körper verblieben sind.

Untersuchung der unterstützenden Behandlung mit Helixor® bei fortgeschrittenen Krebserkrankungen der Brust, der weiblichen Geschlechtsorgane und des Magen-Darm-Trakts

Diese Studie zur Beobachtung und Dokumentation des Einsatzes untersucht die alltägliche Behandlung mit dem Medikament Helixor® (einem Mistelpräparat). Ziel der Studie ist es, den normalen Ablauf der Therapie in der ärztlichen Praxis zu erfassen, ohne diesen zu verändern. Die Behandlung wird wie gewohnt von der behandelnden Ärztin oder dem behandelnden Arzt durchgeführt. Die Studie richtet sich an Patientinnen und Patienten mit fortgeschrittenen Krebserkrankungen der Brust, der weiblichen Geschlechtsorgane oder des Magen-Darm-Trakts. Es wird dokumentiert, welche Auswirkungen die Behandlung mit Helixor® auf die Erschöpfung (Fatigue), die allgemeine Lebensqualität, die Temperaturregelung und das Wärmeempfinden hat. Zudem wird erfasst, wie gut sich die Therapie im Alltag durchführen lässt und wie gut sie vertragen wird.

Untersuchung von Trastuzumab-Deruxtecan im Vergleich zur Standardbehandlung bei frühem Brustkrebs mit molekularem Rückfall (SURVIVE HERoes)

Diese randomisierte Studie untersucht den Einsatz des Prüfmedikaments Trastuzumab-Deruxtecan im Vergleich zur üblichen Standardbehandlung. Ziel der Studie ist es, die Auswirkungen auf den Krankheitsverlauf bei Personen mit frühem Brustkrebs zu beobachten, bei denen ein sogenannter molekularer Rückfall festgestellt wurde. Ein molekularer Rückfall bedeutet, dass durch eine Blutuntersuchung Spuren des Tumors (Tumor-DNA) gefunden wurden, obwohl noch keine sichtbaren Absiedelungen (Metastasen) im Körper vorhanden sind. Die Studie richtet sich an Erwachsene, die bereits an der übergeordneten SURVIVE-Studie teilnehmen und bei denen der Tumor zuvor vollständig operativ entfernt wurde. In der Studie wird per Zufall (randomisiert) entschieden, ob die Teilnehmenden das Prüfmedikament oder die Standardbehandlung erhalten. Das Prüfmedikament wird über eine Infusion verabreicht.

Studie zur Untersuchung der gezielten Lymphknotenentfernung bei Brustkrebs mit mindestens drei verdächtigen Lymphknoten

Dies ist eine Registerstudie zur Beobachtung und Dokumentation von Operationsdaten. Bei vielen Patientinnen verkleinert eine medikamentöse Vorbehandlung (neoadjuvante Therapie) den Tumor so stark, dass auch die Lymphknoten in der Achselhöhle wieder frei von Krebszellen sind. Deshalb wird heute oft versucht, weniger radikal zu operieren. Anstatt alle Lymphknoten in der Achselhöhle zu entfernen, entnimmt man oft nur noch gezielt die zuvor markierten Knoten (TAD). Dies verursacht meist weniger Beschwerden als die komplette Entfernung. Bisher ist jedoch nicht ausreichend geklärt, ob dieses schonende Verfahren auch bei Patientinnen sicher genug ist, die zu Beginn der Erkrankung eine höhere Anzahl an betroffenen Lymphknoten hatten (mindestens drei). In dieser Studie werden Daten von Patientinnen gesammelt, bei denen nach der Vorbehandlung sowohl eine gezielte Entfernung als auch eine komplette Entfernung der Lymphknoten geplant ist. Das Ziel ist herauszufinden, ob die gezielte Entfernung in dieser speziellen Patientengruppe vergleichbare Ergebnisse liefert wie die komplette Entfernung.

Untersuchung von PC14586 (Rezatapopt) bei fortgeschrittenen soliden Tumoren mit einer TP53 Y220C-Mutation (PYNNACLE)

Dies ist eine klinische Studie der Phase 1 und 2. Der Teil der Studie, der aktuell Teilnehmer aufnimmt (Phase 2), untersucht die Anwendung des Prüfmedikaments PC14586 (auch Rezatapopt genannt) als Einzelbehandlung. Das Ziel ist es, die Verträglichkeit des Medikaments zu prüfen und festzustellen, ob und wie es auf den Krankheitsverlauf wirkt. Die Studie richtet sich an Patienten mit örtlich fortgeschrittenen oder in den Körper gestreuten (metastasierten) soliden Tumoren. Eine Voraussetzung für die Teilnahme ist, dass der Tumor eine bestimmte genetische Veränderung aufweist, die sogenannte TP53 Y220C-Mutation. In einem anderen Teil der Studie (Phase 1) werden oder wurden bereits die Sicherheit, die Verträglichkeit und erste Anzeichen einer Wirkung von Rezatapopt in verschiedenen Dosierungen untersucht. Dies erfolgt sowohl als alleinige Behandlung als auch in Kombination mit dem Wirkstoff Pembrolizumab (Phase 1b).

Vergleich der mikroschirurgischen Behandlung mit der konservativen Therapie bei chronischem Lymphödem nach einer Brustkrebserkrankung (LYMPH)

In dieser klinischen Studie wird untersucht, welche Auswirkungen eine mikroschirurgische Operation auf die Lebensqualität hat. Dabei vergleichen die Forschenden diesen operativen Eingriff an den Lymphgefäßen mit einer rein konservativen Behandlung (ohne Operation). Die Studie richtet sich an Patientinnen und Patienten mit einem chronischen Lymphödem (einer dauerhaften Schwellung durch Flüssigkeitsstau), das nach einer Brustkrebserkrankung aufgetreten ist. Das Ziel ist es, die Lebensqualität 15 Monate nach der Zuteilung zur Behandlungsgruppe zu erfassen. Das entspricht etwa einem Jahr nach der Operation. Die Forschenden nutzen dafür einen speziellen Fragebogen (Lymph-ICF-UL), um mögliche Unterschiede zwischen der Operation und der alleinigen konservativen Behandlung festzustellen.

Die MOMENTUM-Studie: Mehrere Zielgrößen zur Strahlentherapie, dargestellt mit der MR-Linac-Technologie (MOMENTUM)

Bei der MOMENTUM-Studie handelt es sich um ein internationales Register zur Beobachtung und Dokumentation des Einsatzes der Unity MR-Linac-Technologie. Ziel ist es, eine möglichst evidenzbasierte Umsetzung der Technik zu unterstützen und die technische Weiterentwicklung des MR-Linac-Systems zu begleiten. Untersucht werden dabei mehrere Ergebnisgrößen im Zusammenhang mit der Strahlentherapie mit dem MR-Linac. Die Studie richtet sich an Patientinnen und Patienten, die diese Bildgebung bzw. Behandlung mit dem MR-Linac (MR-Linac) durchführen oder bereits abgeschlossen haben. Teilnahme ist ab einem Alter von 18 Jahren möglich.

Untersuchung zur Erkennung von Brustkrebs mittels berührungsloser Wärmebildkamera und künstlicher Intelligenz (ThermoBreast)

Es handelt sich um eine Studie zur Bewertung eines neuen Diagnoseverfahrens. Brustkrebs ist eine ernste Gesundheitsfrage für Frauen. Eine frühe Erkennung ist entscheidend für den Behandlungserfolg. Übliche Methoden wie Mammographie, Ultraschall und MRT haben jedoch Einschränkungen, wie zum Beispiel den Einsatz von Röntgenstrahlung oder unklare Ergebnisse. In dieser Studie wird die medizinische Thermografie (Wärmebildgebung) untersucht. Dies ist eine Methode, die ohne Berührung und ohne Röntgenstrahlung arbeitet. Dabei misst eine hochauflösende Infrarotkamera die Temperatur auf der Hautoberfläche. Da Tumore den Stoffwechsel und die Durchblutung verändern, entsteht Wärme. Die Thermografie soll diese Veränderungen sichtbar machen. Das Ziel ist es, die Genauigkeit dieser Wärmebilder in Kombination mit modernen Computerprogrammen (künstliche Intelligenz) zu prüfen. Es soll festgestellt werden, ob das Verfahren Auffälligkeiten im Brustgewebe zuverlässig erkennen kann. Die Methode soll für Frauen aller Altersgruppen geeignet sein und die Beobachtung des Gesundheitszustandes unterstützen.

Untersuchung von Trastuzumab Deruxtecan als Erstbehandlung bei HER2-positivem, metastasiertem Brustkrebs mit digitaler Unterstützung

Es handelt sich um eine Phase-2-Studie zur Untersuchung von Trastuzumab Deruxtecan (T-DXd). In dieser Studie wird beobachtet, welche Auswirkungen das Medikament auf den Krankheitsverlauf hat und wie verträglich es ist. Sie richtet sich an etwa 300 Patienten mit HER2-positivem Brustkrebs, der bereits fortgeschritten ist oder Metastasen (Absiedlungen) gebildet hat. Das Medikament wird als erste Behandlung (Erstlinientherapie) für dieses Krankheitsstadium eingesetzt. Die Studie nutzt zusätzlich digitale Anwendungen (Apps) auf dem Smartphone. Diese sollen dabei unterstützen, mögliche Nebenwirkungen frühzeitig zu erkennen und zu behandeln. Ein besonderer Fokus liegt hierbei auf der frühen Erkennung von bestimmten Lungenentzündungen (ILD/Pneumonitis).

TYPER - Eine Studie zur Untersuchung der Auswirkungen eines typologiebasierten Coachings auf das Therapiemanagement bei Brustkrebs im Frühstadium unter Behandlung mit Ribociclib

Diese randomisierte, kontrollierte Studie untersucht den Einfluss eines speziellen, auf Persönlichkeitstypen abgestimmten Coachings auf den Umgang mit der Therapie. Die Studie richtet sich an Patientinnen mit einer bestimmten Form von Brustkrebs im Frühstadium (hormonrezeptor-positiv und HER2-negativ), die nach einer Operation eine unterstützende Behandlung mit dem Medikament Ribociclib erhalten. Ziel der Studie ist es zu beobachten, wie sich das zusätzliche Coaching auf den Alltag und die Durchführung der Behandlung auswirkt. Dabei wird das Medikament Ribociclib im Rahmen seiner regulären Zulassung zusammen mit einem weiteren Medikament (Aromatasehemmer) eingesetzt.

Untersuchung zur gemeinsamen Entwicklung von Versorgungsstrukturen bei Brustkrebs durch Patienten und Ärzte

Das Ziel dieses Projekts zur Erfassung der Versorgungssituation ist es, die aktuellen Strukturen für Patientinnen und Patienten mit Brustkrebs zu dokumentieren. Dies dient als Grundlage, um zukünftige Modelle für die Betreuung zu entwickeln. Vertreter von Patientenorganisationen arbeiten aktiv an der Erstellung der Befragung mit. So wird sichergestellt, dass die Bedürfnisse der Erkrankten im Mittelpunkt stehen. Im Gegensatz zu anderen Projekten richten sich die Fragen hier nicht nur an Erkrankte, sondern auch an Ärztinnen und Ärzte. Dadurch können die Wünsche und Vorschläge beider Seiten erkannt werden. Dies dient dazu, Schnittstellen zu finden und die klinische Versorgung weiterzuentwickeln. Zunächst wird die aktuelle Situation erhoben. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der Kommunikation zwischen Arzt und Patient, dem Zeitmanagement und dem persönlichen Umgang mit der Erkrankung. Langfristiges Ziel ist ein gemeinsam von Ärzten und Patienten entwickeltes Konzept. Dieses soll die Kommunikation und die Strukturen in der Versorgung stärken und sich an den Patientinnen und Patienten orientieren.

Studienzentren

  • AGAPLESION Allgemeines Krankenhaus HagenHagen
    1 Studierekrutiert
  • AGAPLESION Diakonie HamburgHamburg
    1 Studierekrutiert
  • Agaplesion Diakonieklinikum Hamburg gGmbHHamburg
    1 Studierekrutiert
  • Agaplesion Frankfurter Diakonie Kliniken gGmbHFrankfurt Am Main
    6 Studienrekrutiert
  • Agaplesion Frankfurter Diakonie Kliniken gGmbH, Agaplesion Markus KrankenhausFrankfurt
    1 Studierekrutiert
  • Agaplesion Frankfurter Diakonie Kliniken gGmbH, Gynecology and ObstetricsFrankfurt am Main
    1 Studiedemnächst
  • AGAPLESION Markus Frankfurter Diakonie Kliniken gGmbHFrankfurt
    1 Studierekrutiert
  • Agaplesion Markus KrankenhausFrankfurt
    2 Studienrekrutiert
  • AGAPLESION Markus KrankenhausFrankfurt am Main
    1 Studierekrutiert
  • Agaplesion Markus Krankenhaus FrankfurtFrankfurt am Main
    1 Studierekrutiert
  • AGAPLESION Markus Krankenhaus GynäkologieFrankfurt am Main
    1 Studierekrutiert
  • Albertinen-KrankenhausHamburg
    1 Studierekrutiert
  • Albertinen-Krankenhaus/Albertinen-Haus gGmbHHamburg
    1 Studierekrutiert
  • Altmark- KlinikumHansestadt Salzwedel
    1 Studierekrutiert
  • Anregiomed gKK Klinikum Ansbach Brustzentrum WestmittelfrankenAnsbach
    1 Studierekrutiert
  • ANregiomed gKU AöR des Landkreises Ansbach und der Stadt AnsbachAnsbach
    1 Studierekrutiert
  • Ärztehaus am BahnhofsplatzHildesheim
    2 Studienrekrutiert
  • Asklepios Klinik AltonaHamburg
    2 Studienrekrutiert
  • Asklepios Klinik BarmbekHamburg
    1 Studierekrutiert
  • Asklepios Kliniken GmbH & Co. KGaAHamburg
    1 Studiedemnächst

Gezeigt werden 20 von 965 Zentren. Weitere Standorte stehen in den vollständigen Studieneinträgen.

Häufig gestellte Fragen

Wer entscheidet, ob ich an einer Brustkrebs-Studie teilnehmen kann?

Das jeweilige Studienzentrum entscheidet nach Prüfung der Ein- und Ausschlusskriterien und Ihrer individuellen Situation über die Eignung. Reesi stellt die Studieninformationen strukturiert bereit, trifft aber keine Teilnahmeentscheidung.

Sind nur aktuell rekrutierende Brustkrebs-Studien aufgeführt?

Ja. Diese Übersicht ist auf Studien mit dem Rekrutierungsstatus „recruiting“ und mindestens einem Studienzentrum in Deutschland begrenzt. Der Status kann sich nach dem Datenabruf ändern und sollte beim Studienzentrum bestätigt werden.

Welche Unterlagen kann ein Studienzentrum für die erste Prüfung benötigen?

Welche Unterlagen erforderlich sind, legt das jeweilige Studienzentrum fest. Häufig werden medizinische Befunde und Angaben zum bisherigen Behandlungsverlauf erfragt; das Studienzentrum teilt Ihnen mit, was im konkreten Fall benötigt wird.

Ist eine aufgeführte Brustkrebs-Studie automatisch für mich geeignet?

Nein. Ein Eintrag in der Übersicht bedeutet nicht, dass alle Teilnahmebedingungen erfüllt sind. Die verbindliche Eignungsprüfung übernimmt ausschließlich das jeweilige Studienzentrum.

Quellen und Methodik

Die Studieninformationen basieren auf öffentlichen Studienregistern (ClinicalTrials.gov, DRKS, EU CTR) und der Reesi-Datenbank. Rekrutierungsstatus und Standorte können sich kurzfristig ändern. Die endgültige Prüfung einer Studieneignung erfolgt durch das jeweilige Studienzentrum.

Redaktion: Reesi Redaktion · Inhalt geprüft:

Passende Studien weiter prüfen

Öffnen Sie die vollständige Studiensuche oder lassen Sie Ihre persönliche Situation unverbindlich prüfen.

Unverbindlich und kostenfrei.Eine Teilnahme kann nur das Studienzentrum bestätigen.